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Viele Pendler stehen häufig im Stau. Da aber im Landkreis Limburg-Weilburg in den vergangenen Jahren immer mehr Arbeitsplätze entstanden sind, sei es vielen Pendlern möglich geworden, auf näher gelegene Arbeitsplätze zu wechseln, so die IHK Limburg.

Analyse der IHK

Pendeln ist rund um Limburg immer weniger nötig

Zahl der Beschäftigten im Landkreis wächst von 2013 bis 2019 um 11,4 Prozent.

Limburg – Für die heimischen Berufspendler ist das Rhein-Main-Gebiet noch immer das wichtigste Ziel, aber der Landkreis Limburg-Weilburg selbst hat an Bedeutung gewonnen. Das zeigt ein Vergleich der Pendlerdaten der Bundesagentur für Arbeit von 2013 und 2019 durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Limburg.

Das Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre habe dazu geführt, dass im heimischen Landkreis viele neue Arbeitsplätze entstanden sind, schreibt die IHK. Das ermögliche auch vielen Pendlern, auf näher gelegene Arbeitsplätze zu wechseln, heißt es in der Analyse. Laut Statistik der Agentur für Arbeit ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Wohnort im Landkreis in den sechs Jahren um 6728 auf 65 636 Beschäftigte gewachsen, ein Plus von 11,4 Prozent. Dies spreche dafür, dass Beschäftigte den Landkreis als Wohnort schätzen, so die IHK.

Besonders erfreulich an der Entwicklung der Pendlerzahlen sei jedoch, dass die Zahl der Beschäftigten mit Arbeitsort im Landkreis deutlich gewachsen sei. So gab es in den Jahren von 2013 bis 2019 insgesamt ein Plus von 7225 Personen, das ist eine Zunahme von 15,1 Prozent auf 54 921 Beschäftigte in der Region.

Limburg-Weilburg bleibt Auspendlerregion

Dennoch bleibe der Landkreis aufgrund der starken Sogwirkung des Rhein-Main-Gebietes eine sogenannte Auspendlerregion. Das heißt, dass über die Kreisgrenze mehr Fachkräfte aus- als einpendeln. Von den insgesamt 30 456 Auspendlern aus Limburg-Weilburg pendeln 17 218 in den Regierungsbezirk Darmstadt, zu dem das Rhein-Main-Gebiet gehört.

Für die regionale Wirtschaft ist laut IHK erfreulich, dass sich der Kreis Limburg-Weilburg als Unternehmensstandort mit seinem Arbeitsplatzangebot für Fachkräfte positiv und eigenständig entwickelt habe. "Die Chancen, in der heimischen Region nicht nur einen guten Wohnort, sondern einen Arbeitsplatz zu finden, haben durch das gewachsene Arbeitsplatzangebot der heimischen Betriebe zugenommen. Voraussetzung dafür sind gute Standortbedingungen der Kommunen", schreibt die IHK.

So sei zwar die Zahl der Auspendler aus dem Landkreis heraus um 2935 Beschäftigte gewachsen, noch stärker jedoch die Zahl der Beschäftigten mit Arbeitsort im Kreis, und zwar um 3401 Beschäftigte. Der Auspendlerüberschuss habe sich somit verringert, das heißt, die Region Limburg-Weilburg habe als Standort für Fachkräfte gewonnen. Grundlage dafür sei aus Sicht der IHK sicher auch, dass die Zahl der Betriebe mit Beschäftigten von 2013 bis 2019 um sechs Prozent auf 4792 zugenommen habe. Dabei profitiere der Landkreis Limburg-Weilburg unter anderem von seiner sehr guten Straßenanbindung. Vor allem entlang der Autobahn und den Bundesstraßen seien neue Gewerbegebiete mit vielen neuen Arbeitsplätzen entstanden.

Sechs Kommunen mit über 20 Prozent Zuwachs

Sechs Kommunen hätten sich besonders gut entwickelt und konnten die Zahl der Arbeitsplätze um mehr als 20 Prozent steigern konnten: Beselich, Brechen, Elbtal, Löhnberg, Mengerskirchen und Runkel. Bemerkenswert dabei sei, dass Mengerskirchen die Zahl seiner Arbeitsplätze um 27 Prozent steigern konnte, obwohl die Gemeinde nicht direkt an einer Bundesstraße liegt. In Brechen und Elbtal wiederum sei die Zahl der Beschäftigten, die in der Gemeinde wohnen und arbeiten, besonders stark gewachsen.

Innerhalb des Landkreises haben laut IHK das Oberlahnzentrum Weilburg und die Kreisstadt Limburg besondere Bedeutung. Denn sie hätten weiterhin als einzige Kommunen der Region einen Einpendlerüberschuss. Limburg sei mit 25 057 Arbeitsplätzen (45,6 Prozent aller Beschäftigten mit Arbeitsort im Landkreis) das Schwergewicht. Außer in Limburg und Weilburg gab es laut IHK in fast der Hälfte der anderen Kommunen im Landkreis eine erfreuliche Entwicklung: Denn überall sei der Auspendlerüberschuss reduziert worden, weil innerorts neue Arbeitsplätze entstanden seien.

An der Spitze beim Zugewinn an "beschäftigten Einwohnern" steht Limburg mit einem Plus von 1832 Beschäftigten. Danach folgen Hadamar mit 742, Bad Camberg mit 550 und Weilburg mit 502 zusätzlichen Einwohnern, die einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung mit Arbeitsort in und außerhalb der Kommune nachgehen. IHK-Hauptgeschäftsführerin Monika Sommer kommentiert die Entwicklung in der Region so: "Insgesamt hat sich der Landkreis Limburg-Weilburg in den vergangenen Jahren sowohl als Wohn- wie auch als Arbeitsplatzstandort gut entwickelt. Die Region hält im Standortwettbewerb mit anderen Regionen sehr gut mit. Damit sich diese positive Entwicklung weiter fortschreibt, gilt es vorausschauend, in der Region und in jeder Kommune die notwendigen Bedingungen dafür zu pflegen und weiterzuentwickeln." oho

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