Rudern

Sophia Krause ist Vizeweltmeisterin

Bei den U23-Weltmeisterschaften – den Titelkämpfen für die bis 22 Jahre alten Senioren B – im polnischen Poznan (Posen) traten in 22 Bootsklassen 332 Mannschaften und insgesamt 888 Sportler aus 55 Ländern der Erde an. Ein Mega-Event. Mit dabei waren mit den Geschwistern Sophia und Nils Krause auch zwei Athleten des Limburger Clubs für Wassersport.     Nils Krause startete im leichten Doppelvierer mit Ruderern aus Ulm, Hamburg und Kiel. In der Vorbereitung hatte das Boot zu den schnellsten des Deutschen Ruderverbandes gehört und war in der Auswertung der Strecken immer auf sehr gute Ergebnisse gekommen. Im Vorlauf schnupperte das deutsche Quartett erstmals zusammen internationale Luft und hatte zu Beginn ein paar Probleme, den international sehr hohen Anforderungen und vor allem ihren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. „Für uns war der Vorlauf ein erster Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es anders als erhofft lief, wurden wir auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und konnten danach besser agieren“, so Nils Krause. Der Limburger sah im Umweg über den Hoffnungslauf wenig Negatives, sondern eher eine weitere Chance, sich im Vierer besser zu finden. Im Hoffnungslauf selbst                            gab es für die Mannschaft kein Halten mehr. Das deutsche und das spanische Boot lieferten sich einen Kampf bis auf die Ziellinie um die begehrten A-Final-Plätze. Lediglich die frühen Führenden aus Irland – später Vizeweltmeister – hatten einen halbwegs komfortablen Vorsprung vor den beiden sich duellierenden Booten aus Spanien und Deutschland. Mit nur 0,6 Sekunden Vorsprung sicherten sich die Spanier den Platz im A-Finale. Die junge deutsche Mannschaft musste ins B-Finale. Mit sehr großem Selbstbewusstsein machte der Vierer hier gleich seine Ansprüche auf den siebten Gesamtplatz und Rang eins im B-Finale geltend. In diesem starken und dominanten Rennen zeigte der Doppelvierer was wirklich in ihm steckte und wuchs über sich hinaus. „Wir haben uns in diesem Wettkampf deutlich steigern können und sind uns bewusst, dass wir dieses Jahr gegen die ungewöhnlich starke Konkurrenz unser Bestes gegeben haben. Ich kann für mich viel mitnehmen, denn so eine Weltmeisterschaft mal mitzuerleben, ist eine sehr prägende Erfahrung“, fasste Nils Krause die Situation zusammen. Sophia Krause kam im Vorlauf des leichten Doppelzweiers gemeinsam mit Katrin Volk aus Radolfzell auf Rang drei hinter der Schweiz und Griechenland. Die beiden Frauen und ihr Trainer waren nicht ganz zufrieden und diese Unzufriedenheit lösten sie mit einem Umsetzen innerhalb des Bootes. Zum Hoffnungslauf saß Sophia Krause jetzt auf der Schlagposition, während Katrin Volk auf die Bugposition wechselte. Im Hoffnungslauf sicherten sich die beiden einen relativ sicheren Platz für das Halbfinale, auch wenn sie mit ihrer Leistung noch immer nicht ganz einverstanden waren: „Wir sind leider sehr holprig in die Weltmeisterschaft gestartet, haben es aber geschafft, uns deutlich zu steigern, aber da ist noch viel Luft nach oben“, schätze Sophia Krause die Situation ein. Lediglich die Australierinnen mussten sie ziehen lassen. Der Halbfinal-Coup Im Halbfinale starteten Sophia Krause/Katrin Volk gegen Großbritannien, die Schweiz, Spanien, Schweden und China; auf die ersten Drei wartete das A-Finale.          In einem sehr knappen Rennen, in dem sich das Feld gegenseitig wirklich nichts schenkte, vermochte sich das deutsche Boot mit der Schweiz und Großbritannien nach der Streckenhälfte bei 1000 Metern etwas abzusetzen. Es entbrannte ein Dreikampf um die beste Position im A-Finale. Diese Auseinandersetzung dauerte bis zur Ziellinie an. Großbritannien kam eine knappe Sekunde vor Deutschland ins Ziel, und der Zweier mit Sophia Krause, aufgrund eines raffinierten Endspurts, nur eine Bugnummernbreite (etwa 40 Zentimeter) vor der Schweiz. Das Ticket für das A-Finale hatten die Limburgerin und die Radolfzellerin in der Tasche. Um 12.10 Uhr ertönte auf dem Maltasee das Startsignal. Sophia Krause ruderte mit der Bahnnummer fünf nicht auf einer der beiden favorisierten Mittelbahnen, aber das hielt das deutsche Boot von nichts ab. Direkt vom Start weg fand sich die Domstädterin in Mitten des Geschehens wieder, und lediglich die Britinnen auf einer der Mittelbahnen hatten einen besseren Start erwischt. Nach etwa 900 Metern machte das italienische Boot einen massiven Schritt nach vorne und ging kurz nach der 1000-Meter-Marke an Deutschland und Großbritannien vorbei. Sophia Krause ließ sich von dieser erhöhten Geschwindigkeit von Italien mitziehen, und holte den anfänglichen Vorsprung des britischen Bootes wieder ein: „Wir haben gemerkt, wie ein Großteil des hinteren Feldes relativ früh eine gewaltige Attacke in Richtung der Britinnen gemacht hat, und waren uns bewusst, dass wir da auf jeden Fall mitmüssen.“ 1500 Meter kämpften die beiden Boote verbissen um den 2. Platz, bis dahin war Großbritannien im Vorteil. Getrieben von den aufkommenden Griechinnen, entschied sich Sophia Krause zu einem frühen Endspurt und gewann mit Katrin Volk Silber hinter Weltmeister Italien und vor Großbritannien und Griechenland. „Ich bin einfach nur überglücklich, dass unsere Taktik, erst einmal abzuwarten und im Feld mitzufahren, so gut funktioniert hat. Ich kann es noch gar nicht so richtig fassen, das wir Vizeweltmeisterinnen geworden sind“, stellte Sophia Krause sichtlich erfreut nach der Siegerehrung fest. Frank sammelt Erfahrung Ebenfalls in Posen mit dabei war vom Limburger Club für Wassersport Simon Frank. Der neue Lehrer-Trainer der Tilemannschule war nach den Deutschen Meisterschaften Ende Juni gefragt worden, ob er bereit sei, den leichten Doppelzweier der Männer zu übernehmen. Er willigte ein, und so verbrachte er ebenfalls die vier Wochen vor der Weltmeisterschaft in Ratzeburg und trainierte dort mit seinen Sportlern aus Erlangen und Frankfurt. Sein Boot schaffte es über Vorlauf und Halbfinale ins A-Finale. In einem spannenden Rennen, in dem fünf der sechs gestarteten Boote bis zur Ziellinie miteinander um die Platzierungen kämpften, kam das von Simon Frank trainierte Boot auf den Bronzerang. Für den Trainer des LCW waren die Wettkampfvorbereitung und auch die Weltmeisterschaft eine neue und sehr aufschlussreiche Erfahrung, die er ab Mitte August mitnimmt, um das Training der Junioren in Limburg zu leiten, um hier die erfolgreichen Ruderer von morgen zu formen.

Bei den U23-Weltmeisterschaften – den Titelkämpfen für die bis 22 Jahre alten Senioren B – im polnischen Poznan (Posen) traten in 22 Bootsklassen 332 Mannschaften und insgesamt 888 Sportler aus 55 Ländern der Erde an. Ein Mega-Event. Mit dabei waren mit den Geschwistern Sophia und Nils Krause auch zwei Athleten des Limburger Clubs für Wassersport.    

Nils Krause startete im leichten Doppelvierer mit Ruderern aus Ulm, Hamburg und Kiel. In der Vorbereitung hatte das Boot zu den schnellsten des Deutschen Ruderverbandes gehört und war in der Auswertung der Strecken immer auf sehr gute Ergebnisse gekommen. Im Vorlauf schnupperte das deutsche Quartett erstmals zusammen internationale Luft und hatte zu Beginn ein paar Probleme, den international sehr hohen Anforderungen und vor allem ihren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. „Für uns war der Vorlauf ein erster Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es anders als erhofft lief, wurden wir auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und konnten danach besser agieren“, so Nils Krause.

Der Limburger sah im Umweg über den Hoffnungslauf wenig Negatives, sondern eher eine weitere Chance, sich im Vierer besser zu finden. Im Hoffnungslauf selbst                            gab es für die Mannschaft kein Halten mehr. Das deutsche und das spanische Boot lieferten sich einen Kampf bis auf die Ziellinie um die begehrten A-Final-Plätze. Lediglich die frühen Führenden aus Irland – später Vizeweltmeister – hatten einen halbwegs komfortablen Vorsprung vor den beiden sich duellierenden Booten aus Spanien und Deutschland. Mit nur 0,6 Sekunden Vorsprung sicherten sich die Spanier den Platz im A-Finale. Die junge deutsche Mannschaft musste ins B-Finale. Mit sehr großem Selbstbewusstsein machte der Vierer hier gleich seine Ansprüche auf den siebten Gesamtplatz und Rang eins im B-Finale geltend. In diesem starken und dominanten Rennen zeigte der Doppelvierer was wirklich in ihm steckte und wuchs über sich hinaus. „Wir haben uns in diesem Wettkampf deutlich steigern können und sind uns bewusst, dass wir dieses Jahr gegen die ungewöhnlich starke Konkurrenz unser Bestes gegeben haben. Ich kann für mich viel mitnehmen, denn so eine Weltmeisterschaft mal mitzuerleben, ist eine sehr prägende Erfahrung“, fasste Nils Krause die Situation zusammen.

Sophia Krause kam im Vorlauf des leichten Doppelzweiers gemeinsam mit Katrin Volk aus Radolfzell auf Rang drei hinter der Schweiz und Griechenland. Die beiden Frauen und ihr Trainer waren nicht ganz zufrieden und diese Unzufriedenheit lösten sie mit einem Umsetzen innerhalb des Bootes. Zum Hoffnungslauf saß Sophia Krause jetzt auf der Schlagposition, während Katrin Volk auf die Bugposition wechselte. Im Hoffnungslauf sicherten sich die beiden einen relativ sicheren Platz für das Halbfinale, auch wenn sie mit ihrer Leistung noch immer nicht ganz einverstanden waren: „Wir sind leider sehr holprig in die Weltmeisterschaft gestartet, haben es aber geschafft, uns deutlich zu steigern, aber da ist noch viel Luft nach oben“, schätze Sophia Krause die Situation ein. Lediglich die Australierinnen mussten sie ziehen lassen.

Der Halbfinal-Coup

Im Halbfinale starteten Sophia Krause/Katrin Volk gegen Großbritannien, die Schweiz, Spanien, Schweden und China; auf die ersten Drei wartete das A-Finale.          In einem sehr knappen Rennen, in dem sich das Feld gegenseitig wirklich nichts schenkte, vermochte sich das deutsche Boot mit der Schweiz und Großbritannien nach der Streckenhälfte bei 1000 Metern etwas abzusetzen. Es entbrannte ein Dreikampf um die beste Position im A-Finale. Diese Auseinandersetzung dauerte bis zur Ziellinie an. Großbritannien kam eine knappe Sekunde vor Deutschland ins Ziel, und der Zweier mit Sophia Krause, aufgrund eines raffinierten Endspurts, nur eine Bugnummernbreite (etwa 40 Zentimeter) vor der Schweiz. Das Ticket für das A-Finale hatten die Limburgerin und die Radolfzellerin in der Tasche.

Um 12.10 Uhr ertönte auf dem Maltasee das Startsignal. Sophia Krause ruderte mit der Bahnnummer fünf nicht auf einer der beiden favorisierten Mittelbahnen, aber das hielt das deutsche Boot von nichts ab. Direkt vom Start weg fand sich die Domstädterin in Mitten des Geschehens wieder, und lediglich die Britinnen auf einer der Mittelbahnen hatten einen besseren Start erwischt. Nach etwa 900 Metern machte das italienische Boot einen massiven Schritt nach vorne und ging kurz nach der 1000-Meter-Marke an Deutschland und Großbritannien vorbei. Sophia Krause ließ sich von dieser erhöhten Geschwindigkeit von Italien mitziehen, und holte den anfänglichen Vorsprung des britischen Bootes wieder ein: „Wir haben gemerkt, wie ein Großteil des hinteren Feldes relativ früh eine gewaltige Attacke in Richtung der Britinnen gemacht hat, und waren uns bewusst, dass wir da auf jeden Fall mitmüssen.“ 1500 Meter kämpften die beiden Boote verbissen um den 2. Platz, bis dahin war Großbritannien im Vorteil. Getrieben von den aufkommenden Griechinnen, entschied sich Sophia Krause zu einem frühen Endspurt und gewann mit Katrin Volk Silber hinter Weltmeister Italien und vor Großbritannien und Griechenland. „Ich bin einfach nur überglücklich, dass unsere Taktik, erst einmal abzuwarten und im Feld mitzufahren, so gut funktioniert hat. Ich kann es noch gar nicht so richtig fassen, das wir Vizeweltmeisterinnen geworden sind“, stellte Sophia Krause sichtlich erfreut nach der Siegerehrung fest.

Frank sammelt Erfahrung

Ebenfalls in Posen mit dabei war vom Limburger Club für Wassersport Simon Frank. Der neue Lehrer-Trainer der Tilemannschule war nach den Deutschen Meisterschaften Ende Juni gefragt worden, ob er bereit sei, den leichten Doppelzweier der Männer zu übernehmen. Er willigte ein, und so verbrachte er ebenfalls die vier Wochen vor der Weltmeisterschaft in Ratzeburg und trainierte dort mit seinen Sportlern aus Erlangen und Frankfurt. Sein Boot schaffte es über Vorlauf und Halbfinale ins A-Finale. In einem spannenden Rennen, in dem fünf der sechs gestarteten Boote bis zur Ziellinie miteinander um die Platzierungen kämpften, kam das von Simon Frank trainierte Boot auf den Bronzerang. Für den Trainer des LCW waren die Wettkampfvorbereitung und auch die Weltmeisterschaft eine neue und sehr aufschlussreiche Erfahrung, die er ab Mitte August mitnimmt, um das Training der Junioren in Limburg zu leiten, um hier die erfolgreichen Ruderer von morgen zu formen.

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