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Die Spitzenkandidaten der Limburger SPD mit Bürgermeister Dr. Marius Hahn (Zweiter von links) und Fraktionschef Peter Rompf (Zweiter von rechts).

Limburger SPD nominiert ihre Kandidaten -

Peter Rompf steht wieder an der Spitze

Bürgermeister Hahn bittet seine Genossen um Unterstützung

Die Limburger SPD geht erneut mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Peter Rompf als Spitzenkandidaten in die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung, die am 14. März 2021 zeitgleich mit der Bürgermeisterdirektwahl stattfinden wird. Hinter dem Linterer Rompf folgen auf der 52 Kandidaten zählenden Liste Ulla Nattermann (Eschhofen), Paul-Josef Hagen, Sonja Hahn (beide Kernstadt) sowie Robert Kleinmichel, der in Eschhofen auch seinen Genossen Daniel Sprenger als Ortsvorsteher beerben soll.

Die SPD beschränkte sich bei ihrer Sitzung im Eschhöfer Bürgerhaus auf die Verabschiedung der Wahllisten für die Gesamtstadt und die Ortsbeiräte. "Die Jahreshauptversammlung mit Wahlen verschieben wir aufgrund von Corona auf einen späteren Zeitpunkt", sagte Ortsvereinsvorsitzender Rompf. Um die Listen zu verabschieden, sei aber trotz hoher Corona-Infiziertenzahlen im Kreis eine Präsenzsitzung Pflicht, bedauerte er.

Ärger über die CDU

und ihren Kandidaten

Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) stellte dort seine Leistungsbilanz der vergangenen sechs Jahre vor und bat seine Genossen um Unterstützung im Wahlkampf. Rompf zeigte sich verärgert darüber, dass die CDU und ihr Kandidat Stefan Laux sich oft an Initiativen des Bürgermeisters und der Verwaltung dranhängten und diese dann als die eigenen Ideen verkauften. Als Beispiele nannte er die finanzielle Eine-Million-Euro-Förderung der Stadt für Gutscheine zur Unterstützung des Einzelhandels sowie die Gestaltung des Naherholungsgebietes Greifenberg und des geplanten Offheimer Naherholungsgebietes.

Es wurmt Rompf beispielsweise gewaltig, dass Ortsvorsteher Arne Piecha (CDU) die städtischen Vorplanungen für das Offheimer Naherholungsgebiet zur Weitergabe an seine Ortsbeiratskollegen erhalten habe. Verwendet worden sei das Insiderwissen dann aber für einem Ortstermin mit CDU-Bürgermeisterkandidat Laux. Peter Rompf sagte: "Die Bürger sollten bei der Wahl das Original wählen und keine billige Kopie."

Worüber Rompf sich freut, ist, dass bis Listenplatz 36 zur Hälfte Frauen auf der Limburger Liste seien. Die SPD habe in Limburg mehr aktive Frauen als jede andere Partei. Zufrieden ist der Ortsvereinsvorsitzende auch, dass die Sozialdemokraten in allen Ortsteilen wieder Kandidaten für den Ortsbeirat stellen könnten, die meisten in der Kernstadt (19), in Staffel (12) und in Linter sowie Eschhofen (je 9).

Rompf sagte, dass es viele gute Gründe gebe, am 14. März Dr. Marius Hahn und die SPD zu wählen. In Limburg sei zum Vorteil der Bürger die Zweitausbausatzung für Straßensanierungen abgeschafft worden. Nach und nach würden nötige Investitionen bei städtischen Immobilien, Sportstätten sowie Feuerwehr- und Bürgerhäusern abgearbeitet. Trotz fünf Millionen Euro an Investitionen würden im neuen Haushalt 800 000 Euro an Schulden abgebaut. Hahn habe auch große Bürgernähe geschaffen.

"Richtige Mischung"

gefunden

Der Bürgermeister sagte in seiner Rede, dass es nicht einfach sei, eine Wahlliste gerecht aufzustellen und jeden Wunsch zu erfüllen. Er denkt aber, dass es der SPD gelungen sei, die richtige Mischung aus erfahrenen Leuten und jungen Kandidaten zu finden, die neue Sichtweisen in die Diskussionen einbringen könnten. Er hoffe, er könne mit einer starken SPD hinter sich in den kommenden Jahren weiterhin als Verwaltungschef die Geschicke der Stadt erfolgreich lenken. Hahn ist sich sicher: "Meine 25 Jahre Erfahrung in der Politik und in der Verwaltung haben geholfen, die Stadt sicher durch die Corona-Zeit zu lenken."

Hahn dankte auch seinem engagierten Team in der Verwaltung, dass es möglich gemacht habe, dass das Rathaus in der Corona-Zeit bisher nur wenige Tage für Bürgeranliegen habe geschlossen bleiben müssen. Er sagte, in seiner ersten Wahlperiode sei die Stadt deutlich sozialer und grüner geworden. Es seien über 2000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen worden. Jungen Familien werde beispielsweise im neuen Baugebiet in Blumenrod bezahlbarer Wohnraum geschaffen. Für wichtig hält es der Bürgermeister auch, die Grundlagen zu schaffen, dass ältere Menschen im gewohnten Umfeld bleiben könnten. Auch die Vereinsförderung bleibe wichtig, um der Jugend Betätigungsmöglichkeiten zu bieten. So habe es vor zehn Jahren für seine Forderung nach einem neuen Leichtathletikzentrum für Eschhofen noch keine Mehrheit gegeben. Mittlerweile sei es umgesetzt. Robin Klöppel

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