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An Geschenkideen mangelt es auch in diesem Jahr nicht, sagen die Geschäftsleute und verraten aktuelle Tipps und Trends für Weihnachten. Die Kunden freut’s.

Weihnachtsgeschäft

Diese Geschenke bekommen sie noch auf den letzten Drücker

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Wer jetzt noch keine Weihnachtsgeschenke hat, muss sich sputen. An Heiligabend um 14 Uhr schließen die letzten Geschäfte. Bis dahin müssen die Präsente besorgt und hübsch verpackt sein. Kein Problem, meinen die Geschäftsleute aus Limburg und Umgebung und verraten ihre diesjährigen Verkaufsrenner.

Angenehmer Duft geht immer, sagt Nicole Wittenberg, Filialleiterin einer Parfümerie in der Werner-Senger-Straße. Wen man gut riechen kann, dem schenkt man ein Parfum, damit es mit dem Gut-Riechen so bleibt. So einfach ist das. Und falsch liegen kann man mit dieser Gabe ohnehin nicht. Denn sollte die Duftnote beim Empfänger nicht ankommen, kann der Flacon umgetauscht werden. Besonders häufig geschehe das indes nicht, sagt die Expertin. Schließlich lassen sich die Kunden beraten, weshalb man sich der olfaktorischen Wunschvorstellung annähern könne. Das Verhältnis von kaufenden Männern und Frauen sei ausgewogen, berichtet Wittenberg. Erst in den allerletzten Tagen und Stunden vor dem Fest kippt es. Dann kommen überwiegend Männer.

Immer gefragt sind Socken, Spielwaren und Sportartikel.

Dieses differenzierte Einkaufsverhalten ist im großen Warenhaus ein paar Meter weiter nicht zu beobachten. An den Kassen im Erdgeschoss schlängeln sich die Kunden, Männer, Frauen, ältere Herrschaften und Jugendliche, bepackt mit Sportartikeln, Strümpfen, Kinderbekleidung und Spielwaren. Das Geschäft brummt, bestätigt Filialgeschäftsführer Jörg Walloschek. Die Umsätze sind gut. Angst davor, dass das Internet den Absatz der stationär präsentierten Ware empfindlich anknabbert, hat er nicht. „Ja“, sagt er, „der Trend zum Onlinehandel nimmt zu“, aber sein Unternehmen mische in diesem Segment kräftig mit und biete selbst im Online-Shop an. „Für uns ist das ein zusätzlicher Service.“

Ein wenig Luxus

Für die Verkäuferin in einem Handyladen stellt sich dieses Kaufverhalten anders dar. „Es ist nicht mehr so wie früher“, sagt sie. Die Leute kommen, schauen Smartphones oder Tablets an und bestellen im Internet. Die Kunden, die ihr Geld vor Ort im Laden lassen, bleiben weg. Jedenfalls in Limburg. Ein paar Kilometer weiter in Elz nicht. Hier floriert der Handel – online und stationär. Smartphones, Tablet-Computer und große Fernseher seien die diesjährigen Renner im Weihnachtsgeschäft, sagt Willi Schäfer, Inhaber eines Elektronik-Fachgeschäfts an der Hauptstraße. Ebenfalls begehrt seien beutellose Staubsauger. Saugroboter werden dagegen weniger nachgefragt. Die Leistung stimmt noch nicht, meint der Fachmann. Praktische Geschenke rangieren ohnehin nicht auf den Spitzenplätze der Einkaufslisten. „

Ein wenig Luxus darf’s sein“, sagt Dirk Vohl von einem großen Juwelier an der Bahnhofstraße. Besonders begehrt in diesem Jahr: Schmuckstücke in Rot-, Weiß- oder Gelbgold der in der eigenen Werkstatt gefertigten Glücks-Kollektion.

Wenn es ein bisschen süßer darf, helfen Elke Peer (links) und ihr Confiserie-Team weiter. Besonders beliebt sind Kakao-Trüffel.

Auch kulinarisch darf’s ein bisschen üppiger sein, wie Elke Peel von einem Süßwarengeschäft in der Innenstadt erzählt. Hübsch verpackte „Kakao-Trüffel sind ein beliebtes Weihnachtsgeschenk“, gefolgt von süßen Präsentkörben oder individuell zusammengestellten Naschereien. Wer gesündere oder wenigstens nahrhaftere Lebensmittel schenken möchte, kann noch rasch zu einem Restaurantgutschein greifen, berichtet die Servicekraft einer Gaststätte nahe der Stadthalle. Hirschmedaillons mit Semmelknödel und Rotkohl oder Seezunge nach nordischer Art können so portionsweise verschenkt werden.

Nicht alle Gutscheine gehen

Ebenfalls als Gutschein unter dem Christbaum liegen könnte die Teilnahme an einem Sportprogramm oder die Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Angeboten würde das, aber verschenkt „eher nicht“, sagt ein Mitarbeiter. Nicht überall sind Gutscheine so willkommen wie etwa im Schönheitsbereich, sagt Alexander Maurer, dessen Freundin einen Beauty-Salon betreibt. Wimpernverlängerung, Permanent Make-Up, Pediküre oder ein paar Stunden auf der Sonnenbank, „das kommt auf jeden Fall gut an“. Insbesondere dann, wenn man der Sonne nicht direkt begegnen kann, etwa durch eine Urlaubsreise. Aber auch die wird gern unter den Christbaum gelegt, berichtet Liane Stock, Inhaberin eines Reisebüros in der Sackgasse. Die Nachfrage nach Städtereisen oder Wellnesswochenenden in der Region steige seit Jahren, betont sie. Die Kunden wünschten Beratung. Deshalb kämen sie lieber ins Reisebüro als online zu buchen. „Wir sind mit dem Weihnachtsgeschäft sehr zufrieden.“

Das ist auch Buchhändlerin Monja Schaefer, die ein Geschäft an der Bahnhofsstraße und ein weiteres in Diez betreibt. Die vorweihnachtlichen Umsätze liegen „weit über den Erwartungen“, sagt sie. Titel wie „Alle außer mir“ von Francesca Melandri, Kent Nerburns Roadmovie-Roman „Nicht Wolf, nicht Hund“ oder das Jugendbuch „Die Wahrheit der Dinge die einfach passieren“ sind stark gefragt und auch noch auf den letzten Drücker zu haben.

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