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Die meisten Bürger verhalten sich in Limburg vorbildlich und tragen dort, wo es vorgeschrieben ist, einen Mund- und Nasenschutz.

Kampf gegen die Pandemie

Stadt Limburg kontrolliert regelmäßig Coronaschutzregeln

  • Stefan Dickmann
    vonStefan Dickmann
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In Limburg werden Corona-Regeln kontrolliert. Die meisten Bürger und Betriebe erfüllen Auflagen nach Angaben des Ersten Stadtrats „vorbildlich“. 

Limburg -Weil sich im Herbst immer mehr Menschen mit Corona infiziert habe, auch in Limburg, fragt sich der Fraktionssprecher der Grünen, Dr. Sebastian Schaub, ob die Abstandsregeln ebenso eingehalten werden wie das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes. Von Magistrat der Stadt Limburg wollte der Stadtverordnete nun wissen, wie oft das Ordnungsamt im dritten Quartal dieses Jahres die Einhaltung dieser Regeln kontrolliert hat und welche Ergebnisse diese Kontrollen ergeben haben.

Wie der Erste Stadtrat Michael Stanke (CDU) antwortet, finden im Rahmen der täglichen Streifengänge auch Corona-Kontrollen bis 23.30 Uhr statt, donnerstags bis samstags sogar bis 1 Uhr. Die meisten Bürger und die meisten Betriebe würden die Corona-Auflagen "vorbildlich erfüllen", betont Stanke. "Leider wird der Minderheit, die sich um nichts kümmert, eine höhere Aufmerksamkeit geschenkt", schreibt der Erste Stadtrat, der für das Ordnungsamt zuständig ist.

Corona-Regeln: 75 Betriebe in Limburg Ende Oktober kontrolliert

Trotz dieser Aussage scheint diese Minderheit aber durchaus ein Problem zu sein, denn "begegnen die Ordnungshüter Coronaleugnern oder ignoranten Personen in größeren Gruppen, kann hier nicht mit einer Doppelstreife das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, das Einhalten von Mindestabständen moniert oder die Angabe der Personalien eingefordert werden", schreibt Stanke in seiner Antwort. "Dies geht nur mit Unterstützung der Polizei, was aber auch dann stattfindet."

Ende Oktober habe das Ordnungsamt 75 Betriebe kontrolliert, und zwar vorwiegend Friseurbetriebe und Barbershops, berichtet der Erste Stadtrat. Dabei sind nach seinen Angaben zwar Verstöße festgestellt worden; wie viele genau es waren, teilt Stanke aber nicht mit. Auf Nachfrage erklärte der Sprecher der Stadt, Johannes Laubach, gestern, die Zahlen nachzuliefern. Zumindest für eine Kontrolle im September liegen aber genaue Angaben vor.

Limburg: Corona-Regeln - Häufige Kontrollen bei Friseurbetrieben

Innerhalb von fünf Tagen waren ebenfalls Friseurbetriebe und Barbershops sowie Gastronomiebetriebe in Limburg kontrolliert worden, und zwar gemeinsam mit dem Kreisgesundheitsamt und der Polizei. 94 gastronomische Betriebe sind demnach im gesamten Stadtgebiet aufgesucht worden. 17 Mal musste das Kreisgesundheitsamt Verfahren einleiten, weil es Verstöße gegen die Auflagen und Bestimmungen der Corona-Verordnung in den damals noch geöffneten Gaststätten und Restaurants gab. Fast jeder dritte kontrollierte Gastronomie-Betrieb fiel zudem negativ auf, weil die in Anspruch genommene Sondernutzungsfläche im Außenbereich nicht der genehmigten Fläche entsprach.

Das heißt: Es war eine größere Fläche beansprucht worden als erlaubt. Ein Problem, das es in Limburg schon vor der Corona-Krise gab. Aber die Stadt kontrolliert auch andere Bereiche: So unterliege der Wochenmarkt am Mittwoch und am Samstag auf dem Neumarkt schon seit dem ersten Lockdown im Frühjahr einer "ständigen Kontrolle", schreibt Stanke in seiner Antwort. Inzwischen werde auch auf Spielplätzen darauf geachtet, "dass die Eltern den Mindestabstand wahren". Auch an Bushaltestellen würden inzwischen täglich die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert. Verstöße gegen die Mund- und Nasenschutz-Pflicht würden direkt an das Gewerbeamt der Stadt sowie dem Kreisgesundheitsamt weitergeleitet.

Corona-Regeln in Limburg: Vor Verfahren gibt es eine Aufforderung

Grundsätzlich gilt laut Stanke: Vor Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens gebe es eine mündliche Aufforderung, den Mund- und Nasenschutz zu tragen und den Mindestabstand einzuhalten. "Weigert sich eine Person, leiten wir die Personalien mit einem kurzen Bericht ebenfalls an das Gesundheitsamt zur Einleitung eines Verfahrens weiter", schreibt Stanke.

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