Abrissarbeiten

Neuer Edeka wird dreimal so groß

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Alles muss weg auf dem Areal des ehemaligen Edeka-Marktes an der Koblenzer Straße, damit Platz geschaffen wird für den neuen Vollsortimenter - ebenfalls ein Edeka-Markt. Allerdings dreimal so groß wie der alte und mit einer verkehrsgünstigen Anbindung für Autofahrer und Fußgänger.

Dass an der Koblenzer Straße in Staffel demnächst ein neuer Vollsortimenter eröffnen soll, ist derzeit kaum vorstellbar. Denn auf dem Gelände stehen die traurigen Reste des alten Edeka-Marktes, umwölkt von grauem Dunst und Staub, der den Blick auf das immobile Gerippe verschleiert. Es wird abgerissen, Trümmer werden abtransportiert. Die Fläche wird aufbereitet für einen neuen Markt, der hier entstehen und die Nahversorgung der Staffeler Bürger verbessern soll. Seit knapp drei Jahren warten die Anwohner jetzt auf diese neue Einkaufsmöglichkeit, deren Errichtung sich „nahtlos an die Abrissarbeiten anschließen dürfte“, sagt Johannes Laubach, Sprecher der Stadt. Geplant ist ein erneut von Edeka betriebener Supermarkt.

Diesmal allerdings mit einer Verkaufsfläche von rund 1500 Quadratmetern.

Der alte Edeka-Markt verfügte über eine Verkaufsfläche von etwa 500 Quadratmetern. Die jetzt anvisierte Vergrößerung des gesamten Areals wurde möglich, weil die Edeka-Regionalgesellschaft ein angrenzendes Gelände übernehmen konnte. Dort hatte das Staffeler Familienunternehmen Marx sein Lager für Schreinerei- und Bedarfsartikel betrieben. Die Firma hat sich inzwischen an einem anderen Standort etabliert.

Bereits im März hatten sich die Mitglieder des Ortsbeirats Staffel für die Änderung des Bebauungsplans ausgesprochen. Die Stadtverordneten stimmten dieser Änderung mit großer Mehrheit zu. Wegen der Größe des Areals musste jedoch auch der Flächennutzungsplan geändert werden, wofür das Regierungspräsidium Gießen zuständig ist.

Diese Änderung sei nun genehmigt und damit alle planungsrechtlichen Voraussetzungen für einen Neubau geschaffen, teilt der Sprecher der Stadt mit. Und Bürgermeister Marius Hahn (SPD) sagt: „Staffel ist dem Ziel, endlich wieder einen guten Nahversorger zu haben, ein ganzes Stück näher gekommen.“ Als Staffeler Bürger freue er sich besonders für die älteren Mitbürger, „dass sie hoffentlich bald wieder vor Ort sehr gute und schnell erreichbare Einkaufsmöglichkeiten haben werden“.

Auch Ortsvorsteher Matthias Schellhorn ist mit der Entwicklung zufrieden. Mit der Genehmigung des Flächennutzungsplanes könnten nun Fakten geschaffen werden, die Mutmaßungen und Gerüchte über mögliche Baumaßnahmen verdrängen dürften.

Erfolg und Attraktivität des neuen Supermarktes hängen jedoch auch von der Erreichbarkeit ab. Tatsächlich war zeitweise auch diskutiert worden, einen Supermarkt auf dem Gelände von Meierguss zu errichten. Diese Idee hatte vor drei Jahren die Investoren-Gruppe GEDO dem Ortsbeirat und dem Magistrat präsentiert. Doch Staffel lehnte vehement ab – wegen der ungünstigen Verkehrslage und wegen der Nähe zu anderen Supermärkten und Discountern.

Die Versorgungslage im westlichen Stadtteil wäre bei dieser Lösung nach wie vor unausgewogen gewesen. Für den neuen Supermarkt an der Koblenzer Straße wird die Stadt vor dem Markt eine Linksabbiegerspur sowie einen Fahrbahnteiler als Querungshilfe für Fußgänger einrichten, sagt Johannes Laubach. Außerdem soll es eine Schallschutzwand in Richtung der hinter dem Markt gelegenen Kurt-Schumacher-Straße geben, um den Lärm bei der Anlieferung der Ware und dem Entladen zu dämpfen. Ein konkreter Termin für den Baubeginn ist im Augenblick nicht bekannt.

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