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Das Städtebauförderprogramm "Sozialer Zusammenhalt" ist ein besonderes Programm, denn es bezieht die im Fördergebiet lebenden Menschen eng mit ein - zuletzt mit einer Online-Bürgerbeteiligung. Das Foto zeigt die Auftaktveranstaltung im September 2019, bei der ebenfalls die Wünsche und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger abgefragt wurden.

Erste Projekte in Planung

Was sich die Bürger der Limburger Südstadt wünschen

Online-Beteiligung ausgewertet: Jugendtreff, Kinderbetreuung und Parksanierung gefordert.

Limburg – Mehr Projekte für Kinder und Jugendliche, die Gestaltung und Weiterentwicklung der Frei- und Grünflächen und Verbesserungen beim Verkehr - das sind einige der Wünsche der Bürgerinnen und Bürger der Limburger Südstadt. Sie waren von Mitte Mai bis Anfang Juni dazu aufgerufen ihre Vorstellungen für ihr Quartier in einer Online-Bürgerbeteiligung einzubringen, die Teil des Städtebauförderprogramms "Sozialer Zusammenhalt" (vormals "Soziale Stadt") ist.

Der Magistrat hat sich laut Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) nun mit der Auswertung der Bürgerbeteiligung beschäftigt. 1700 Bewertungen, 178 Kommentare und 32 neue Projektvorschläge wurden eingebracht. Bewertet werden konnte das sogenannte Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept, kurz ISEK. Das ist eine Liste mit 105 Projekten, die in den kommenden zehn bis 15 Jahren in der Südstadt umgesetzt werden sollen. Über eine interaktive Karte wurden diese genau verortet und die Bürgerinnen und Bürger konnten einen Daumen hoch oder runter vergeben, einen Kommentar einreichen oder einen Vorschlag für ein weiteres Projekt machen.

Besonders viele positive Bewertungen erhielten die Kinder- und Jugendprojekte, aber auch die im Frei- und Grünraum. Demnach ist der Bedarf nach einem neuen Jugendtreff oder einem Jugendzentrum groß, denn für die Heranwachsenden fehlen passende Räume mit Außengelände. Auch die Ersteller des ISEKs, das Architektur- und Planungsbüro Rittmansperger, sieht dies als wichtigste Maßnahme für die Südstadt und konnte beim Land Hessen bereits eine Fördergeldzusage von einer Million Euro erhalten.

Verkehrskonzept wird vermisst

Die Bürgerinnen und Bürger bewerteten auch den Vorschlag zum Ausbau der Kinderbetreuung als positiv, denn in den drei Kinderbetreuungseinrichtungen der Südstadt sind die Plätze ausgeschöpft. Ebenfalls positiv aufgenommen wurde das Vorhaben, die Egenolf-Anlage neu zu gestalten, da sich die um 1900 geschaffene Anlage in einem pflege- und erneuerungsbedürftigen Zustand befindet. Ziel ist es, einen attraktiven Park zum Verweilen, Spazieren und Spielen zu schaffen. Generationsübergreifende Sportanlagen fanden bei den Bürgerinnen und Bürgern ebenfalls Anklang. Die Vision dabei ist die Schaffung von mehrfach nutzbaren Sportflächen und die Gestaltung eines offenen Begegnungsorts. Gewünscht sind dabei Plätze für freies Tennisspielen und Boule, eine festgelegte Jogging- und Walking-Meile oder ein Bolzplatz.

Bei den 32 neuen Projektvorschlägen lag der Schwerpunkt auf dem Thema Mobilität. Vermisst wird demnach ein Verkehrskonzept und es wird auf die schlechten Bedingungen für Radfahrer und Fußgänger in der Südstadt hingewiesen. Zudem wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger Verbesserungen bei den Busanbindungen.

"Viele Themen gehen wir da bereits an oder haben sie im Blick", sagt Bürgermeister Hahn und verweist auf den Masterplan Mobilität und den "Green City Plan". Verbesserungen im ÖPNV solle es über die On-Demand-Mobilität (Mobilität auf Abruf) geben, dies ist eine Verbesserung des Anrufsammeltaxis. Auch am Thema Radverkehr sei die Stadt mit einem gesamtstädtischen Radverkehrskonzept dran.

Deutlich wird in den Kommentaren aber auch, was die Bürgerinnen und Bürger nicht wollen: Eine Bebauung der Fläche des ehemaligen Bolzplatzes an der Zeppelinstraße. Vorgeschlagen wurde für die Fläche in den Planungen des ISEKs die Schaffung von integrativem und bezahlbarem Wohnraum. oho

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