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Volksbank Rhein-Lahn-Limburg  weiter auf Erfolgskurs

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Die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg hat gestern Abend mit 450 Gästen in Limburg ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr gefeiert. Der Vorstand rechnet weiter mit einer positiven Entwicklung.

Limburg - Solide Banker brauchen einen kühlen Kopf, erfolgreiche Vertreter der Zunft vertrauen hie und da sicher auch mal ihrem Bauchgefühl. Möglicherweise haben die Chefs der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg ja deshalb einen der besten Bauchredner Deutschlands für ihren Jahresempfang verpflichtet. . .

Kay Scheffel begeisterte die Gäste in der Stadthalle mit einer kurzweiligen Bühnenshow. Der Niedererbacher, der sich als Universalkünstler bezeichnet, brachte das Publikum als Comedian, Kabarettist, Parodist und Bauchredner und -sänger permanent zum Lachen.

Dass die Volksbank bei diesem Anlass immer ein erstklassiges Unterhaltungsprogramm bietet, hat sich wohl herumgesprochen. Jedes Jahr kommen mehr Besucher; bei der neunten Auflage waren es gestern Abend rund 450.

Sie dürfen sich auch jedes Jahr über gute Zahlen freuen. Die Vorstände Matthias Berkessel und Klaus Merz, die moderierten und über das Geschäftsjahr berichteten, wollten im „Chor der Jammerer“ nicht mitsingen, sondern stimmten starke Töne an.

Die Voba hat 2018 mit einer Bilanzsumme von 1,99 Milliarden Euro abgeschlossen. Das entspricht einer Steigerung von rund 5,7 Prozent und einem Wachstum von mehr als 100 Millionen – und das schon zum zweiten Mal in Folge. Berkessel bezifferte die Summe aller Geschäfte der Kunden bei der Voba und ihren Partnern auf insgesamt über 4,4 Milliarden Euro.

Getragen wurde der Aufschwung vom Kreditgeschäft, das um gut sieben Prozent auf 1,53 Milliarden kletterte. Aber auch die Einlagen haben sich erneut erhöht: um gut 5,5 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro – „obwohl es praktisch keine Zinsen gibt“, erläuterte Berkessel. Um Erträge zu generieren, hätten die Banker auf andere Investitionen ausweichen müssen, was sich dank guter Partner gelohnt habe. Sogar das reine Wertpapiergeschäft sei im katastrophalen Börsenjahr 2018 ordentlich gewesen.

430 „Top-Mitarbeiter“

Die entscheidende Frage, ob denn auch etwas übriggeblieben ist, beantwortete er mit einem klaren ja. Der Gewinn liege deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Volksbanken und Sparkassen, sagte Berkessel und fügte an die Bürgermeister gerichtet hinzu: „Wir werden wohl noch mehr Körperschafts- und Gewerbesteuer zahlen müssen als für 2017.“

Der Vorstand dankte neben Kunden und Partnern vor allem den 430 „top ausgebildeten und hoch motivierten“ Mitarbeitern. „Wir blicken voller Optimismus nach vorne und gehen das laufende Jahr mit aller Kraft an“, betonte Merz. Die Voba habe mit Zentren in Limburg und Diez aber auch einen guten Markt und die richtigen Produkte für alle Lebenssituationen und Lebenslagen. „Was wir nicht liefern können, braucht niemand“, sagte Merz.

Die Nachfrage nach Immobilien wird seiner Meinung weiter hoch bleiben und damit das Finanzierungsgeschäft der Bank unterstützen. Das niedrige Zinsniveau fördere diese Entwicklung. Die von vielen herbeigeredete Zinswende sei auf unbestimmte Zeit abgeblasen. Deshalb sollten Geldanleger in Produkte mit Renditechancen investieren. Die „neue Form des Sparens“ will die Volksbank in 14 Kundenveranstaltungen im kleinen Kreis vorstellen.

Laut Merz gehen die Besucherzahlen in den Zweigstellen seit Jahren deutlich zurück. Deswegen seien im Vorjahr sechs geschlossen worden, alle Mitarbeiter aber weiter an Bord. . Mit 28 Filialen sei die Voba im Geschäftsgebiet gut vertreten, erklärte er.

Parallel will die Volksbank ihr Online-Angebot weiter verbessern. Berkessel verwies auf digitale Angebote und Leistungen vom elektronischen Postfach über die VR-Banking App bis zu „Kwitt“ (damit können kleine Geldbeträge per Smartphone gesendet oder angefordert werden). Dies ändere nichts an der Grundausrichtung: „Die Wahrnehmbarkeit und die Verwurzelung in der Region ist die Basis, die wir nie aufgeben werden“, versprach er.

Über 200 000 € gespendet

Dies gelte auch für die Unterstützung der heimischen Wirtschaft sowie von Ehrenämtern und Vereinen. 2018 habe die Bank mehr als 300 Vereine und gemeinnützige Einrichtungen mit mehr als 200 000 Euro gefördert.

Sichtlich stolz berichtete Berkessel über den großen Erfolg beim „Limburger Kundenspiegel“, für den Ende 2018 über 800 Personen befragt worden sind. Unter sieben Geldinstituten ging der Branchensieg an die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg, die in allen drei Kategorien (Freundlichkeit, Beratungsqualität und Preis-Leistungs-Verhältnis) den ersten Platz belegte.

(hei)

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