Carfreitag Limburg ICE-Gebiet
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Carfreitag Limburg ICE-Gebiet

"Ras in den Mai"

Verbot gekippt ? Autotuner siegen vor Gericht

Die

Die umstrittene und von der Stadt Limburg verbotene Autotuner-Veranstaltung "Ras in den Mai" am heutigen Donnerstagabend im ICE-Gebiet darf nun doch offiziell stattfinden. Das Verwaltungsgericht Wiesbaden hat dem Eilantrag eines Bürgers aus Herold stattgegeben, das Verbot aufzuheben. Das gab der Leiter des Limburger Ordnungsamts, Paul Müller, am späten Mittwochabend in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr im Rathaus bekannt. Das heißt, die Autofreaks dürfen sich im ICE-Gebiet treffen, um sich gegenseitig ihre Autos zu zeigen und vorzuführen.

Das Rechtsamt der Stadt empfiehlt, wegen der Kürze der Zeit gegen die Entscheidung des Gerichts keine Rechtsmittel einzulegen.

Vieles spricht dafür, dass Stadt und Polizei eine ähnliche Strategie fahren werden wie am Karfreitag. Diesen Feiertag hatten Tuner aus ganz Deutschland für einen "Carfreitag", ein Tuner-Treffen im ICE-Gebiet, genutzt. Ordnungsamt und Polizei hatten versucht, die Tuner auf ihrer Fahrt zum ICE-Gebiet zu zermürben. So gab es auf der B49 eine Geschwindigkeitsmessung; immerhin 950 Verwarnungen hätten sich dadurch ergeben, sagte Müller im Ausschuss. Außerdem habe die Polizei auf der Autobahn zwischen Idstein und Bad Camberg die Abstände zwischen den Tuner-Fahrzeugen gemessen und 500 Verstöße festgestellt. Dazu kämen etliche Verstöße gegen das Veranstaltungsverbot am Karfreitag, die noch nicht ausgewertet seien.

Das Hauptproblem aus Sicht der Stadt: "Es fehlt ein Veranstalter, mit dem wir reden können", sagte Müller. Denn dann könne man besprechen, was auf einem Tuner-Treffen geht und was nicht geht.

"Ras in den Mai" sieht der Ordnungsamtsleiter auch wegen der Verkehrslage am heutigen Donnerstag auf der A3 vor dem langen Wochende kritisch. Es wird gerade auf der A3 zwischen Köln und Frankfurt durch den Perndler- und Reiseverkehr mit sehr hohem Verkehrsaufkommen und Stau gerechnet.

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