1. Startseite
  2. Region
  3. Limburg-Weilburg
  4. Limburg

Waldbrunn beherrscht die Liga

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marion Morello

Kommentare

Ging mit seinem RSV Weyer im Derby in Fussingen leer aus: Frank Wissenbach.
Ging mit seinem RSV Weyer im Derby in Fussingen leer aus: Frank Wissenbach. © Thomas Klein (Sportfoto Klein)

Der FC Waldbrunn bleibt der unbestrittene Dominator der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden. Auch das Derby gegen den RSV Weyer gewann das Moritz/Mehr-Team.

2:1 hieß es nach dem Schlusspfiff bei bester Oktoberfeststimmung in Fussingen, und der FC Waldbrunn führt die Fußball-Gruppenliga Wiesbaden mit zwei Punkten Vorsprung vor Unterliederbach an. Für Weyer war es ein kleiner Rückfall, aber längst kein Beinbruch. Das Team von Frank Wissenbach ist Elfter. Federn lassen musste auch Aufsteiger SG Kirberg/Ohren/Nauheim beim 0:1 gegen Germania Weilbach. Die Hünfeldener sind zwar Vorletzter, wahren aber Anschluss an das untere Mittelfeld. Ein erster kleiner Fleck „ziert“ die bisher weiße Weste des SV Hadamar 2, der beim SV Wiesbaden beim 2:3 die erste Saisonniederlage einstecken musste. Nichtsdestotrotz ist die Mannschaft von Torsten Kierdorf als Tabellenvierter „bei de Leut“.

FC Waldbrunn – RSV Weyer 2:1 (1:1). Das Feuerwerk zum Auftakt des Oktoberfestspiels war kaum erloschen, da sorgten die Hausherren vor der Rekordkulisse von 530 Zuschauern für ein neues – zumindest in der Anfangphase. Sergiu Scarlatescu setzte Jonas Eisenkopf wunderbar in Szene. Dessen Reise endete im Strafraum nach einem Foul. Mit dem fälligen Strafstoß scheiterte Steffen Moritz aber an Leotrim Hisenay (8.). Langsam schwamm sich Weyer frei. Yannik Hünerbeins erste Prüfung für Torwart-Neuzugang Niklas Heupel bestand dieser noch problemlos. Die Kontrahenten begegneten sich nun auf Augenhöhe. Ein Geistesblitz von Steffen Moritz brachte Waldbrunn in Führung. Als Hisenay noch die Mauer stellte, schoss der Spielertrainer die Kugel in die Maschen (22.). Glück hatte der RSV, dass Schiedsrichter Abulkadir Ova nicht wenig später erneut auf den Punkt zeigte. Die Waldbrunner hatten ein klares Foul an Lukas Scholl gesehen. Chancen gab es – mit einem leichten Plus für die Westerwälder – bis zur Pause auf beiden Seiten. Der Treffer fiel auf der der Hausherren. Hünerbeins zweite Prüfung für Heupel bestand der Keeper nicht. Der stramme Schuss aus 20 Metern landete kurz vor der Pause zum 1:1 im Netz. Die zweite Hälfte beginn mit einer dicken Chance für Scarlatescu, der nur haarscharf am Weyerer Gehäuse vorbei zielte. Derselbe Spieler war es dann, der das verdiente 2:1 durch Lukas Scholl vorbereitete (64.). Waldbrunn hätte die Führung durch Moritz ausbauen können, doch sein Schuss strich knapp am Pfosten vorbei. In der Folge begann eine Druckphase des RSV Weyer, doch Hochkaräter blieben aus, der Ausgleich deshalb auch. „Auch wenn es einige RSV-Verantwortliche nicht wahrhaben wollten, der Sieg unserer Mannschaft ist hochverdient“, meinte das Waldbrunner Urgestein Joachim Bär. Waldbrunn: Heupel, Mendel, R. Scholl (75. M. Steinhauer), Doll, Egenolf, Mehr, J. Eisenkopf (87. A. Wagner), Rösler, L. Scholl, Scarlatescu, Moritz – Weyer: Hisenay, Neugebauer, Bördner, Din, Buschmann, De Souza (75. Aaki), Kazerooni (58. Azemi), Kolodziejczyk, Hünerbein, Petri – SR: Ova (Geisenheim) – Zuschauer: 530 – Tore: 1:0 Steffen Moritz (22.), 1:1 Yannik Hünerbein (44.), 2:1 Lukas Scholl (64.).

SV Wiesbaden – SV RW Hadamar 2 3:2 (2:0). Nun hat es auch den SV Hadamar 2 erwischt. Beim heimstarken SV Wiesbaden, der noch keine Parte in der Liga im Helmut-Schön-Park verloren hat, setzte es für die Kierdorf-Elf am 8. Spieltag die erste Niederlage. Die Voraussetzungen für die Rot-Weißen waren alles andere als gut. Bedingt durch fehlende Abstellung von Akteuren aus dem Hessenliga-Kader und beruflich und verletzungsbedingte Aufstellungsprobleme musste sich der Trainer selbst auf die Auswechselbank setzen und hatte zudem noch zwei angeschlagene Spieler und den Rekonvaleszenten, Moritz Steul, in der Startelf. Die Hadamarer machten das einzig Richtige und ließen auf dem großen Rasenplatz den Ball laufen. Die beiden Treffer zum Pausenstand für den Ex-Hessenligisten fielen nach Eckball und Einwurf, bei denen die Zuordnung in der Hadamarer Hintermannschaft nicht gestimmt hatte. Die Gäste zeigten nach Wiederanpfiff eine gute Reaktion, waren nun Herr des Spiels, mussten aber mitten in ihre Bemühungen um den Anschlusstreffer das 3:0 der Gastgeber durch einen „Sonntagsschuss“ quittieren, der unhaltbar im Torwinkel einschlug. Der SVH ließ sich davon aber nicht entmutigen, schaffte durch Marc Henkes das 3:1. Die große Chance zum 3:2 vergab der „Held“ des letzten Spieltages, Jonas Lorkowski, 15 Minuten vor Schluss, indem er einen Foulelfmeter verschoss. Zwei Minuten später machte Lorkowski seinen Lapsus aber wieder wett und erzielte das zweite Hadamarer Tor. Dem hätte bei etwas mehr Schussglück sogar der Ausgleich folgen können, wenn Marcel Löbach bei einem Freistoß etwas mehr Fortune gehabt hätte. So blieb es beim Sieg des SV Wiesbaden, der seine weiße Weste in Heimspielen wahren konnte, während die Serie der Fürstenstädter ein Ende nahm. Hadamar: Steffen, Steinebach, E. Böcher Lo Guasto, Henkes, Steul, Lorkowski, Amin, Löbach, Zouaoui, Lüpke (Kierdorf, Kharoubi) – SR: Dimmer (Niddatal) – Zuschauer: 100 – Tore: 1:3 Marc Henkes (64.), 2:3 Jonas Lorkowski (77.) für Hadamar.

SG Kirberg/Ohren/Nauheim – Germania Weilbach 0:1. Zunächst war in der Anfangsphase ein ausgeglichenes Spiel zu sehen. Beide Mannschaften spielten relativ verhalten, und es dauerte einige Zeit, ehe die ersten Chancen zu verzeichnen waren. Auf Seiten von Kirberg/Ohren/Nauheim war dies durch Dustin Butzbach der Fall, der nach einer Standardsituation knapp scheiterte. Für Germania Weilbach traf Ibrahim Oezveren aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten. Nach einer guten halben Stunde zogen die Gäste das Spiel besser an sich und hatten die ein oder andere Möglichkeit, um durch Distanzschüsse zum Erfolg zu kommen. Direkt vor dem Halbzeitpfiff zeigte Schiedsrichter Keller etwas überraschend auf den Elfmeterpunkt, als ein Schuss aus kurzer Distanz einem Kirberger Abwehrspieler an Körper und Hand klatschte. Pierre Massfeller ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte sicher. Nach dem Seitenwechsel war die Heimelf bemüht, den Ausgleich zu erzielen, und Weilbach verlegte sich zunehmend auf Konter. Ab der 70. Minute war es fast ein Spiel auf das Tor des guten Gästekeepers Asmeron. Bei einer Abwehraktion von Akim Majura, der sich in einen Schuss von Christof Babatz warf, forderten die Gastgeber ebenfalls Elfmeter, doch die Pfeife blieb diesmal stumm. Kirberg/Ohren/Nauheim hatte noch zwei, drei Möglichkeiten zum Ausgleich, Weilbach hätte jedoch auch per Konter die endgültige Entscheidung herbeiführen können, so blieb es beim letztendlich glücklichen Auswärtssieg von Germania Weilbach. Kirberg/Ohren/Nauheim: Großmann, Scheu, Pollak, D. Butzbach, Scheib, Enderich, Reusch, Yücel, S. Hergenhahn, Mantel, Subasi (Pfeiffer, Babatz, Reichardt, Frenkler) – Weilbach: Asmeron, Kollmeier, Majura, Damrau, Jakobi, D. Massfeller, Kalyoncu, Müller, Kling, Özveren, P. Massfeller – Tor: 0:1 Pierre Massfeller (44.) – Zuschauer: 80.

(mor)

Auch interessant

Kommentare