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Limburger Magistrat hat ausgewählt

Neue Ideen für den Neumarkt: Fünf Fachbüros sollen Vorschläge erarbeiten

Der Limburger Magistrat hat fünf Planungsbüros ausgewählt, die Entwurfsskizzen für den Neumarkt erarbeiten sollen. Insgesamt hatten 16 Büros ihr Interesse an einer solchen Arbeit bekundet.

Das Verfahren war nach einer Sitzung des Ausschusses für Bau- und Grundstücksangelegenheiten, Altstadtsanierung und Dorferneuerung Mitte des vergangenen Jahres initiiert und anschließend vom Magistrat gemeinsam mit einem Büro aus Darmstadt ausgeschrieben worden.

„Das ist ein wichtiger Schritt, um zu umsetzbaren Gestaltungsvorschlägen für den Neumarkt zu kommen. Wir sind in der Pflicht“, sagt Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD). Die fünf ausgewählten Büros sind seinen Angaben spezialisiert in der Fachrichtung Landschaftsarchitektur; alle hätten durch zahlreiche Referenzen ihre Erfahrung und Qualität in der Gestaltung von innerstädtischen Plätzen und öffentlichen Räumen nachgewiesen.

Sie sollen nun Entwurfsskizzen zur künftigen Gestaltung des Neumarkts entwerfen. Das Ziel ist eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Dabei sollen folgende Rahmenbedingungen berücksichtigt werden: Die saisonalen Gegebenheiten, die Integration des Wochen- und Christkindlmarktes sowie weiterer Feste und saisonaler Veranstaltungen, die Sicherstellung des Zugangs zu den Arztpraxen sowie der Beibehaltung der Anliegerzufahrt. Die Skizzen sollen noch im ersten Quartal dieses Jahres dem Magistrat, der Stadtverordnetenversammlung und der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

„Die Ideen werden in einem Pool gesammelt, der im weiteren Verfahren ergänzt werden kann“, erläutert Hahn.

Umsetzung im nächsten Jahr

Das heißt, dass bereits bestehende Gestaltungsideen oder auch neue Vorschläge gemacht werden können. Aus allem zusammen sollen verschiedene Bausteine zu einem Ganzen geformt werden. „Das Ziel muss es sein, in diesem Jahr zu umsetzungsfähigen Ideen und Vorschlägen zu kommen, damit wir im kommenden Jahr mit der Umsetzung auch starten können“, so der Bürgermeister.

Die Gestaltung des Neumarkts ist schon seit vielen Jahren ein Thema, das Politik, Anlieger, Kunden, Geschäftstreibende und Verwaltung beschäftigt – trotzdem ist auch nach der Schließung des Parkplatzes bis heute nichts passiert.

Im Rahmen des in Limburg laufenden Städtebauförderprogramms zur Vitalisierung der Innenstädte hatte es einen konkreten Gestaltungsvorschlag gegeben, der jedoch auf erhebliche Kritik in der Politik und der Geschäftswelt stieß. Die Pläne wurden zurückgestellt, neue Ideen gesammelt – zum Beispiel durch ein Sandbox-Verfahren –, es gab öffentliche Diskussionen und vieles mehr.

Bürgerentscheid

Der Neumarkt und seine inzwischen umgesetzte Parkfreiheit waren im vergangenen Jahr sogar Anlass für einen

Bürgerentscheid

; das notwendige Quorum wurde am 18. März allerdings nicht erreicht. 25 Prozent der Wahlberechtigten hätten dem Begehren zustimmen müssen, insgesamt beteiligten sich jedoch nur 24,3 Prozent der stimmberechtigten Bürger an der Abstimmung.

Im Mai vergangenen Jahres beschloss die Stadtverordnetenversammlung, einen Planungswettbewerb zur künftigen Gestaltung des Neumarkts durchzuführen – mit den eingangs genannten Kriterien. Der zuständige Fachausschuss wandelte den Planungswettbewerb dann in eine Mehrfachbeauftragung um.

(pm)

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