Der Neumarkt in Limburg
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Durch die Förderung aus Hessen könnte in Limburg auf dem Neumarkt eine mobile Bühne aufgebaut werden.

Mehrere Projekte

Mit Förderung des Landes: So will Limburg die Innenstadt beleben

  • Stefan Dickmann
    VonStefan Dickmann
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Die Stadt Limburg bewirbt sich um das Förderprogram „Zukunft Innenstadt“ des Landes Hessen. Damit soll die Innenstadt aufgewertet werden.

Limburg – Die Innenstädte leiden unter den Folgen der Pandemie mit geschlossenen Geschäften, Restaurants und Cafés. Das Land Hessen hat deshalb das Förderprogramm "Zukunft Innenstadt" aufgelegt, von dem auch die Stadt Limburg profitieren möchte. In einem ersten Schritt hat sie nun ihr Interesse daran bekundet.

Im Mittelpunkt steht die Neugestaltung des Schlossgartens. Gerade für die Bewohner der Innenstadt mit kleinen Wohnungen "sind öffentliche Grünflächen die einzige Möglichkeit, Licht, Luft und Sonne zu genießen", heißt es in der Bewerbung der Stadt. Aber auch durch eine mobile Bühne und mobile Getränkewagen sollen mehr Menschen in die Innenstadt gelockt werden.

Geplante Investitionen: Hier will Limburg die Förderung einsetzen

Bis Ende Juni waren am Förderprogramm interessierte Kommunen aufgefordert, dem Land geplante Projekte zur Belebung der Innenstädte vorzustellen. Gestern Abend erhielten die Limburger Stadtverordneten eine Auflistung all der Projekte, die die Stadt Limburg beim Land angemeldet hat. Ob und in welcher Höhe diese finanziell unterstützt werden, steht allerdings noch nicht fest.

Und das hat die Stadt beim Land für eine Förderung beantragt; die Summen sind die jeweils geschätzten Investitionskosten, an denen sich das Land Hessen finanziell beteiligen soll:

  • 105 000 Euro an Planungskosten für die Neugestaltung des Schlossgartens.
  • 156 000 Euro für die Umsetzung eines Bürgerweinbergs als Bestandteil dieses Schlossgartens.
  • 70 000 Euro für eine mobile Bühne, die zum Beispiel auf dem Neumarkt stehen könnte, wenn dort abends ein Konzert oder ein Theaterstück aufgeführt wird.
  • 15 000 Euro für den Ankauf von Stühlen und Bänken - auch für solche Kulturveranstaltungen.
  • 45 000 Euro für die Bepflanzung und Begrünung der Innenstadt. Damit reagiert die Stadt auf Bürgerbefragungen, die sich über zu wenig öffentliche Grünflächen und generell zu wenig "Grün" in der Innenstadt beklagt hatten.
  • 30 000 Euro für das gezielte Anmieten gewerblicher Immobilien. Dabei geht es um leerstehende Flächen, die die Stadt gerne anmieten oder sogar kaufen möchte, um diese zeitlich befristet provisorischen Einzelhandelsgeschäften oder auch heimischen Unternehmen, Vereinen oder Kulturschaffenden gegen eine geringe Miete zur Verfügung zu stellen.
  • 20 000 Euro für eine mehrjährige Pacht für mobile Getränke- und Toilettenwagen. Auch das soll die Innenstadt beleben - entweder in Form eines provisorischen Biergartens an einem festen Platz oder auch durch mobile Weinstände in der City.

Aufwertung der Grün- und Freiflächen soll Limburg zu „Kommunalpreis“ verhelfen

Das Förderprogramm ist zugleich verbunden mit einem "Kommunalpreis", mit dem das Land besondere Projekte auszeichnen möchte. Die Stadt Limburg bewirbt sich dafür mit der Neugestaltung des Schlossgartens, die insgesamt mindestens 600 000 Euro kosten wird.

Diese ist Bestandteil der Aufwertung der Grün- und Freiflächen auf dem Domplateau. In einem ersten Bauabschnitt waren der kleine Park neben dem Domfriedhof neu gestaltet worden und der historische "Lahnbalkon" neben der Michaelskapelle wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Im zweiten Bauabschnitt entsteht eine Grünfläche neben dem Kiosk und der öffentlichen Toilette, die beide ebenfalls saniert werden sollen.

Der dritte Bauabschnitt umfasst die Gestaltung des Schlossgartens mit einer 1650 Quadratmeter großen Fläche. Das Konzept sieht laut Stadt eine Dreiteilung der Fläche in einen öffentlich zugänglichen Teil als Parkanlage, eine Pachtfläche zur Förderung der Artenvielfalt und eine nichtöffentliche Fläche als Weinberg vor, um die sich ehrenamtlich interessierte Bürger kümmern sollen. Die Einteilung ergibt sich nach Angaben der Stadtverwaltung durch die topografische Beschaffenheit des Geländes, das teilweise sehr steil ist. (Stefan Dickmann)

Auch Eppstein will sich für das Programm „Zukunft Innenstadt“ bewerben.

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