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Bürgermeister Martin Richard, Erster Stadtrat Michael Stanke und Taxi-Addi-Geschäftsführer Axel Schmidt (von links) enthüllen vor der Mobilitätszentrale am Bahnhof das Logo.

Anruf-Sammeltaxi

Neuer Fahrdienst

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Die Stadt Limburg beschreitet neue Wege mit der Einführung eines neuen Fahrdienstes: dem Anruf-Sammeltaxi.

. Anruf-Sammeltaxi oder kurz AST heißt das neue Angebot, das täglich zwischen 15 und 24 Uhr bestellt werden kann. Damit ist AST auch dann unterwegs, wenn die regulären Stadtbusse nicht mehr verkehren. Heute, Donnerstag, geht das Sammeltaxi mit Fahrzeugen der Taxi-Addi Verkehrsbetriebe GmbH in Betrieb.

Das AST verkehrt auf drei Linien. Die Linie LM-6 fährt zwischen Blumenrod, Linter, Lindenholzhausen und Eschhofen, LM-7 zwischen dem Rosenhang, Ahlbach, Dietkirchen und der Straße „Am Meilenstein“, und LM-8 zwischen Offheim, der Straße „Im Finken“, Staffel und dem Vincenz-Krankenhaus. Für Personen, die eine RMV-Fahrkarte für das Tarifgebiet Limburg besitzen, kostet die Fahrt im Sammeltaxi 1,50 Euro. Alle anderen zahlen 1,50 Euro Aufschlag.

Der Fahrdienst muss von den Gästen telefonisch vorbestellt werden, mindestens eine Stunde vor der gewünschten Abfahrtszeit. Beim Ordern wird nach der Zahl der Mitreisenden, einer Fahrkarte und größerem Gepäck gefragt. Die Servicenummer ist Telefon:  (0 64 31) 20 34 56.

Bürgermeister Martin Richard (CDU) wies bei der Eröffnung im Beisein der verantwortlichen Mitarbeiter, Vertretern des Rhein-Main-Verkehrsverbundes, Ortsvorsteherin Sigi Wolf (CDU) und Ordnungsamtsleiter Paul Müller auf die veränderten Beförderungsgewohnheiten hin. Der Sohn eines Eisenbahners erinnerte sich daran, dass in seinem Elternhaus immer ein Plan mit Abfahrtszeiten an der Wand hing; das sei heute anders.

Richard lobte das Sammeltaxi als „neue Maßnahme im Zuge des öffentlichen Personennahverkehrs“ – besonders in den Abend- und Nachtstunden, ergänzte sein Stellvertreter Michael Stanke (CDU), der zugleich auch Betriebsleiter ist. Es sei nach der Optimierung der Stadtlinie im vergangenen Jahr bereits die zweite Maßnahme in kurzer Zeit, freuten sich die Rathauschefs.

Stanke sieht eine Erweiterung des Nutzerkreises voraus, neben Jugendlichen habe man auch Besucher der Kleinkunstbühne Thing und der Josef-Kohlmaier-Halle im Blickfeld. Man überlege, das Angebot an Wochenenden zeitlich zu erweitern und auch Verbindungen zwischen den Stadtteilen einzurichten.

Der neue Fahrdienst kostet die Stadt jährlich 237 000 Euro im Betrieb. Rund 30 000 Euro entfallen auf die Telefonzentrale der Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft.

„Wir sehen es als Chance, um die Bürger abends sicher nach Hause zu bringen“, sagte Taxi-Addi-Geschäftsführer Axel Schmidt. Bernd Voelker, Bereichsleiter Kundenbindung beim RMV, hob hervor, dass Limburg zu den wenigen Kommunen gehört, welche die Befördeungsangebote ausbauen.

Auf ihrer Internetseite hält die Stadt weitere Informationen bereit unter .

(bra)

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