Wollen im September wieder den herrlichen Bischofsgarten beim Kreuzfest für alle öffnen (von links): Stephan Schnelle, Dr. Thomas Löhr, Max Prüm und Matthias Frey.
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Wollen im September wieder den herrlichen Bischofsgarten beim Kreuzfest für alle öffnen (von links): Stephan Schnelle, Dr. Thomas Löhr, Max Prüm und Matthias Frey.

Bistum

Reichlich Leben im Bischofsgarten – "Glasperlenspiel" kommt nach Limburg

  • VonRobin Klöppel
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Das Bistum Limburg feiert vom 16. bis 19. September sein Kreuzfest mit neuem Konzept. Auch das Pop-Duo „Glasperlenspiel“ ist Teil der Planung.

Limburg – Das Bistum Limburg feiert vom 16. bis 19. September sein Kreuzfest mit einem neuen Konzept. Neben vielen Gebets- und Gesprächsangeboten soll unter dem Motto "Feier das Leben!" auch ein buntes Unterhaltungsprogramm geboten werden.

Samstag beim "Tag für Familien, Jugend und Kinder" sowie Sonntag beim "Jahrmarkt der Sinne" mit viel Musik, Comedy und Mitmachaktionen. Beide Aktionen finden jeweils bei freiem Eintritt und für Gehbehinderte auch barrierefrei im 6000 Quadratmeter großen Bischofsgarten statt. Musikalischer Höhepunkt des Kreuzfestes ist der Auftritt des bundesweit populären Elektropop-Duos "Glasperlenspiel" am Donnerstag, 16. September, 20 Uhr. 600 der 1000 Karten sind bereits vergriffen. Da "Glasperlenspiel" so schnell nie wieder für diesen unschlagbaren Kartenpreis mit einem kompletten Konzert live zu hören sein wird, sollte man sich mit dem Ticketkauf beeilen, da die Restkarten sicher schnell vergriffen sein werden. Denn auch die Vorgruppe "Hanne Kah" hat in der Region viele Fans.

Bistum Limburg: Gästezahl beim Kreuzfest auf 1500 beschränkt

Am Freitag, 17. September, 19.30 Uhr, wird im Bischofsgarten dann der fernsehbekannte Mainzer Kabarettist Lars Reichow auftreten, der durchaus auch mal kritische Töne zur Kirche anschlägt. "Die Zeiten sind vorbei, wo so was nicht erwünscht war", sagt Bistums-Sprecher Stephan Schnelle. Man wolle ja nahe an den Menschen sein, ein Programm bieten, das auch junge Familien anspreche und sich jeder leisten könne. So kosten die Karten für "Glasperlenspiel" und Lars Reichow jeweils nur zwölf Euro für Erwachsene und acht Euro für Kinder und Jugendliche sowie Behinderte, im Vergleich zu den Normalpreisen dieser Künstler fast geschenkt.

"Wir sind ja kein professioneller Konzertveranstalter", sagt Schnelle. Die Künstler seien preislich entgegengekommen, doch natürlich bezahle das Bistum bei einem solch geringen Eintritt drauf. Im Frühjahr fiel die Entscheidung, dass das Fest trotz Pandemie-Zeit stattfinden solle. "Natürlich haben wir das Thema diskutiert, aber wir waren mutig", sagt Schnelle. Corona werde uns noch länger begleiten, doch das Leben müsse weiter gehen. Trotzdem betont Schnelle, dass das Bistum die für den Bischofsgarten mögliche Besucherzahl nicht ausreizen werde, sondern die Gästezahl auf 1500 beschränke. Falls diese zwischenzeitlich erreicht sein sollte, können die Gäste bis wieder Platz im Bischofsgarten ist, die anderen Programmpunkte Sonntag auf dem Domberg wahrnehmen.

Kreuzfest im Bistum Limburg: 1959 ins Leben gerufen

Negative Corona-Tests müssen beim Betreten des Bischofsgartens nicht vorgelegt werden, werden aber empfohlen. Es wird vor dem Eingang eine kostenlose Test- und zusätzlich eine Impfmöglichkeit geben. Insgesamt haben laut Schnelle 65 Personen am neuen Konzept des Kreuzfestes mitgewirkt. Der Bistums-Sprecher dankte besonders Mitorganisator Michael Guse, Geschäftsführer der Agentur "Visions & Concepts", der Caritas, der Stadt Limburg und dem Künstlerischen Leiter Matthias Frey.

Weihbischof Dr. Thomas Löhr erinnert, dass das Kreuzfest als "Fest des Bistums" bereits 1959 vom damaligen Bischof Wilhelm Kempf ins Leben gerufen worden sei. Durch die Vertreibungen seien viele neue Katholiken ins Bistum gekommen, die über solche Zusammenkünfte hätten integriert werden sollen. Das Fest habe so Löhr, schon letztes Jahr ein neues Konzept bekommen sollen. Jedoch habe man es aufgrund der Corona-Lage dann 2020 auf das Wesentliche beschränken müssen. Aber auch dieses Jahr habe das Fest auch wieder einen liturgischen und religiösen Schwerpunkt, wo die Gäste unter anderem im Dom mehrfach am Tag die Möglichkeit haben, zu Gottesdiensten und Gesprächen zusammenzukommen.

Diözesanmuseum an allen Tagen geöffnet

Beim "Jahrmarkt der Sinne" sollten die Menschen nach den Corona-Einschränkungen mal wieder fröhlich feiern können. Schnelle sagt, dass das Diözesanmuseum an allen Tagen des Festes offen sei und es auch durch den Dom spezielle Führungen für Familien und Kinder geben werde. Sonntag könnten sich die Besucher auch die Bischofswohnung ansehen. Es wird am Domberg Infostände über die Verbände geben. Außerdem wird gezeigt, was die letzten fünf Jahren im Bistum in Sachen Integration von Flüchtlingen gelaufen sei. Beim "Clean-Up Day" am Samstag wird Müll gesammelt und auf die Klimasituation aufmerksam gemacht.

Max Prüm, Geschäftsführer des Caritasverbandes für den Bezirk Limburg Limburg, sagte, dass kontrovers im Caritas-Vorstand diskutiert worden sei, ob man sich 2021 am Fest beteilige. Denn in vier Caritas-Einrichtungen habe es dramatische Ereignisse, Corona-Todesfälle gegeben. Das Motto habe dann aber überzeugt. Man müsse auch wieder den Schritt zurück ins Leben gehen. Für Sonntag haben sich unter anderem der Kabarettist und Puppenspieler Michael Hatzius angesagt, Musiker der verschiedensten Richtungen, Variete-Künstler, der sanfte Riese "Dundu", das Schloss Freudenberg mit Seinem "Parcours der Sinne" und viele mehr. Das Programm für alle Tage des Kreuzfestes finden man auf kreuzfest.bistumlimburg.de. Tickets für "Glasperlenspiel" und Lars Reichow gibt es unter www.ticket-regional.de. (Robin Klöppel)

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