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Mehr als ein Blickfang: Mit seinen bunten Tierfiguren sorgte Zauberer Manioli für gute Stimmung unter den kleinen Besuchern.

Zauberei, Basteln, Schminken

Nicht nur Kinder hatten ihren Spaß auf Grabenstraßenfest in Limburg

Luftballons, Kuchen und viele glückliche Gesichter: Aber nicht nur für die Kinder lohnte sich der Besuch beim 4. Limburger Grabenstraßenfest am Samstag.

Volksfeststimmung in der Limburger Innenstadt: Zum vierten Mal fand am Samstag an der Schnittstelle zwischen Alt- und Neustadt das Grabenstraßenfest statt. Bei sommerlichen Wetter nutzten viele Besucher die Gelegenheit, entlang des abgesperrten Abschnitts zwischen Bahnhof- und Hospitalstraße entspannt entlang zu flanieren.

„Solche Projekte sind mir am liebsten, bei denen Beteiligte Dinge selbst in die Hand nehmen“, erklärte nach der feierlichen Eröffnung Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) mit Blick auf die Festorganisatoren Maren Menier, Iris Oppermann und Martina Karl. Im Gegensatz zum verregneten Vorjahr blieb es diesmal trocken.

„Ich freue mich jedes Mal auf das Fest“, erzählte eine junge Mutter, während Tochter Mia (5) sich an einem aufgebauten Basteltisch austobte. „Wir sind hier bereits zum dritten Mal.“ Und wie bei potenziell jeder öffentlichen Veranstaltung wird geschaut, dass alles mit rechten Dingen vonstatten geht: „Hier war gerade eine Dame von der Lebensmittelkontrolle“, erzählte der Promoter am NNP-Stand. Sie kontrollierte, ob die dort erhältlichen Limonadendosen auch tatsächlich mit einem Pfandzeichen und einer deutschen Beschriftung versehen sind. Prüfende Blicke gab es daher vermutlich auch bei den Zuckerwatte- und Kuchenständen.

„Der Erlös wird zusammen mit den Betrag aus den Losverkäufen an das Limburger Frauenhaus gespendet“, erklärte Martina Karl. Die Organisation der Tombola übernahmen wieder Haar-Atelier-Inhaberin Pia Bremser und ihr Team. „Wir haben das Frauenhaus, aber auch andere Institutionen schön öfter mit Spenden unterstützt. Unsere Kunden erwarten das auch“, erzählte die Friseurmeisterin. Die Tombola wurde blendend angenommen. Bereits zur Mittagszeit waren alle 600 der jeweils zwei Euro teuren Lose ausverkauft. „Jedes zweite Los gewinnt“, pries nebenan Kevin Heep von der Weinbar die Vorzüge der Aktion an. Als Trostpreise hatte auf der anderen Straßenseite an dem vor ihrem Blumengeschäft aufgebauten Stand Iris Oppermann mehrere Blumentöpfe mit kleinen Palmen aufgereiht. Einen weiteren Blickfang bildeten dort die Blumenkränze, die die Kinder aus frischen Herbstblumen rund um einen Draht selbst flechten konnten.

Viel Fingerspitzengefühl und Geschick bewies wenige Meter weiter Zauberer Manioli. Der gelernte Industriekaufmann und Sozialpädagoge kam eher durch Zufall zur Zauberei. Während der Abende in den Jugendhäusern begann er, Kollegen und Jugendliche mit kleinen Zaubertricks zu überraschen. Schnell entwickelte sich die Zauberei zum zweiten beruflichen Standbein. „Oft trete ich auf einer Bühne auf. Ich mag es aber auch, wie hier, einfach mal durch die Straße zu gehen und kleine Tricks zu präsentieren.“ Besonders beliebt waren die aus einem Luftballon zusammengeknoteten Tierfiguren. Als ein Vater nach dem Preis fragte, lautete die Antwort: „Das Leuchten in den Kinderaugen ist mir Lohn genug.“

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