Waldbrunner Torjubel nach dem 2:1 Führungstreffer.
+
Waldbrunner Torjubel nach dem 2:1 Führungstreffer.

Fußball-Gruppenliga Wiesbaden

FC Waldbrunn: Das Maß aller Dinge

  • Marion Morello
    VonMarion Morello
    schließen

In der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden ist der FC Waldbrunn nach seinem 3:1-Sieg über Weilbach nach wie vor die Übermacht.

Der FC Waldbrunn liegt nun mit drei Zählern Abstand vo Neuenhain, das sich ein 2:2 gegen Niederhöchstadt leistete. Am Punkt geschnuppert hat die SG Kirberg/Ohren/Nauheim nach dem Trainerwechsel unter der Woche beim großen SV Wiesbaden, zog aber doch mit 2:3 den Kürzeren und bleibt Tabellenschlusslicht der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden. Krass: das 0:7 des RSV Weyer bei Aufsteiger Hellas Schierstein. Weyer ist auf Rang 14 abgerutscht. Schadlos hält sich nach wie vor die Hessenliga-Reserve des SV Rot-Weiß Hadamar, die 3:3 beim SV Niedernhausen spielte. Dennoch ging es für das Kierdorf-Team einen Platz nach unten auf Rang fünf.

FUSSBALL-GRUPPENLIGA

FC Waldbrunn – Germania Weilbach 3:1 (0:0). Nicht immer gewinnt die bessere Mannschaft. Die Weilbacher ließen den Spitzenreiter vor allem in der ersten Halbzeit mit ihrer dynamischen Spielweise kaum Entfaltungsmöglichkeiten und unterbanden die Versuche der hochgelobten Waldbrunner mit guter Raumaufteilung. Ihre Konter waren brandgefährlich. In der 34. Minute donnerte Andreas Kling das Leder an die Lattenunterkante. Die Westerwälder verharrten derweil in einer hilflosen Findungsphase, erzeugten wenig Aufregendes, weil im Mittelfeld zu viele Köche den Brei verdarben. Die sofortige Gästeführung nach dem Wechsel rüttelte die Platzherren auf, und inspiriert vom überragenden „Kampfschwein“ Tobias Rösler drehten sie binnen acht Minuten mit drei sehenswerten, blitzsauberen Treffern die Partie: Der flinke Scarlatescu nahm sich ein Herz und den Ball und schob überlegt ein. Lukas Scholl düpierte seinen Gegenspieler mit einer geschickten Drehung und schlenzte überlegt zum 2:1 ein, Tobias Rösler tanzte die Abwehr aus und sorgte für das Endergebnis. Unter den zahlreichen Westerwälder Fans spürte man förmlich die Erleichterung, ob der lange erwarteten Überlegenheit gegen einen sehr starken Gegner, der jetzt seiner enormen Laufarbeit Tribut zollen musste. Torjäger Pierre Massfeller visierte aus 20 Metern die Querlatte an (76.). Der starke Tobias Keil rettete den Sieg in der 85. Minute endgültig, als er seinen großen Körper noch länger machte und einen Kopfball von der Linie kratzte. Das freute nicht nur den frisch gebackenen Vater Steffen Moritz (Glückwunsch!). Waldbrunn: Keil, Kugler, R.Scholl, Egenolf, Mehr, Rösler,L. Scholl, Oshima (45. Neuhof), Breuer (69. C. Eisenkopf), Scarlatescu (66. J. Eisenkopf), Moritz – Weilbach: Staudt, Kollmeier, Klasen, Majura, A. Schlotterer, Kalyoncu, Kling, N. Schlotterer (66. D. Massfeller), P. Massfeller, Damrau (60. Özveren), Jakobi (59. Weilbächer) – SR: Geipel (Wiesbaden) – Tore: 0:1 Pierre Massfeller (47.), 1:1 Sergiu Scarlatescu (53.), 2:1 Lukas Scholl (58.), 3:1 Tobias Rösler (61.) – Zuschauer: 220.

SV Wiesbaden – SG Kirberg/Ohren/Nauheim 3:2 (2:1). Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen hatten sich beide Mannschaften auf die Anstoßzeit 11 Uhr verständigt. Und im altehrwürdigen Helmut-Schön-Sportpark ging es trotz früher Stunde auch gleich gut los. Robin Butzbach scheiterte in der 5. Minute mit einem Distanzschuss an der Latte. Wiesbaden zeigte die etwas ausgereiftere Spielanlage und ging kurze Zeit später in Führung. Einen langen Ball aus dem Halbfeld verlängerte Almir Podhumjak und der freistehende Atakan Biskin erzielte die Führung für die Hausherren. Das Spiel wogte nun hin und her mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Sören Hergenhahn war in der 32. Minute zur Stelle und köpfte einen abgefälschten Ball in die Maschen. Die Freude bei Kirberg/Ohren/Nauheim währte nur kurz. Die Spieler aus der Landeshauptstadt hatten bei Standards stets die Lufthoheit, und so traf Almir Podhumiak per Kopf zur 2:1-Pausenführung. Eine weitere gute Chance zum Ausgleich hatte Lukas Scheu nach Vorarbeit von Nico Mantel, doch die Direktabnahme ging knapp über das gegnerische Gehäuse. Nach dem Seitenwechsel hatten sich die Hünfeldener einiges vorgenommen, aber es kam zunächst anders : Wiederum per Kopf nach einem weiten Einwurf war der SVW zur Stelle und erhöhte auf 3:1. Doch trotz der hohen Temperaturen steckte Kirberg/Ohren/Nauheim nicht auf und versuchte noch einmal alles. Volkan Subasi gelang der Anschlusstreffer, der Ausgleich lag nun in der Luft. Bei zwei aussichtsreichen Gelegenheiten scheiterten die Kirberger Angreifer denkbar knapp. Wiesbaden: Koubaa, Burkhardt, Daudi, Frenkos, Ghazali (50. Rashica), Cikotic, Asil, Gündogdu (81. Laamimachi), Biskin (64. Sarikaya), Podhumljak, Yosef – Kirberg/Ohren/Nauheim: Jähnel, Pfeiffer, Enderich, D. Butzbach, Scheu (69. Lieber), Pollak, Reusch, R. Butzbach (86. N. Hergenhahn), S. Hergenhahn (58. Yücel), Mantel, Subasi – SR: Zinngrebe (Darmstadt) – Tore: 1:0 Almir Podhumijak (7.), 1:1 Steven Pfeiffer (31.), 2:1 Almir Podhumjak (33.), 3:1 Ninos Yosef (50.), 3:2 Volkan Subasi (65.).

Hellas Schierstein – RSV Weyer 7:0. Es hört sich bei dem bekannten Endergebnis unheimlich blöde an, aber die erste halbe Stunde war durchaus ausgeglichen, und Weyer hatte sogar ernsthafte Einschussmöglichkeiten. Mit dem Führungstreffer wurde das Spiel der Einheimischen auf dem unbequemen Hartplatz immer sicherer, und so nahm das Verhängnis für den RSV seinen Lauf. Als kurz vor dem Pausenpfiff das 2:0 fiel und Mohammad Katzerooni innerhalb von 30 Sekunden wegen Meckerns die Ampelkarte kassierte, war das Spiel aber gelaufen. Noch dicker kam es im zweiten Durchgang, bevor man wieder richtig auf dem Platz stand, lag Weyer weitere zwei Treffer zurück, und Hellas-Kapitän Polat Yolver krönte seine Leistung mit seinen Treffern drei und vier. Vom RSV gibt es nichts mehr zu berichten, außer dass er noch das 7:0 von Edis Sikiric und damit die zweite Niederlage gegen einen Aufsteiger binnen einer Woche einstecken musste. „Bleibt die Hoffnung, dass die Mannschaft sich bis zum Gastspiel des SV Niedernhausen nächste Woche fängt und die beiden neuen Brasilianer vielleicht einen Schub in die andere Richtung geben können“, so der RSV-Vorsitzende Roger Barthelmes. Schierstein: Strzelecki, Münker, El Bouchtaoui, Riggio, El Funte (39. Jouini), Badal, Koukoulis, Yolver, Sikiric, Balikci, Leipner – Weyer: Hisenay, Neugebauer, Aaki, Buschmann, Bördner, Tekdas (60. Wecker), Azemi (60. Schmitt), Uran, Katzerooni, Hünerbein (50. Kolodziejczyk), Petri – SR: Wecht (Heppenheim) – Zuschauer: 100 – Tore: 1:0 El Funte (30.), 2:0 Jouini (44.), 3:0 Yolver (46.), 4:0 Yolver (47.), 5:0 Yolver (65.), 6:0 Yolver (80.), 7:0 Sikiric (82.) – Gelb-Rot: Katzerooni (45./W./Meckern).

SV Niedernhausen – SV RW Hadamar 2 3:3 (2:0). Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase hatte Hadamar die erste Möglichkeit: Jerome Zey flankte auf Moritz Steul im Strafraum, sein Schuss wurde geblockt, der Nachschuss von Amin Fahad ging über das Tor. Niedernhausen wurde stärker. Nach guter Balleroberung durch Ilias Amallah setzte dieser Törjäger Manuel Ulm mustergültig in Szene, und der Stürmer schob eiskalt zur Führung ein. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte der SVN auf 2:0, Luca D Antuono bediente Ilias Amallah, der mit einem satten Schuss Manuel Durek keine Chance ließ. Hadamar stellte in der Pause um und agierte offensiver. Einen sehenswerten Konter vollendete Jerome Zey mit einem Schuss aus 15 Metern zum Anschlusstreffer. Hadamar drängte weiter. Nach einem schönen Spielzug über Moritz Steul und Jerome Zey war es Lukas Haubrich, der mit einem Fernschuss zum 2:2 traf. Dann sogar die Führung für die Gäste: Tuskasa Kitano setzte sich clever auf der linken Seite durch, legte quer auf Jerome Zey, dessen Direktabnahme schlug unhaltbar im Gehäuse des SCN ein. Niedernhausen warf jetzt alles nach vorne. Nach einer Flanke kam Zafer Bektas unbedrängt am Fünfer zum Kopfball und nickte zum 3:3-Endstand ein. Ein letztendlich gerechtes Unentschieden; hervorzuheben war die gute Moral der Hadamarer Mannschaft. Niedernhausen: Rothenbächer, Kremer, Bektas, Klische, Beslic, Adou, Schenk, Amallah, Ulm, D Antuono (65. von Michalkowsk), Bingöl – Hadamar: Durek, Haubrich, Steinebach, Böcher, Zey, Henkes, Steul, Amin (59. Lorkowski), Kitano, Zouaoui, Lüpke – SR: Weigand (Frankfurt) – Tore: 1:0 Ulm (35.), 2:0 Amallah (45.), 2:1 Zey (47.), 2:2 Haubrich (58.), 2:3 Zey (82.), 3:3 Bektas (88.) – Zuschauer: 100.

(mor)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare