CDU-Wahlkampf in Limburg: Die ehemalige Oberbürgermeisterin von Frankfurt, Petra Roth, zusammen mit Christian Wendel (links) und Bürgermeister-Kandidat Stefan Laux (alle CDU) beim Spaziergang durch die Altstadt.
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CDU-Wahlkampf in Limburg: Die ehemalige Oberbürgermeisterin von Frankfurt, Petra Roth, zusammen mit Christian Wendel (links) und Bürgermeister-Kandidat Stefan Laux (alle CDU) beim Spaziergang durch die Altstadt.

Die Wahl zum Bürgermeister am 14. März

Petra Roth sieht großes Tourismuspotenzial für Limburg

  • vonRobin Klöppel
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Ehemalige Oberbürgermeisterin von Frankfurt macht Stadtrundgang mit Stefan Laux

Limburg -CDU-Kandidat Stefan Laux hat im Wahlkampf für die Limburger Bürgermeisterdirektwahl am 14. März Unterstützung von der früheren Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth erhalten. Die zeigte sich bei einem Stadtrundgang mit Laux und dem Limburger CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Christian Wendel begeistert von der heimischen Domstadt. Die aus einer Bremer Kaufmannsfamilie stammende 76-Jährige bescheinigte Limburg ein Flair wie Salzburg. Allerdings bemängelte sie auch die ihrer Meinung nach wenig einladende Pflasterung auf dem Limburger Domplatz.

Roth sagte nach den ersten Eindrücken, dass sie für Limburg ein hohes Tourismuspotenzial sehe. Die Vorsitzende des Fördervereins der Bad Hersfelder Festspiele riet, mehr überregional interessante Kulturevents in Limburg zu planen, um Stadtgäste zu einer längeren Verweildauer in der Kreisstadt zu bewegen. Das bringe Geld in die Stadt.

Roth zeigte sich auch fasziniert von der Limburger Altstadt. Es sei Aufgabe der Stadt, Hauseigentümer anzusprechen und ihnen Fördermittel für die Freilegung des Fachwerkes anzubieten, um das Gesamtbild noch stimmiger zu machen, wie sie auf dem Kornmarkt bemerkte. Nassim Schäfer, Vorsitzende des Limburger Altstadtkreises, betonte, der neue Vorstand wolle dazu beitragen, die Limburger Altstadt zu einem In-Quartier zu machen. Ohne den CityRing als Konkurrenz zu sehen, müssten sich die Akteure der Altstadt erst einmal darauf fokussieren, ihr Feld, die Altstadt, besser zu bespielen. Mittlerweile gebe es in der Altstadt mehr jüngere Geschäftsinhaber mit der Bereitschaft, etwas zu bewegen. Die WERKStadt mache es vor, wie man durch Gemeinschaftsaktionen mehr Publikum ziehen könne, so Schäfer. Limburg sei im Vergleich zu ähnlich interessanten Städten verkehrstechnisch hervorragend erreichbar, ergänzte Laux. Der Kandidat sieht in der gesamten Limburger Innenstadt ein großes Potenzial, das nur geweckt werden müsse.

Petra Roth denkt, dass Limburg auch als Wohnstadt an Attraktivität gewinnen werde. In Zeiten des Homeoffice würden viele junge Leute wieder aus dem Ballungszentrum Rhein-Main herausziehen. Es mache zudem Sinn, gezielt junge Leute als Einwohner zurückzugewinnen, die aus der Region stammten, aber zum Studieren weggezogen seien. Roth zeigte sich von Stefan Laux Ideen wie der "Machbar" begeistert. Die ehemalige Frankfurter Rathauschefin meinte, es sei immer wichtig, den Bürgern zuzuhören, daraus Ideen zu entwickeln und diese dann konsequent umzusetzen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Christopher Dietz meinte, dass in Corona-Zeiten die Innenstadt gerade nicht das gewohnte pulsierende Herz Limburgs sei. Das solle sich aber wieder ändern. Dietz ist überzeugt davon, dass sich das Gesicht der Innenstadt die kommenden Jahre wandeln werde. Diese werde wieder mehr zu einer Wohnstadt. Dietz befürchtet aber, dass weiter Geschäfte aus der City verschwinden werden. Limburg brauche darum mehr Attraktivität für Fußgänger. Menschen sollten gerne nach Limburg kommen. Dietz denkt nicht, dass weniger Verkehr und mehr Fußgängerraum in Limburg dazu führen, dass der Einzelhandel schlechtere Geschäfte mache. Er kenne das Konzept aus Augsburg, wo die Umsätze stattdessen um 30 Prozent gestiegen seien.

Der frühere CDU-Kreisgeschäftsführer Hermann Muth schlug vor, zu testen, ob die Limburg-Besucher am neuen Verwaltungssitz (früheres Mundipharma-Gelände) parken und dann mit Bussen von dort in die City gebracht werden könnten. Laux meinte, die Einzelhändler hätten Angst, dass durch eine Verkehrsreduzierung ihr Geschäft negativ beeinflusst werde. Darum sei es wichtig, die Parkplätze auf dem Marktplatz zu erhalten. Im Tal Josaphat könne ein zusätzliches Parkhaus entstehen.

Der ehemalige hessische Finanzminister Karlheinz Weimar sagte, mit Leuten mit Drive an der Spitze wie einst Josef Kohlmaier könne man viel bewegen. Stefan Laux sei ein außergewöhnlich guter Kandidat. Weimar riet ihm: "Denken sie groß, auch wenn manches am Ende etwas kleiner wird. Menschen, die etwas wollen, werden sich am Ende durchsetzen". Ex-Bürgermeister Martin Richard findet, dass in Limburg wieder weniger diskutiert und - wie zu seinen Zeiten - mehr entschieden werden müsse.

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