Bisher ist der Platz nur eine Schotterfläche, auf der Autos parken.
+
Bisher ist der Platz nur eine Schotterfläche, auf der Autos parken.

Bürger bringen ihre Ideen ein

Linter: Vom grauen Parkplatz zum schönen Dorfplatz

  • vonRobin Klöppel
    schließen

Fläche neben Bürgerhaus soll umgestaltet werden

Linter -Ein schön gestalteter und grüner Dorfplatz, der auch für Veranstaltungen wie Kirmes oder Weihnachtsmarkt genutzt werden könnte. Der freie Platz neben dem Bürgerhaus in Linter war das Thema des Bürgerworkshops am Donnerstagabend im Bürgerhaus Linter. Und alle interessierten Ortsbewohner bekamen die Gelegenheit, Ideen zu äußern, was aus dem derzeit als Parkplatz genutzten Bereich werden soll.

Geleitet wurde der Bürgerworkshop von Eva Struhalla, Amtsleiterin für Verkehrs- und Landschaftsplanung der Stadt, und ihren Mitarbeitern Marc Minor und Julia Badura. In den Arbeitsgruppen mit über 20 Teilnehmern wurde deutlich, dass viele die Fläche weiterhin als Parkfläche, aber auch als Veranstaltungsort für Orts- und Vereinsfeste sowie als Treffpunkt für die Linterer sehen.

Keine Abladestelle für Bauschrott

Ortsvorsteher Hans-Jürgen Ludwig (SPD) sieht eine Aufteilung zwei Drittel als Parkplatz und ein Drittel als gestalteter Dorfplatz als realistisch an. Allerdings sprach er sich auch im Namen des Ortsbeirates klar dagegen aus, dass hier weiterhin Transporter, Busse und Laster parken sowie Materialien von Baustellen auf der Fläche abgelagert werden.

Einer der Anwesenden machte darauf aufmerksam, dass an Parkplätzen eine Reihe für Autos der Feuerwehraktiven bei Einsätzen freigehalten werden sollte. Struhalla berichtete, dass feststehe, dass zwei Ladesäulen für E-Fahrzeuge aufgestellt werden sollten. Zwei weitere Parkplätze sollten für das Carsharingprojekt freigehalten werden. Deswegen fragten sich die Bürger, ob am Ende noch genügend Parkplätze für Bürgerhaus- und Festbesucher zur Verfügung stehen würden.

Dem entgegnete Marc Minor, dass möglicherweise mehr Autos auf der Fläche Platz haben werden als bisher, wenn erstmal die Markierungen stehen. Andere Bürger machten darauf aufmerksam, dass es rund um das Bürgerhaus und den TuS-Fußballplatz ja auch noch andere Parkmöglichkeiten in fußläufiger Nähe gebe, auf die Ortsfremde per Beschilderung hingewiesen werden könnten.

Bevor Struhalla aus den Ideen der Bürger eine vorläufige Planung macht, über die die Bürger dann noch einmal endgültig diskutieren können, muss die Stadt natürlich noch wissen, wie viel Fläche für Veranstaltungen wie die Kirmes oder den Weihnachtsmarkt benötigt wird. Ludwig ist der Meinung, die Festfläche solle sich am besten direkt ans Bürgerhaus anschließen, weil es dann mit den Anschlüssen und dem Transport von Materialien aus dem Bürgerhaus einfacher sei. Der Ortsvorsteher könnte sich für den Platz durchaus einen Brunnen mit Frosch-Motiv vorstellen. Denn die Linterer haben ja bekanntlich in der Region den Spitznamen "Frösche".

Kein Treffpunkt für jugendliche Vandalen

Ludwig meinte auch: "Den Brunnen kann man im Winter abdecken". Dann könne der Platz auch als Bühne beim Weihnachtsmarkt genutzt werden. Für die Gestaltung des Platzes schlägt der Ortsvorsteher Grünflächen und Sitzgelegenheiten, vor allem für die Senioren, vor. Allerdings steht der Ortsbeirat, laut Ludwig, einem Dorfplatz als Treffpunkt für Jugendliche kritisch gegenüber. Mit Jugendlichen gebe es derzeit zuviel Ärger mit Vandalismus. Außerdem gibt es bereits einen Jugendraum im Bürgerhaus.

Es gab aber auch einen Bürger, der es komplett anders sieht und nichts gegen Jugendliche auf dem Dorfplatz hat. Es gebe auch vandalismussichere Sitzgelegenheiten, merkte der Mann an. "Vielleicht gibt es ja die Probleme mit den Jugendlichen nur, weil sie eben keinen geeigneten Treffpunkt im Freien haben", so der Linterer.

Ein anderer Versammlungsteilnehmer fragte, ob es nicht möglich sei, mehr vom Parkplatz zu erhalten und stattdessen einen Teil des TuS-Geländes als Dorfplatz zu nehmen, wo schon eine Wiese und Bäume vorhanden seien. Diesem erwiderte ein Vereinsvertreter, dass es in der Tat Überlegungen des Vereins gebe, ob er einen Teil des Geländes abgebe. Darüber sei aber noch nicht endgültig entschieden worden.

Ludwig erinnerte daran, dass es im Ortsbeirat nur um die Befestigung des Parkplatzes ging, bis die Idee aufgekommen sei, dass man daraus einen gestalteten Dorfplatz entwickeln könne. Struhalla berichtete, dass es in Eschhofen gelungen sei, mit Bürgerbeteiligung einen schönen Dorfplatz zu entwickeln. Robin Klöppel

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare