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Zum zweiten Mal wird der Limburger Dom zur Leinwand für Lichtkunst

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Das zweite Limburger Lichtfestival am Dom war am Wochenende die perfekte Ergänzung zum Christkindlmarkt in der Innenstadt. Viele Gäste der Stadt pendelten zu Fuß zwischen beiden Orten hin und her und sorgten nebenbei auch in den Altstadtkneipen für guten Umsatz.

Dass das Konzept der Stadt Limburg zum Lichtfestival aufging, war schon daran zu erkennen, dass am frühen Abend keine Parkplätze auf den öffentlichen Parkflächen rund um die Altstadt mehr zu ergattern waren. Aber auch vom Fußweg aus Richtung Schleusenweg über die alte Lahnbrücke konnte man schon Teile des Spektakels sehen, als auf der Domfassade ein Countdown auf Null herunterzählte. Der britische Künstler Peter Walker aus Limburgs Partnerstadt Lichfield und sein Team von Luxmuralis hatten sich wieder alle Mühe gegeben, durch eine komplett neue Inszenierung über 15 Minuten das Publikum in ihren Bann zu ziehen.

Insgesamt zwölf Mal lief die Show am Freitag- und am Samstagabend auf dem stets stark bevölkerten Domplatz. Viele holten ihre Smartphones raus, um ein paar Sekunden des Lichtspektakels festzuhalten. Zum Glück blieb es zum Start der Aktion im Gegensatz zum Nachmittag trocken, so dass es eingemummelt in dicken Klamotten Spaß machte, am Domplatz zu verharren und einfach still die Effekte im Dunkeln zu genießen. 

Engel, Sterne und Maria

Schriften bahnten sich ihren Weg über die Fassade. Zahnräder, Engel, Sterne und Mutter Maria tauchten plötzlich auf der Domfassade auf und verschwanden genauso schnell wieder. Walker spielte gekonnt mit Lichteffekten in den verschiedensten Farben und hatte das Ganze natürlich mit passender Musik unterlegt. Auf der Fassade gab es natürlich auch den Wunsch „Frohe Weihnachten!“

Ohne Sponsoren wäre eine solch aufwendige Show sicher nicht möglich, und natürlich haben ihre Förderer Dank verdient. Ob es allerdings passend war, am Filmende Firmenwerbung auf der Domfassade zu zeigen und damit das Gotteshaus zum Ort des Kommerzes zu machen, darüber kann man freilich geteilter Meinung sein. Vielleicht gibt es dafür künftig passendere Flächen, wenn der Wunsch der Organisatoren wahr wird und das Festival künftig auf mehrere Limburger Gebäude ausgedehnt werden kann.

Dass das Festival an sich eine wunderschöne Sache ist, darüber waren sich alle Gäste einig. Denn so gut wie alle blieben bis zum Ende der Filmsequenzen fasziniert stehen und spendeten Peter und seiner Frau Kathryn Walker sowie ihrem Kollegen David Harper am Ende den verdienten Applaus. Denn die Inszenierung wirkte von Anfang bis Ende stimmig. 

„Neues Format geschaffen“

Viele Besucher blieben für länger als eine Show auf dem Domplatz stehen, stärkten sich mit Essen und heißen Getränken und tauschten sich über ihre Eindrücke aus. Die Stadt Limburg war auf Nummer sicher gegangen und hatte bei vorher unklaren Wetterverhältnissen die sechs Projektoren regen- und windsicher aufgebaut.

Bei der Eröffnung sagte Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) den Sponsoren Dank, ohne die ein Lichtfestival mit diesem Umfang und Aufwand in der heimischen Domstadt nicht zu realisieren gewesen wäre. Hahn ließ keinen Zweifel daran, dass er ein hohes Interesse daran hat, dass das Lichtfestival zu einer Dauereinrichtung als Höhepunkt im Limburger Veranstaltungskalender wird. „Wir haben hier ein neues Format geschaffen, das super angenommen wird“, erklärte Hahn.

Vor zweieinhalb Jahren sei er bei einer Ausstellung in den Limburger Kunstsammlungen mit dem britischen Künstler Peter Walker ins Gespräch gekommen, so der Bürgermeister. Dabei sei die Idee zum Lichtfestival entstanden. Vergangenes Jahr hatte es dann die erfolgreiche Premiere gegeben.

WERKStadt-Inhaber Marcel Kremer betonte, er unterstütze die Aktion gerne finanziell, als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Weitere Sponsoren waren die Dr.-Fischer-Gruppe, die MNT-Gruppe, die Kreissparkasse Limburg, die EVL, „Design 112“ und die Firma Moba.

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