Sportkreis

Stehende Ovationen für Hermann Klaus

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Hermann Klaus ist zurück. Nach langer schwerer Krankheit leitete der Sportkreisvorsitzende den Sportkreistag mit Souveränität und Kraft, als sei nichts gewesen.

Hermann Klaus wurde im Dietkirchener Dorfgemeinschaftshaus von den mehr als hundert Delegierten für drei Jahre wiedergewählt. Auch der Vorstand mit der 2. Vorsitzenden Hildegard Stein, dem stellvertretenden Vorsitzenden Günther Habel, Schatzmeister Dr. Christoph Wörsdörfer sowie den Beisitzern Gisela Mörsdorf und Theo Jeuck bekam keine Gegenstimme. Klaus nahm zum Abschluss stehende Ovationen entgegen, nachdem er gesagt hatte, „ich wollte wegen meiner Krankheit nicht mehr kandidieren, da ich noch nicht voll belastbar bin. Ich dachte, dass ich nicht mehr unter Ihnen sein würde.“

In seinem Rechenschaftsbericht hatte der alte und neue Sportkreisvorsitzende sowohl Gutes als auch Schlechtes zu bemerken. Klaus ärgerte das Desinteresse einiger Vereine, die nicht am Sportkreistag teilnahmen, die aber auf der anderen Seite vom Sportkreis unterstützt werden wollen. Was Hermann Klaus nicht schmeckt, ist die Vermehrung der Fitnessstudios im Landkreis sowie die sportliche Angebotspalette der Kreisvolkshochschule. „Ich schätze die Arbeit der Kreisvolkshochschule, aber sie soll sich in Sachen Sport zurückhalten“, sagte Klaus, „denn wir sind für die Vereine da.“

In Bezug auf die Sanierung und Neuerstellung von Sportstätten sei der Sportkreis gut aufgestellt. Die zukünftige Sportstättenberatung erfolge durch ihn. Bei der Würdigung der zahlreichen sportlichen Erfolge durch Athleten des Kreises erhellte sich die Miene des Sportkreisvorsitzenden. Besondere Erwähnung gebühre den Tischtennisspielern – so habe sich in Staffel eine regelrechte Talentschmiede etabliert. Großes Lob gab es für die Leichtathleten des Kreises, die weit über die Grenzen hinaus bekannt seien und mit dem Selterser Martin Rumpf einen großartigen Mentor haben.

Klaus erwähnte auch die hervorragende Bilanz der Turner, der Schützen und Rudererer und nicht zuletzt der Tänzer, die durch Gisela Mörsdorfs Engagement an die hessische Spitze herangeführt wurden. Klaus verwies auf die gute Zusammenarbeit mit den Schulen, die den Sport hervorragend unterstützen. Besonderen Dank richtete er an den Landrat, den heimischen Landtagsabgeordneten und den ehemaligen Kreistagsvoritzenden Robert Becker, die für die Belange des Sports stets offene Ohren gehabt haben.

Zuvor hatten Limburgs Bürgermeister Marius Hahn, der Präsident des Landessportbundes Rolf Müller, Jens-Uwe Münker vom Innenministerium und der ehemalige hessische Finanzminister Karlheinz Weimar Grußworte entrichtet und die Arbeit von Hermann Klaus gebührend gewürdigt.

Rolf Müller sagte, der Sport sei eine soziale Tankstelle, in der von Integration nicht nur geredet, sondern diese auch praktiziert würde. In Bezug auf Integration habe der Staat viele Fehler gemacht. Schließlich würdigte Karlheinz Weimar die Spitzenleistungen der hiesigen Sportler, die es geschafft hätten, seinen jahrzehntelangen Kreisrekord im Zehnkampf zu brechen.

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