Brandschutztag

Was man tun sollte, wenn die Flammen lodern

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Bei einem Brandschutztag auf dem Limburger Europaplatz hat der Kreisfeuerwehrverband den Bürgern am Samstag demonstriert und erklärt, wie sie sich im Brandfall am besten verhalten sollen.

Die Feuerwehr hat am Samstag eindringlich an die Bürger appelliert, die vorgeschriebenen Rauchmelder zu installieren, um rechtzeitig vor Feuer gewarnt zu werden. Das war die wichtigste Botschaft beim Brandschutztag, bei dem der Kreisverband von Aktiven des Stadtverbandes Limburg sowie der Kreisschornsteinfegervereinigung unterstützt wurde.

Wie Heribert Wittayer erläuterte, sollte man bei einem Brand beispielsweise nicht einfach leichtfertig Türen aufreißen. Denn wenn Staub und Rauchgase in der Luft seien und durch die offene Tür komme plötzlich wieder Sauerstoff in den Raum, dann könne es zu einer plötzlichen Explosion kommen. Wittayer berichtete auch, dass viele Bürger nicht mit der Bedienung der großen und unhandlichen Feuerlöschern zurechtkommen würden. Er empfiehlt, sogenannte Löschsprays zu kaufen, die nicht viel größer als normale Spraydosen sind und genauso funktionieren. Für kleinere Brände im Haushalt – wenn etwa eine Pfanne Feuer fange – seien die Löschsprays sehr gut. Wittayer warnte die Besucher auch davor, in heißen Sommern wie diesem Spraydosen in der prallen Sonne liegen zu lassen. Sie könnten leicht explodieren.

Die Gäste des Aktionstags durften auch einmal selbst ausprobieren, mit der Spritze ein Feuer zu löschen. Allerdings wurde auf dem Europaplatz dafür ausschließlich Wasser verwendet, da die Feuerwehr nicht mit Löschschaum den Platz versauen wollte. Wittayer erinnerte daran, dass im Haus im Flur des Fluchtweges und im Schlafzimmer immer Rauchmelder vorhanden sein sollten, damit bei einem Brand die im Haus schlafenden Menschen frühzeitig geweckt würden und fliehen könnten. Hausbesitzer seien mittlerweile in Hessen verpflichtet, Rauchmelder in jeder Wohnung zu haben. Für Leute, die schlecht hörten, gebe es, so der Brandschützer, Rauchmelder mit Vibrationsalarm, die man unter das Kopfkissen legen könne.

Der Kreisobmann der Schornsteinfeger, Volker Esch, erklärte, dass die Bürger drei Mal im Jahr den Schornstein überprüfen lassen sollten, um auf Nummer sicher zu gehen und keinen Kaminbrand zu riskieren. Es bestehe eine Kehrpflicht. Falls trotzdem mal ein Kaminbrand eintrete, werde jeweils ein Schornsteinfeger von der Feuerwehr zu solchen Einsätzen mitgenommen. Da die anwesenden Schornsteinfeger den Gästen des Brandschutztages aber kleine Schornsteinfeger als

Glücksbringer

überreichten, werden sie hoffentlich auch künftig von Bränden in ihrem Haus oder Fahrzeug verschont.

(rok)

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