Nachts müssen die Menschen im Kreis Limburg-Weilburg ab Karfreitag daheim bleiben.
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Nachts müssen die Menschen im Kreis Limburg-Weilburg ab Karfreitag daheim bleiben.

Kreis Limburg-Weilburg verschärft

Neue Ausgangsbeschränkung ab Karfreitag

  • vonSebastian Semrau
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Von 21 bis 5 Uhr darf dann im Kreis Haus oder Wohnung nur in Ausnahmefällen verlassen werden

Limburg -Der Landkreis Limburg-Weilburg verhängt zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus erneut eine kreisweite nächtliche Ausgangsbeschränkung von 21 bis 5 Uhr. Die Verfügung tritt am Karfreitag, 2. April, 0 Uhr, in Kraft und gikt zunächst bis zum 18. April. Das kündigte Landrat Michael Köberle (CDU) gestern nach einer Sitzung des Katastrophenschutz-Verwaltungsstabs an.

"Die stark steigenden Infektionszahlen in unserem Landkreis machen diese Einschränkungen leider notwendig. Um die dritte Corona-Welle zu brechen, müssen wir die Mobilität einschränken und Kontakte reduzieren", betonte Köberle. Eine Allgemeinverfügung wurde seitens der Kreisverwaltung auf den Weg gebracht und ist auf der Homepage des Kreises zu finden. "Wir können den Trend nicht ungesteuert auf die Oster-Feiertage zulaufen lassen und richten an die Menschen im Landkreis Limburg-Weilburg den dringenden Appell, persönliche Begegnungen und größere Familientreffen an den Ostertagen weitgehend zu vermeiden - so schwer das auch sein mag. Wir befinden uns aktuell in einer entscheidenden Phase auf unserem Pandemie-Marathon."

Die britische Mutante des Virus sei aktuell dominant und mit einer deutlich höheren Infektiösität sowie leider oft mit einem schwereren Krankheitsverlauf verbunden. Auch Kinder und Jugendliche seien vermehrt betroffen, so Köberle.

Eine Durchfahrt durch den Landkreis bleibt zulässig, Ausnahmen wird es ebenfalls geben, etwa aus beruflichen Gründen, wegen notwendiger medizinischer Versorgung, der Teilnahme an Gottesdiensten oder auch zur Wahrnehmung des Sorgerechts. Inhaltlich entspricht die Ausgangsbeschränkung den Regelungen, die bereits einmal verfügt werden mussten und deren Rechtmäßigkeit das Verwaltungsgericht Wiesbaden bestätigt hatte.

"Eine nächtliche Ausgangsbeschränkung, so schmerzlich der Eingriff in die Freiheitsrechte der Menschen auch ist, könnte dazu beitragen, Infektionen wieder einzudämmen und dann auf einem niedrigeren Infektionsniveau über Öffnungsschritte zu befinden", so Köberle.

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