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29 Roller und 24 Laufräder hat die Kreisverkehrswacht an die Vertreter von Kindertagesstätten und Grundschulen übergeben.

Bewegungskoordination von Kleinkindern

Warum Stützräder für Kinder falsch sind

29 Tretroller und 24 Laufräder hat die Kreisverkehrswacht Limburg-Weilburg in viele glückliche Kinderhände übergeben. Bei der Übergabe in den Räumen des Limburger Unternehmens Biwak Bike-Villa

29 Tretroller und 24 Laufräder hat die Kreisverkehrswacht Limburg-Weilburg in viele glückliche Kinderhände übergeben. Bei der Übergabe in den Räumen des Limburger Unternehmens Biwak Bike-Villa in der Diezer Straße hob Vorsitzender Bruno Reuscher im Beisein von Geschäftsführer Sascha Haußmann hervor, dass gerade dem Roller bei der Schulung der Bewegungskoordination von Kleinkindern eine große Bedeutung zukommt.

Zu den ersten Kindern zählten Felina Büchner, Duran Yücel, Demian Aldenhoven und Lert Banulla, die mit den neuen Laufrädern ein paar Runden drehen durften. Denn die Roller und Räder kommen Kindertagesstätten und Grundschulen im ganzen Kreisgebiet zugute.

Wie Reuscher sagte, hat die Kreisverkehrswacht seit dem Jahr 1995 bislang 667 Tretroller und 189 Laufräder bereitgestellt. Davon profitierten bislang mehr als 130 Kindergärten und Grundschulen im gesamten Landkreis. Die Einrichtungen tragen mit einem Eigenanteil rund ein Drittel der Kosten, die übrigen zwei Drittel übernimmt die gemeinnützige Kreisverkehrswacht.

Für die Schulung der Bewegungskoordination von Kindergartenkindern sei der Roller „ein wesentliches Element“, sagte Reuscher. „Er stellt als Spielgerät den nahtlosen Übergang vom Dreirad zum Kinderfahrrad her, da er relativ gefahrlos die sich entwickelnde Motorik der Kinder fördert und den Gleichgewichtssinn schult.“ Denn Fahrradfahren sei heute bei Kindern nicht mehr selbstverständlich, wie Geschäftsführer Sascha Haußmann beobachtet hat: „Es gibt sogar in Limburg neun- und zehnjährige Kinder, die nicht richtig Radfahren können.“

Allen Eltern kleinerer Kinder rät die Kreisverkehrswacht, sich möglichst schnell von Stützrädern an Kinderrädern zu trennen. Denn ein Stützrad sei mit einem Dreirad vergleichbar, sei allerdings gefährlicher. Wenn es über die Bordsteinkante fährt, verdoppelt sich der Neigungswinkel durch den kurzen Abstand des Stützrades zum Hinterrad und das Kind kann samt Fahrrad auf die Straße fallen. An einem Kinderfahrrad lasse sich der Sattel tiefer stellen, sodass das Kind beide Füße sicher abstellen kann.

Ein Kind, das bereits sicher mit dem Roller fährt, kann das „Rollern“ im Sitzen ausprobieren, allerdings nur im geschützten Bereich und auf ebener Strecke, denn es muss sich selbst mit den Füßen abstoßen und auch so wieder anhalten können. Wenn das Kind dabei immer sicherer wird, das heißt, die Füße immer länger in der Luft hält, wird es von selbst nach den Pedalen verlangen, um „richtig“ Fahrrad zu fahren – und zwar ganz allein.

Im Einzelnen gehen die Tretroller und Laufräder an folgende Einrichtungen: an St. Maximilian Niederbrechen, das „Regenbogenland“ Ennerich, vier Kindertagesstätten in Niederselters, Eisenbach, Münster und Haintchen, drei Kitas der Stadt Bad Camberg (Kita Rappelkiste, Kita Spatzennest, Kita Kinderoase) sowie die Grundschule Niederbrechen.

Die Kreisverkehrswacht verfolgt nach Reuschers Worten weiter das Ziel, moderne Roller und Laufräder möglichst vielen Kindern zur Verfügung zu stellen. Auch Einrichtungen, die bereits über Roller und Laufräder der Kreisverkehrswacht verfügen, können sich bei Bedarf Anfang kommenden Jahres bei der Kreisverkehrswacht melden. bra

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