Grundstücksverkäufe

Neue Wohnungen im ICE-Gebiet

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Noch gibt es genügend freie Flächen im Limburger ICE-Gebiet, aber die Grundstücksverkäufe häufen sich: Die Firma Amadeus möchte drei Grundstücke erwerben, um dort Gewerbe, Büros und Wohnungen anzusiedeln. Die Bäckerei Schäfer vergrößert ihren Grundstücksbesitz durch den Kauf zweier städtischer Flächen: Sie will hier ihre Produktion und Verwaltung ansiedeln.

Die Bauträgergesellschaft Amadeus aus Limburg will im ICE-Gebiet eine Grundstücksfläche von rund 4500 Quadratmetern erwerben, um direkt neben dem Amt für Bodenmanagement Wohnungen, Büros und Gewerbeflächen zu errichten.

Außerdem vergrößert die Bäckerei Schäfer ihren Grundstücksbesitz im ICE-Gebiet um gut 14 000 Quadratmeter, nachdem sie schon Flächen vom Pallottiner-Orden erworben hatte. Mit den städtischen Grundstücken stehen dem Unternehmen somit mehr als 66 000 Quadratmeter zur Verfügung, um Produktion und Verwaltung (derzeit noch im Elbboden) im ICE-Gebiet anzusiedeln. Dafür sollen rund 20 Millionen Euro investiert werden. Das 100-jährige Bestehen des in Elz gegründeten Unternehmens soll im August 2020 am neuen Standort gefeiert werden.

Heute Abend werden die Stadtverordneten in ihrer Sitzung über den Verkauf der Grundstücke an die Bäckerei und die Bauträgergesellschaft entscheiden. Eine Mehrheit gilt als sicher.

Amadeus plant nach derzeitigem Stand 120 bis 150 Wohnungen im ICE-Gebiet, sagte der Inhaber und Geschäftsführer des Unternehmens, Volker Deifel, auf Anfrage dieser Zeitung. Die genaue Anzahl der Mietwohnungen sei abhängig vom Anteil an Gewerbe. Das soll vor allem im Erdgeschoss untergebracht werden. Dort könnten neben Büros auch Unternehmen aus dem Einzelhandel angesiedelt werden, zum Beispiel ein kleiner Supermarkt. Im ersten und zweiten Obergeschoss sollen neben weiteren Büros die Mietwohnungen entstehen.

Die gegenüber dem Magistrat angegebenen Wohnflächen sollen im Schnitt zwischen 45 und 60 Quadratmeter liegen. Geplant sei in dem Gebäudekomplex auch möbliertes Wohnen.

Geschäftsführer Deifel hält das ICE-Gebiet für sehr geeignet, um dort Wohnungen zu errichten. Zum einen wegen der exzellenten Verkehrsanbindung, zum anderen wegen der Nähe zu Frankfurt und dem Frankfurter Flughafen. Die angebotenen Wohnungen seien sicher nicht für eine dreiköpfige Familie vorgesehen, aber sehr wohl für Alleinstehende und Pärchen.

Deutlich schneller verwirklicht werden soll ein neues gastronomisches Angebot im ICE-Gebiet. Das Unternehmen L’Osteria hat bereits im Frühjahr ein Grundstück erworben und will eine Niederlassung an der Brüsseler Straße errichten. Das 1999 in Nürnberg gegründete Franchise-Unternehmen will zwischen der Wasserstofftankstelle und der Stromschnellladestation bauen. Das Unternehmen bietet nach eigenen Angaben frische italienische Küche an, betreibt allein in Deutschland mehr als 70 Restaurants. In dem noch zu errichtenden Gebäude sollen innen rund 220 Sitzplätze entstehen und draußen rund 180. Der mit der Stadt geschlossene Kaufvertrag sieht vor, innerhalb von zwei Jahren den Betrieb zu eröffnen; andernfalls fällt das Grundstück an die Stadt zurück. Der Franchise-Nehmer hofft jedoch, schnell mit dem Bau beginnen und den Betrieb schon Ende dieses Jahres starten zu können.

Ebenfalls an der Brüsseler Straße, Ecke Pariser Straße soll spätestens in drei Jahren ein neues Hotel mit mindestens drei Sternen und rund 200 Zimmern, Konferenzräumen, Büros, möglicherweise auch Wohnungen, und einer Tiefgarage entstehen. Die Stadt hat im März zwei Grundstücke an eine Investorengruppe veräußert. Das Hotel würde direkt gegenüber der Tankstelle liegen. Nach zwei Jahren müssen die Investoren dem Magistrat einen Bericht vorlegen, wie weit die Planungen sind. Sollte das Hotel nach drei Jahren noch nicht stehen, hat die Stadt einen Anspruch darauf, die Grundstücke zurückzukaufen.

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