Johanniter und THW unterwegs zum Einsatzort. Aus zwölf Landkreisen wurde der Hilfstransport gebildet, der sich vom Limburger Marktplatz aus auf den Weg ins Katastrophengebiet machte.
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Auf dem Marktplatz in Limburg koordiniert unter anderem die Feuerwehr die Einsätze nach NRW und Rheinland-Pfalz.

Unwetter in NRW und Rheinland-Pfalz

„Das Schlimmste, was Sie sich vorstellen können“ – Feuerwehr berichtet von Krisengebiet

  • VonKlaus-Dieter Häring
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Die ersten Helfer aus den Krisengebieten in NRW und Rheinland-Pfalz kehren nach Limburg zurück. Feuerwehrleute erzählen von schrecklichen Zuständen.

Limburg-Weilburg – Auch am Wochenende sind zahlreiche Hilfsorganisationen von Limburg aus in die Hochwassergebiete in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gestartet. Gleichzeitig sind auch schon zahlreiche Helferinnen und Helfer wieder zurück. Wie Kreisbrandinspektor Georg Hauch gestern berichtete, seien die Löschzüge und auch die Wasserrettung in den Landkreis Limburg-Weilburg zurückgekehrt. "Die Einsatzbefehle wurden zurückgenommen, es gibt keine Einsätze mehr", sagte er.

Dafür sind aber das Deutsche Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter und auch das Technische Hilfswerk am Samstagmittag in großer Formation in Richtung Einsatzstellen aufgebrochen. Unter der Führung von Georg Hauch war der Limburger Marktplatz Bereitstellungsraum für die Organisationen aus dem Landkreis Kassel, Kassel Stadt, Schwalm-Eder, Werra-Meißner, Gießen, Marburg, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg, Stadt Frankfurt, Darmstadt, Main-Kinzig und Offenbach. Von dort ging mit über 50 Fahrzeugen und fast 100 Einsatzkräften in Richtung Nürburgring in der Eifel.

„Ganz andere Hausnummer“ – Feuerwehrmann aus Limburg über Situation in NRW

An der Sammelstelle Marktplatz wurden auch die ersten Rückkehrer angetroffen, die von unvorstellbaren Zuständen in den Krisengebieten in den Nachbar-Bundesländern erzählen. "Stellen sie sich das Schlimmste vor, dass sie sich vorstellen können, und packen sie noch einiges drauf", berichtete einer der Feuerwehrmänner. Anders als beim Hochwasser in Dresden habe es sich bei Eintreffen des Löschzuges noch um eine Akutphase gehandelt haben. "Das war eine ganz andere Hausnummer."

Der Löschzug war unter anderem in einem 2000-Seelendorf im Einsatz, "wo selbst nach Tagen noch eine lebensbedrohliche Situation bestand". Überall soll es nach Gas und Diesel gerochen haben. Autos hingen in Bäumen. "Was wir machen konnten, war den Gefahrenbereich absperren und sichern sowie nach Menschen suchen", berichtete der Feuerwehrmann.

Feuerwehr, Organisationen und Nachbarn aus Limburg helfen nach NRW-Unwetter

Während Löschzug und Wasserrettung zurück und die anderen Hilfsorganisationen seit Samstag am Einsatzort sind, wurde gestern ein weiterer Zug gebildet. Am Sonntagmittag startete ein Betreuungszug des DRK Limburg und der Malteser. In diesem Fall geht es für die 30 Einsatzkräfte darum, die Betreuung der Helferinnen und Helfer mit Zelten und Infrastruktur zu übernehmen.

Auch die Nachbarn haben Kräfte geschickt. Über 100 Helfer aus dem Rhein-Lahn-Kreis waren und sind im Einsatz. (Klaus-Dieter Häring)

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