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Mehr Lebensqualität und gesellschaftliches Miteinander

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Von: Nadja Quirein

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Der in die Jahre gekommene Spielplatz in der Joseph-Schüßler-Straße soll aufgewertet werden.
Der in die Jahre gekommene Spielplatz in der Joseph-Schüßler-Straße soll aufgewertet werden. © Nadja Quirein

Ortsbeirat spricht über Gestaltung des Mühlgrabens, über Spielplätze und Wald-Kita

Limburg -In Eschhofen soll sich weiterhin einiges tun, um den Stadtteil für seine Bewohner attraktiver zu machen. So wurde bei der letzten Ortsbeiratssitzung auch das seit Jahren aktuelle Thema "Mühlgraben" aufgegriffen. Schon seit langem werden dazu besorgte und verärgerte Stimmen aus der Bevölkerung laut: Gestank durch zu wenig Wasser wird ebenso kritisiert wie der starke Bewuchs des Grabens und die Ansammlung von Unrat am Ortseingang an der Kapelle. Dazu fand bereits vor Monaten ein Ortsbegang statt und auch Martin Uphues, Amtsleiter des städtischen Tiefbauamts, hat sich ein Bild von der Situation gemacht.

Bereits im Jahr 2012 wurde der Mühlgraben von einem Gutachter in Augenschein genommen und es wurde ein Konzept erstellt. Allerdings sei dieses bisher nicht gänzlich umgesetzt, kritisiert der Ortsbeirat. Die Geruchsbelästigung habe sich allerdings gebessert, sagt Ortsvorsteherin Ulrike Jung (SPD). Dies sei unter anderem darauf zurück zuführen, dass nun immer etwas Wasser im Mühlgraben sei, erklärte Martin Uphues, der bei der Sitzung anwesend war. Während er vor allem die ökologischen Punkte im Auge hat, sind die Bürger vom Anblick nicht begeistert. Trotzdem fand die Gruppe zumindest einen kleinen Konsens: Es spreche nichts dagegen, den Bauhof zu bitten, den Bewuchs im Bereich der Kapelle etwas zurückzuschneiden, nahm Uphues den Wunsch der Bürger entgegen. Dies könne aufgrund der aktuellen Brut- und Setzzeit allerdings erst im Herbst erfolgen. Der Ortsbeirat beschloss einstimmig, den Magistrat zu bitten, einen Rückschnitt und Befestigungsmaßnahmen im Bereich der Kapelle gemäß des Konzeptes umzusetzen.

Wald- und Feldkindergarten: Um Eschhofen für junge Familien mit kleinen Kindern noch attraktiver zu machen, ist es wichtig, ausreichend Kindergartenplätze im Ort anbieten zu können. Schon in den vergangenen Sitzungen wurde deutlich: Dies könnte in Eschhofen zum Problem werden, es existieren bereits Wartelisten für die Aufnahme von Kindern. Ein Wald- und Feldkindergarten könnte ohne große Baumaßnahmen Abhilfe schaffen, so die Idee des Ortsbeirates, die schon seit einiger Zeit besteht. Als möglichen Betreiber wünsche sich der Ortsbeirat einen der beiden Eschhöfer Kindergärten. Neuigkeiten dazu gäbe es noch nicht, verkündete die Ortsvorsteherin: Aktuell werde das Vorhaben durch die Stadtverwaltung geprüft. Unter anderem müsse geklärt werden, ob die Fläche am Grillplatz oder eine Fläche in Richtung Dehrn für dieses Vorhaben geeignet seien.

Wenig Neues zum Bauvorhaben im Gewerbegebiet Ennerich: Es gäbe auch wenig Neues zu berichten über das Bauvorhaben, erklärte Ortsvorsteherin Ulrike Jung. Erneut habe sie sich an den Runkeler Bürgermeister Michel Kremer gewandt, doch aufgrund noch nicht vorhandener Bebauungspläne konnte dieser keine neuen Informationen geben. Die Hoffnung, den möglichen Zusatzverkehr über eine Zufahrt in der Nähe des Entsorgungsunternehmens umzuleiten, wurde nach gemeinsamen Gesprächen zunächst zerschlagen, ergänzte ein Ortsbeiratsmitglied. Mit Neuigkeiten rechnet die Ortsvorsteherin bis Anfang Juni.

Spielplätze in Eschhofen: Die Aufwertung der Spielplätze sei ein wichtiges Ziel, um Eschhofen auch für Kinder attraktiv zu machen. Der Spielplatz in der Bahnhofsstraße wurde bereits aufgewertet, der Wunsch nach einem neuen Klettergerüst für den Spielplatz am Bürgerhaus war bereits in den Haushalt des vergangenen Jahres eingestellt. Auf Bürgerwunsch solle nun auch der Spielplatz in der Joseph-Schüßler-Straße bedacht werden: Die Spielgeräte seien in die Jahre gekommen und Abnutzungserscheinungen vor allem an der Rutsche erkennbar. Im Neubaugebiet solle zudem ein neuer Spielplatz errichtet werden. Alles auf einmal ginge allerdings nicht, gab Ulrike Jung die Rückmeldung der Stadt weiter. Der Ortsbeirat hoffe dennoch, dass die Aufwertung der Spielplätze und der Neubau zeitnah umgesetzt werden können.

Wunsch nach neuem Dorfplatz: Hoffnung haben die Ortsbeiratsmitglieder und Bürger auch bei den Planungen des neuen Dorfplatzes. Es soll ein Platz für alle Bürger werden, der möglichst vielfältig genutzt werden kann - so der Plan für das Gelände an der Jahnstraße in unmittelbarer Nähe der Grundschule. Die Finanzierung durch Mittel der Stadt und die weitere Förderung seien bereits zugesagt, die aktuellen Ausschreibungen der Gewerke laufen an und Pläne gibt es viele: So soll beispielsweise eine Bühne entstehen, Hochbeete zur Bewirtschaftung durch die Schule mit Etablierung eines inklusiven Beetes mit Wasserversorgung umgesetzt und ein Außenklassenzimmer errichtet werden. Es sei ein Projekt, für das viele Absprachen nötig sind und das deshalb noch Zeit in Anspruch nehmen wird, erklärte die Ortsvorsteherin. Wann genau es losgehen kann, steht noch nicht fest. Auch hier wünschen sich die Beteiligten einen zeitnahen Startschuss.

Nadja Quirein

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