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Im Sommer traf sich Bürgermeister Dr. Marius Hahn (Mitte) mit den Verantwortlichen des Projekts "Sozialer Zusammenhalt" am derzeit nicht mehr nutzbaren Jugendraum in Blumenrod.

Projekt "Sozialer Zusammenhalt"

Millionen-Investitionen für Limburg: So soll die Südstadt lebenswerter werden

  • Stefan Dickmann
    vonStefan Dickmann
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Das Bauförderprogramm der Stadt Limburg wird vom nächsten Jahr an konkret. Millionen-Investitionen bis 2030 geplant.

Limburg -Das bis zum Jahr 2030 angelegte Städtebauförderprojekt "Sozialer Zusammenhalt" mit Millionen-Investitionen von Land und Stadt soll die Limburger Südstadt für alle Generationen lebenswerter machen. Dafür sollen im nächsten Jahr 500 000 Euro zur Verfügung stehen - 290 000 Euro vom Land und 210 000 Euro von der Stadt. Die Stadtverordneten werden darüber in ihrer Sitzung am Montag, 16. November, beraten; mit einer Zustimmung ist zu rechnen. Mit der halben Million Euro sollen 2021 mehrere Einzelprojekte vorbereitet und umgesetzt werden:

Millionen-Investitionen für Limburg - Das sind die Maßnahmen:

Neuer Jugendraum: In den nächsten drei Jahren soll es eine Zwischenlösung geben, damit sich an dem Angebot interessierte Jugendliche möglichst bald treffen können; vorgesehen ist die Miete von neuen Containern (geplante Kosten 25 000 Euro). Parallel soll ein geeigneter Standort für den Neubau eines Jugendzentrums gesucht und detailliert geplant werden (110 000 Euro).

Jugendpark: Die "Im großen Rohr" bestehende Pumptrack-Anlage (besondere Montainbike-Strecke) soll ausgebaut werden (Kosten: 31 500 Euro). Möglich wären ein Bikepark, eine Baugruppe sowie ein selbstverwaltetes Jugendcafé. "Ziel ist ein Ort für und von Jugendlichen, wo sie Möglichkeiten zu Sport und Bewegung vorfinden, den sie selbst gestalten und wo sich unterschiedliche Gruppen treffen können", heißt es im Konzept, das die Stadtverordneten bereits im September beschlossen hatten.

Limburg: Nutzung des Gemeindezentrums wird geprüft

"Blumenröder Sitztreff": Diese kleine Sitzgruppe ist für die Nachbarschaft im Bereich Zeppelinstraße - Erfurter Straße - Friedrich-Ebert-Straße vorgesehen (Kosten: 30 000 Euro). "Damit kann dem mehrfachen Wunsch nach Kommunikationsräumen und Treffpunkten im öffentlichen Raum aus der Bewohnerschaft Rechnung getragen werden", heißt es im Konzept.

Gemeindezentrum Blumenrod: Es soll als "Treffpunkt Blumenrod" im Hinblick auf seine bautechnische, räumliche und energetische Zukunftstauglichkeit untersucht werden (Kosten: 30 000 Euro). Parallel soll geschaut werden, wer das Gemeindezentrum wie nutzt, um eine Bewertung der räumlichen Eignung vornehmen zu können. In einer baulichen Machbarkeitsstudie sollen schließlich mit den Nutzern und Bürgern Entwicklungsoptionen geklärt werden.

Nutzbare Sport- und Fitnessflächen in Limburg gesucht

"Generationenübergreifende Sportanlagen": Bei einer Analyse ist festgestellt worden, dass es in der Südstadt kaum "frei zugängliche öffentliche Sportflächen" gibt. Mit dem Projekt "Sozialer Zusammenhalt" soll sich das ändern, indem Standorte für frei nutzbare Sport- und Fitnessflächen gesucht und geplant werden. Dafür stehen nächstes Jahr 25 000 Euro zur Verfügung.

Spielplatzentwicklungskonzept und Spielplatzwegweiser: Auch hier gilt: Vor einer Umsetzung wird ein Konzept erarbeitet, für das nächstes Jahr 30 000 Euro eingeplant sind. Denn als Grundlage für die Entwicklung der Spielflächen in der Südstadt soll ein "übergreifendes Konzept" erarbeitet werden. Es soll als Grundlage für die Neugestaltung einzelner Spielplätze in den Folgejahren dienen. Zusätzlich soll ein "Spielplatzwegweiser" entstehen: Das könnte ein Kinder-Stadtplan werden, der das Angebot in der Südstadt zusammenfasst.

Limburg: Kosten auch für das Quartiersmanagement

Der größte Einzelposten bei den Ausgaben im nächsten Jahr sind die laufenden Projektkosten vor allem für das Quartiersmanagement, dessen Finanzierung pro Jahr mit einer Summe von 150 000 Euro zu Buche schlägt.In dem bis zum Jahr 2030 angelegten Städtebauförderprogramm könnten am Ende insgesamt knapp 15 Millionen Euro investiert werden; die Stadt müsste davon gut 6,6 Millionen Euro übernehmen. Über jede der angedachten (und bereits skizzierten) Maßnahmen befinden jeweils die Stadtverordneten.

Bleibt es bei dem bislang vorgesehenen Investitionsvolumen, sollen allein 5,3 Millionen Euro für den "öffentlichen Raum" ausgegeben werden - darunter 2,4 Millionen Euro für die Aufwertung der Grünfläche "Paradies", 1,1 Millionen Euro für "generationenübergreifende Sportanlagen" und eine Million Euro für die Erneuerung und Schaffung von Spielflächen.

Gut 5,2 Millionen Euro sind eingeplant für die "soziale Infrastruktur, Bildung, Kultur und Nachbarschaften": Allein 2,7 Millionen Euro sollen auf ein Familien- und Kulturzentrum entfallen. Mit 1,6 Millionen Euro soll das Gemeindezentrum Blumenrod aufgewertet werden, für das Jugendzentrum würden 770 000 Euro zur Verfügung gestellt werden. (Stefan Dickmann)

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