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Ein Auto fährt bei kurzem Starkregen und Gewitter auf einer Straße.

Wetter

Unwetter überflutet Straßen und wirft Bäume um - Hessentag verschont

Trotz einer Unwetterwarnung und vorübergehend unterbrochener Veranstaltungen hat es am Dienstagabend Entwarnung für den Hessentag in Korbach (Kreis Waldeck-Frankenberg) gegeben.

Unwetter haben vor allem in Nord- und Mittelhessen am Dienstagnachmittag Schäden angerichtet. Starkregen habe Straßen und Keller überflutet, örtlich hagelte es, meldeten die Polizeistationen am Abend. Sehr große oder schwere Schäden waren zunächst aber nicht bekannt.

Trotz einer Unwetterwarnung und vorübergehend unterbrochener Veranstaltungen hat es am Abend Entwarnung für den Hessentag in Korbach (Kreis Waldeck-Frankenberg) gegeben. "Das Riesenrad dreht sich wieder", sagte Karl-Helmut Tepel, der Hessentagsbeauftragte der Korbacher Stadtverwaltung. "Die Lage hat sich wieder entspannt."

Angesichts einer Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hatten die Organisatoren am Nachmittag versucht, die Veranstaltung sturmfest zu machen. Die Stände wurden gegen Wind und Regen gesichert, Musikveranstaltungen unterbrochen. "Wir haben Schutzräume wie Kirchen und Tiefgaragen geöffnet, aber zum Glück brauchten wir sie nicht", sagte Tepel. Während im Nachbarkreis ein heftiges Gewitter tobte, zog die Gewitterzelle an Korbach vorbei. "Inzwischen füllt es sich wieder", sagte Tepel über diejenigen Besucher, die angesichts grauer Wolken zunächst das Weite gesucht hatten.

Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) berichtete am Dienstagabend über Beeinträchtigungen des Zugverkehrs. "Es muss mit Verspätungen und Zugausfällen gerechnet werden", sagte eine Sprecherin. Betroffen seien die Strecken Bad Wildungen - Kassel, Willingen - Korbach und Borken - Kassel. "Dort liegen Bäume in den Gleisen, die die Strecken versperren." Die Polizei in Nordhessen berichtet von umgestürzten Bäumen auf Straßen, es sei jedoch niemand verletzt worden.

Der Starkregen traf auch die Städte Marburg und Gießen: Dort seien Keller vollgelaufen und Straßen überflutet worden, sagte Carmen Werner, Leiterin der Feuerwehr. In Gießen hagelte es laut Polizei ebenfalls kurz. Einem Bericht des Rundfunksenders Radio FHH zufolge kam es nach Starkregen auch zu Überflutungen in Weilmünster-Laubuseschbach im Kreis Limburg-Weilburg. Im osthessischen Flieden schlug laut Polizei der Blitz in einen Dachstuhl und verursachte einen Schaden von 20 000 Euro.

Die Deutsche Bahn meldete für Hessen nur wenige Störungen durch das Unwetter. In Mittelhessen sei es zu Verspätungen wegen Ästen auf den Gleisen gekommen. Allerdings hätten die Folgen des Unwetters im Nachbarland Niedersachsen zu Verspätungen auf der Strecke Hannover Kassel geführt.

(dpa)

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