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Großer Ermittlungserfolg für die Polizei in Hessen. Es wurde eine Schmugglerbande in Limburg festgenommen.

Erfolg für die Polizei 

Spektakulärer Drogenfund in Limburg: Polizei jagt jetzt bundesweit Schmuggler

Der spektakuläre Drogenfund auf der Raststätte Limburg-Nord sorgt nun bundesweit für Aufsehen. Es könnten weitere Schmuggler auffliegen.

  • Spektakulärer Drogenfund im Kreis Limburg-Weilburg in Hessen
  • Polizei stellt 26 Kilogramm Kokain auf der Raststätte Limburg-Nord sicher
  • zwölf Verdächtige wurden festgenommen
  • Fall zieht bundesweit Kreise


Update vom Mittwoch, 04.09.2019, 10.43 Uhr: Der große Fahndungserfolg der Polizei Westhessen in Limburg zieht nun bundesweit große Kreise. Die Polizei ermittelt nun im gesamten Bundesgebiet weiter. Aktuell sind elf Verdächtige festgenommen. 

Update vom Dienstag, 03.09.2019, 18.45 Uhr: Die Polizei hat weitere Details zu der Schmugglerbande, der ihr in Limburg an der Autobahn ins Netz gegangen ist, bekannt gegeben. Die verdächtigen Männer im Alter von 22 bis 66 Jahren haben bereits in mehreren Bundesländern mit Drogen gehandelt. Die mutmaßlichen Täter sitzen derzeit in Untersuchungshaft. 

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Erstmeldung vom Montag, 02.09.2019, 19.21 Uhr: Limburg – Genau ein Jahr lang haben Ermittler der Polizeidirektion Limburg-Weilburg Mitglieder einer Drogenbande observiert - und jetzt an der Autobahnraststätte Limburg-Nord zugeschlagen. Sie hatten einen guten Riecher: In drei auf dem Gelände abgestellten Lastwagen aus dem Iran entdeckten sie bis gestern 26 Kilo Rohopium. Zwölf Iraner sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.

Limburg-Nord: Fahrzeuge an Autobahnraststätte werden gründlich untersucht

Wegen der laufenden Ermittlungen und Folgemaßnahmen gibt es bislang noch keine Mitteilung von Polizei und/oder Staatsanwaltschaft zu diesem spektakulären Fahndungserfolg der kleinen Dienststelle. Der Sprecher der Limburger Staatsanwaltschaft, Joachim Herrchen, bestätigte den Vorgang gestern Abend auf Anfrage unserer Zeitung.

Schmugglerbande in Limburg festgenommen

Die Lastwagen sind demnach bereits am vergangenen Mittwoch beobachtet, kontrolliert und schließlich beschlagnahmt worden. Die Fahrzeuge werden seitdem von vorne bis hinten auseinandergenommen. Gestern fanden Spezialisten Rauschgift in der Federung eines Lkw. Die Täter hatten die Zylinder ausgebaut, das Rauschgift eingefüllt und das Gerät wieder verschlossen.

Kurios: An Ampel eingeschlafen, dann mit Drogen erwischt worden

Ein Batzen Rohopium steckte in Kuchenform in einem der nagelneuen Reifen.

Der Drogenfund in Limburg-Nord an der Autobahnrastätte zieht Kreise

Die Ermittler halten es für möglich, noch mehr Verstecke ausfindig zu machen. Die bislang sichergestellte Menge von 26 Kilogramm könnte sich also erhöhen.

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Die drei im Iran lebenden Fahrer sind auf der Autobahnraststätte festgenommen worden; sechs vermeintliche Bandenmitglieder unmittelbar danach und am Donnerstag in ihren Wohnungen: drei in Elz, einer in Elbtal (jeweils Landkreis Limburg-Weilburg) und zwei in Wiesbaden. Für alle neun hat ein Haftrichter am Amtsgericht in Limburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft angeordnet. Sie sitzen über ganz Hessen verteilt hinter Gittern.

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Dabei ist es nicht geblieben, der Fall zieht nun bundesweit Kreise. Bis gestern sind drei weitere dringend Tatverdächtige in Nordrhein-Westfalen und Bayern inhaftiert worden. Die Dealer sollen den Stoff unter anderem in Flüchtlingsunterkünften verkauft haben.

Limburg-Nord: Vier der sechs Mitglieder abgelehnte Asylbewerber

Die Iraner sind zwischen 22 und 49 Jahre alt; die älteren sind die Fahrer. Vier der sechs Mitglieder der hessischen Bande sind nach Informationen dieser Zeitung abgelehnte Asylbewerber. Ein anderer hat eine Aufenthaltsgestattung - und den sechsten Mann gibt es eigentlich gar nicht. Jedenfalls nicht unter dem von ihm angegebenen Namen.

Abgelehnte Asylbewerber werden in den Iran nur dann abgeschoben, wenn sie selbst damit einverstanden sind. Das hat das für die Verfahren in Hessen zuständige Regierungspräsidium Gießen auf Anfrage mitgeteilt.

Die Polizei in Frankfurt hat im Sinai-Park einen Jugendlichen beobachtet, der zwei "Kunden" mit Haschisch versorgte*. Sie nahmen ihn fest. Der Zoll in Frankfurt spürte nicht nur säckeweise Drogen auf*, sondern eine unfassbar hohe Menge Bargeld in einer Küchenzeile.

*fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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