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Reichlich Leben im Bischofsgarten

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Bischof Georg Bätzing segnet die Kinder nach dem Open-Air-Gottesdienst.
Bischof Georg Bätzing segnet die Kinder nach dem Open-Air-Gottesdienst. © bistum

600 Messdienerinnen und Messdiener feiern am Samstag den Minitag

Limburg -Bunte Seifenblasen fliegen durch die Luft, es riecht nach Popcorn und riesige Hüpfburgen stehen auf dem Rasen. Das sind die ersten Eindrücke, die sich den Besucherinnen und Besuchern des Minitags am Samstag bieten. Etwa 600 Messdienerinnen und Messdiener bringen an diesem Tag Leben in den sonst so ruhigen Bischofsgarten in Limburg.

„Rechts, links, rechts, links“, ertönt es beim Trocken-Ski-Rennen. Hier treten gerade zwei Gruppen gegeneinander an. Dabei ist Teamwork gefragt, denn bei dem Koordinationsspiel muss jede Mitspielerin und jeder Mitspieler auf die Bewegungsabläufe des jeweils anderen achten, um von A nach B zu kommen. Auf der gegenüberliegenden Seite sitzt Messdiener Alexander aus der Pfarrei St. Birgid in Wiesbaden. Er bekommt gerade einen Song rückwärts vorgespielt und muss erraten, um welchen Titel und Interpreten es sich handelt. Schon beim ersten Song liegt Alexander richtig, es handelt sich um „Chöre“ von Mark Forster. „Es ist aber gar nicht so einfach, wie man denkt“, sagt der Messdiener.

Viele weitere Angebote und Attraktionen lauern au den vier Rasenflächen des Bischofsgartens, darunter zum Beispiel eine Schmuckwerkstatt für Armbänder, ein Lebendkicker oder Riesenjenga. „Es macht so viel Spaß hier, vor allem die große Puppe gefällt mir“, sagt Messdienerin Fiona aus Hadamar und meint damit den Dundu, eine Großpuppe mit fast fünf Metern Höhe, die sich grazil durch den Bischofsgarten bewegt.

Je weiter man nach hinten in den Bischofsgarten geht, umso mehr riecht es nach Weihrauch. Der Ursprung liegt in der Weihrauchtastingstation. Hier stimmen die Kinder ab, welcher Weihrauchgeruch ihr Favorit ist: rheinischer, feinkörniger oder Rosenweihrauch sind nur drei von acht Proben, aus denen sie wählen können. Deutlich vorne liegt der Geruch Pontifikat. „Den kennen viele Kinder aus den Gottesdiensten in ihren Pfarreien“, erzählt Henrika Peters aus der Pfarrei Maria Himmelfahrt in Hachenburg.

An einer weiteren Station können die Kinder ihren Geschmackssinn unter Beweis stellen. Sie bekommen die Augen verbunden und probieren sich durch verschiedene Gummibärchenfarben, um dann die richtige Sorte zu erschmecken. Und auch sonst hat der Minitag einiges für den Geschmack zu bieten: Es gibt Pommes mit sieben verschiedenen Dips, Zuckerwatte, Popcorn und Slush-Eis.

Wer zwischendurch mal Ruhe braucht, findet sie in der Silent-Disco. Sie liegt versteckt zwischen Büschen und Bäumen und bietet so die perfekte Möglichkeit zum Entspannen. In gemütlichen Klappsesseln ruhen sich Messdienerinnen und Messdiener bei guter Musik aus.

Neuer Jugendpfarrer Stefan Salzmann

Am Nachmittag kam Bischof Georg Bätzing auf die Open-Air-Bühne und wurde mit Fragen gelöchert. Großen Applaus erntete er für seine Antwort auf die Frage, was er davon halte, dass Frauen keine Pfarrerinnen werden könnten: „Ich meine, es wäre gut, sie könnten Pfarrerin werden“, sagte er. Außerdem erzählte er den Kindern von seiner Leibspeise, „Reibekuchen mit Apfelmus“. Anschließend ging es weiter mit einer Stadtrallye, die die Kinder zum Dom führte. Dort hieß es dann: Rein ins Messdienergewand, denn von dort zogen alle Minis gemeinsam entlang der Nonnenmauer in den Bischofsgarten ein. Ziel war der große Open-Air-Gottesdienst und gleichzeitige Abschluss des Minitags mit Bischof Bätzing und der Kreuzreliquie.

Bei dem Gottesdienst sprach der Bischof unter anderem von der Heiligen Hildegard von Bingen, deren Gedenktag am selben Tag gefeiert wurde. Bei dem Abschlussgottesdienst wurde zudem der neue Diözesanjugendpfarrer Stefan Salzmann eingeführt. Alles in allem ließ der Minitag keine Wünsche offen. Da konnten auch die kurzen Schauer die Stimmung nicht vermiesen. og

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