Kreis Limburg-Weilburg

58 Prozent für den neuen Landrat: Köberle (CDU) gewinnt die Stichwahl

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Die Wahl ist entschieden: Michael Köberle (CDU) ist neuer Landrat des Landkreises Limburg-Weilburg. Der 52-jährige Limburger erhielt bei der gestrigen Stichwahl gegen seinen Mitbewerber Jörg Sauer (SPD) knapp 58 Prozent der Stimmen.

Küsschen von Ehefrau Petra für den frischgebackenen Sieger Michael Köberle. Noch-Landrat Manfred Michel (links) und der CDU-Kreisvorsitzende Andreas Hofmeister freuen sich über den Wahlausgang. Foto: Klaus-Dieter Häring

Mit fast 13 Prozent Vorsprung im ersten Durchgang vor zwei Wochen war Michael Köberle (CDU) bereits als Favorit ins Rennen um den Landratsposten gegangen, in der gestrigen Stichwahl machte er seinen Sieg perfekt: Mit knapp 58 Prozent der Stimmen wurde der 52-jährige Limburger zum neuen Landrat des Kreises Limburg-Weilburg gewählt. Sein Mitbewerber Jörg Sauer (55, SPD) aus Löhnberg erhielt etwas mehr 42 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 34,52 Prozent. Michael Köberle tritt sein Amt als neuer Landrat am 1. Januar 2019 an.

Die ersten Auszählungsergebnisse lassen lange auf sich warten. Gegen 19 Uhr ist es endlich soweit: Dornburg 72 Prozent für Köberle, Elz folgt mit 64 Prozent. Ein Trend zunächst, aus dem aber rasch Gewissheit wird. Gegen 19.20 Uhr brandet Jubel im Dienstzimmer von Landrat Manfred Michel (CDU) auf. Hier haben sich Michael Köberle, politische Freunde und Wegbegleiter versammelt, um die Ergebnisse der Landratswahl zu verfolgen.

Nach der Landratswahl: Wird Jörg Sauer (SPD) jetzt Erster Kreisbeigeordneter?

Lange sieht es nach einem eher knappen Sieg für Köberle aus. Der schwarze Balken, den der Projektor auf die Wand wirft, scheint bei 52 Prozent wie festgefroren und bewegt sich kaum nach oben; in vielen Oberlahn-Kommunen liegt Jörg Sauer vorn. Mit Spannung wird das Ergebnis aus Köberles Heimatstadt Limburg erwartet, dann ist es endlich da: Mehr als 65 Prozent für den CDU-Mann. Dann geht es Schlag auf Schlag: Bad Camberg, Villmar und Runkel gehen klar an Michael Köberle. Drei Kommunen, in denen die SPD ansonsten stark ist. „Jetzt kann nichts mehr passieren“, ist von vielen CDUlern zu hören. Die Versammelten quittieren es mit Applaus. Dann gibt es kein Halten mehr: Händeschütteln, Umarmungen, Schulterklopfen für einen strahlenden Sieger, von dem eine Last abzufallen scheint.

„Ich bin sehr zufrieden“, sagt Köberle. „Ich wollte über 50 Prozent haben, jetzt sind es sogar knapp 58 Prozent geworden. Das ist ein gutes Ergebnis für jemanden, der bisher in der Kreispolitik nicht sehr stark in Erscheinung getreten ist.“ Seinen Erfolg führt er auf ein „super Wahlkampfteam“ und einen „sehr engagierten Wahlkampf“ in den zurückliegenden Monaten zurück. „Ich war in sämtlichen Ortsteilen des Kreises, und das ist den Menschen offenbar aufgefallen“, sagt er. Ein Engagement, das sich ausgezahlt habe. „Es waren zwar nicht alle Menschen da, aber viele haben gesehen, dass sie hätten da sein können.“ Entscheidend für den Sieg sei der persönliche Faktor gewesen. „Die Leute haben keine Partei, sondern einen Menschen gewählt, der viele Dinge umsetzen will.“

Von einem „großartigen Abend für den Kreis Limburg-Weilburg“ spricht der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Andreas Hofmeister. „Dieser Sieg geht maßgeblich auf das Konto von Michael Köberle.“ In 300 Tagen Wahlkampf sei es ihm gelungen, „viele Sympathien bei den Menschen zu sammeln“. „Vor dieser Leistung ziehe ich den Hut“, so Hofmeister. Mit Köberle als Landrat seien alle Voraussetzung gegeben, den Kreis weiter voranzubringen. Erleichtert zeigt sich Hofmeister über die Wahlbeteiligung, die „besser ist, als ich befürchtet habe“. Auch Noch-Landrat Manfred Michel (CDU) ist zufrieden mit dem Wahlausgang: „Ich bin glücklich, dass sich mein Vorschlag durchgesetzt hat“, sagt er. Mit Köberle, da ist er sicher, werde das offene Miteinander in der Kreispolitik fortgesetzt. „Wir haben den Richtigen gewählt.“

Freude auch bei CDU-Urgestein Helmut Peuser: „Wir haben einen guten Landrat.“ Köberle sei politisch erfahren und erwiesenermaßen ein „Mann des Ausgleichs.“ Landrat Michel habe einen guten Nachfolger gefunden, der den Kreis weiter nach vorne bringen werde.

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Rubriklistenbild: © Klaus-Dieter Häring

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