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Der Offheimer Ortsbeirat möchte den alten Sportplatz beplanen, doch bisher will der Eigentümer nicht verkaufen.

Alten Sportplatz einbeziehen

Neues Naherholungsgebiet trifft auf Zustimmung

  • vonRobin Klöppel
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Ortsbeirat Offheim will es aber nicht an eine Erweiterung des Gewerbegebiets knüpfen.

Limburg -Der Ortsbeirat Offheim hat sich in seiner Sitzung Donnerstagabend im Bürgerhaus klar für die Schaffung eines Naherholungsgebietes östlich des Wohngebiets "Im Krippchen" bis zum Dehrner Weg ausgesprochen. Am Ende entschied sich das Gremium bei einem vorliegenden ähnlichen CDU-Antrag für den Antrag von Josef Erbach (Grüne), der feststellt, dass der Ortsbeirat gerne dazu bereit ist, dazu Gestaltungsvorschläge zu machen.

Der Ortsbeirat stellte aber auch klar, dass er die Schaffung des Naherholungsgebietes nicht als Teil der nicht gewünschten Gewerbegebietserweiterung "Nördlich der Kapellenstraße" sieht. Es wurde ein weiterer Antrag der CDU bei Enthaltung Erbachs ebenfalls einstimmig beschlossen, dass bei der Gestaltung des Naherholungsgebietes neben dem bestehenden Abschnitt hinter dem Wohngebiet "Im Krippchen" als nächster Abschnitt der ausgediente Hartplatz in Angriff genommen werden solle. Die CDU will dort "mehr Grün und mehr Multifunktion und Sport". Dafür müssten im Haushalt 2021 die entsprechenden Mittel für die Umsetzung im Jahr 2021 bereitgestellt werden.

Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) machte deutlich, dass bisher im Haushalt keine Mittel vorgesehen seien, weil erst eine Vorplanung für das 6,5 Hektar große Gelände vorliege. Außerdem gab er zum Thema Mittel für die Umgestaltung des alten Sportplatzes zu bedenken, dass dieser nicht der Stadt, sondern einem Fonds gehöre, der nicht verkaufsbereit sei. Möglich sei aber ein Grundstückstausch.

Kritik wegen

später Information

Stellvertretender Ortsvorsteher Helmut Münz (SPD) findet die Idee mit dem Naherholungsgebiet schön. Allerdings kritisierte er, dass Ortsvorsteher Arne Piecha (CDU) offenbar schon länger von der Stadt über die Planungen informiert gewesen sei, ohne die Infos an seine Ortsbeiratskollegen weiterzugeben. Zudem missfiel Münz, das ihm zu Ohren gekommen sei, dass Piecha zusammen mit dem Bürgermeisterkandidaten Stefan Laux mit dem Naherholungsgebiet im Dorf auch noch Parteiwerbung gemacht habe.

Piecha gab zu, dass er bereits seit 2018 von den Planungen gewusst habe. Da für das Projekt aber noch Flächen von der Stadt anzukaufen gewesen seien, sei er um Stillschweigen gebeten worden. Piecha stand auch dazu, dass er als CDU-Mitglied auch in den sozialen Medien Kommunalwahlkampf für seine Partei mache. Dazu habe er sich auch mit Laux auf dem alten Sportplatz getroffen (siehe Text rechts).

Bürgermeister Hahn sagte, dass die Stadt mittlerweile im Besitz von 90 Prozent der nötigen Flächen sei. Jedoch wäre es seiner Auffassung nach schlecht gewesen, schon Planungen öffentlich zu machen, ohne im Besitz des Landes zu sein. Erbach entgegnete, man hätte ja die Vorplanung dem Ortsbeirat in einer nichtöffentlichen Sitzung zur Kenntnis geben können. So habe das Projekt den faden Beigeschmack, als hätten es nur zwei bis vier Personen zusammen ausgekungelt. Hahn erwiderte, dass es nicht einfach so möglich sei, eine Sitzung nichtöffentlich abzuhalten. Außerdem stellte er klar, dass bisher eigentlich nur die Grenzen des Naherholungsgebietes festgelegt seien. Die Offheimer hätten jederzeit noch die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen.

Eine Trennung

zum Gewerbe

Erbach kann es nicht nachvollziehen, dass in der Magistratsvorlage die Schaffung des Naherholungsgebietes mit der Erweiterung des Gewerbegebietes verknüpft werde, die der Offheimer Ortsbeirat ablehne. Hahn erklärte jedoch, es wäre Sand in die Augen gestreut, wenn man sagen würde, das Naherholungsgebiet sei kein Ausgleich für die Erweiterung des wichtigen Gewerbegebietes "Nördlich der Kapellenstraße". Das Naherholungsgebiet trenne die Wohnbebauung davon.

Hahn stellte auch klar, dass die ersten Planungen bezüglich des Gewerbegebiets schon vor seiner Amtszeit als Bürgermeister gestartet worden seien und der Landankauf auch mit Stimmen der CDU erfolgt sei. Helmut Münz erinnerte, dass unter dem Offheimer CDU-Bürgermeister Martin Richard schon alles für die Erweiterung des Gewerbegebietes getan worden sei - und auf einmal wolle die CDU nun dagegen sein.

Rolf Pörzgen (CDU) stellte klar, dass die CDU nicht umgeschwenkt sei. Sie sei für ein Gewerbegebiet gewesen, aber nie für die nun noch vorgesehene Erweiterung. Christine Bräuche (CDU), ebenfalls stellvertretende Ortsvorsteherin, sagte, das Naherholungsgebiet sei toll für Offheim. Jedoch sei in früheren Diskussionen klar gesagt worden, dass dieses ein Ausgleich für alles sein solle, was an Gewerbegebiet bereits geschaffen sei. Von daher ist es für Bräunche unakzeptabel, dass in einem dem Ortsbeirat seit acht Tagen erst vorliegenden städtischen Schreiben nun von dem Naherholungsgebiet als Ausgleich für die Erweiterung des Gewerbegebietes gesprochen werde.

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