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Wie sich das Außengelände auf dem Areal des Domplateaus in Limburg präsentieren könnte, zeigt diese Darstellung. Deutlich zu sehen sind dabei die Kleintrampoline. Auf der rechten Seite ist das künftige Besucherzentrum schon einmal angedeutet, dessen Planungen sind nun aber noch nicht Gegenstand des Verfahrens.

Neue Ausblicke auf den Dom

Aufwertung des Domgeländes: Stadt stellt weitere Pläne vor 

In Limburg hat die Stadt die weiteren Pläne für die Aufwertung des Geländes vor dem Dom vorgestellt. Insbesondere zwei Dinge stehen im Mittelpunkt.

Limburg - Die Aufwertung des Geländes vor dem Dom wird fortgesetzt. Der Kiosk und die öffentlichen Toiletten sollen erneuert und ein kleines Besucherzentrum für Dombesucher entstehen. Mit einer Fertigstellung wird im ersten Halbjahr 2021 gerechnet.

Im September präsentierte die Stadt den ersten Teil der Verschönerung und der Aufwertung des Domplateaus, also des Geländes vor dem Dom. In einem halben Jahr Bauzeit hatten der alte Domfriedhof und der Bereich an der Michaeliskapelle einen parkähnlichen Charakter bekommen, und auch der sogenannte Lahnbalkon wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Jetzt stellt die Stadt die weiteren Pläne für das Domplateau vor, in dessen Mittelpunkt die Erneuerung des Kiosks und der öffentlichen Toilettenanlage stehen. Außerdem soll ein kleines Zentrum für Dombesucher gebaut werden.

Limburg: Stadt berät über Außenanlage vor dem Dom

Der Ortsbeirat wird in seiner Sitzung am Dienstag, 26. November, 19 Uhr, im Sitzungssaal des Rathauses, zunächst einmal nur über die Gestaltung der Außenanlage des zweiten Bauabschnitts beraten. Über den Umbau des Kiosks sowie den Neubau von Toilettenanlage und Besucherzentrum wurde bereits eine grundsätzliche Einigung erzielt. Wie die Stadt mitteilt, befindet sich das Areal, das neu gestaltet werden soll, entlang der Domstraße und wird auf der Rückseite von den langen Treppen begrenzt, die mit ihrem abschließenden Fußweg auf der Domstraße münden.

"Wichtiges Ziel des zweiten Bauabschnitts ist der weitestgehende Erhalt des Baumbestands", sagt Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD). Nach den Plänen müsse gleichwohl ein Baum im Eingangsbereich zwischen Kiosk und Besucherzentrum weichen, um den barrierefreien Zugang zur Toilette ermöglichen zu können. Ein Ahornbaum und ein Kirschbaum sollen jedoch erhalten bleiben.

Für den Erhalt der dortigen Bäume setzt sich besonders die christlich-ökologische Gruppierung "Laudato si" ein, in der sich auch der frühere Grünen-Stadtverordnete Leo Vanecek engagiert. Sie hatte befürchtet, dass durch den Bau des geplanten Besucherzentrums der alte Kirschbaum gefährdet sei.

Limburg Dom: Alte Bäume im Blickpunkt

Auf dem Areal befindet sich ein großer Ahornbaum. Um ihn herum soll eine Terrasse für eine Außenbewirtschaftung entstehen, die vom Kiosk aus übernommen wird. Die Terrasse ist nach Angaben der Stadt bereits beschlossen, in der neuen Vorlage geht es um die Gestaltung.

Sowohl von der Domstraße als auch von dem Verbindungsweg zu den langen Treppen ist ein niveaugleicher Zugang vorgesehen; auch die Toiletten sind darüber erreichbar. Ein Baumgutachter muss nach Angaben der Stadtverwaltung noch vorgeben, wie groß die Baumscheibe rund um den Ahorn und wie der Wurzelschutz beschaffen sein müssen, um dem Baum gute Bedingungen zu gewähren. Auf dem Gelände sind Höhenunterschiede zu überwinden, die mit langen Blockstufen abgefangen werden. Auch dabei soll Rücksicht auf den dort befindlichen Kirschbaum genommen werden. Auch dieser Baum soll gutachterlich begleitet werden.

Schöne Aussicht in Limburg vom Gelände des Doms

An der Kante des Hangs, der in Richtung "Römer" verläuft, ist eine kleine Aussichtskanzel mit Ruhebänken vorgesehen. Von dort soll es eine gute Sicht über die Altstadt und das Lahntal geben. Die Bäume in dem Hang bleiben laut Stadt erhalten und dienen in Zukunft den Besuchern als Schattenspender. Das bestehende Schachbrett auf dem Areal wird nach Angaben der Stadt neu hergerichtet. Erreicht werden soll es über eine rollstuhlgerechte Rampe. Eine zweite Rampe führt auf die Wiese. Dort im Boden sollen auch zwei bis drei Kleintrampoline eingelassen werden. Anzahl und Standorte dieser Kleintrampoline richten sich nach dem Wurzelwerk des dortigen Kirschbaums.

Die Stadt rechnet mit Gesamtkosten (inklusive der Gebäude) in Höhe von rund 310.000 Euro netto; das ist etwas mehr als in der ersten Kostenschätzung, als von 250.000 Euro die Rede war. Allerdings will sich das Bistum an den Baukosten in Höhe von 40 bis 50 Prozent beteiligen. Dazu kommen Baunebenkosten in Höhe von rund 48.000 Euro; Kosten für Gutachten sind noch nicht berücksichtigt.

Limburg: Detaillierte Pläne über einzelne Gebäude vor Dom stehen bevor

Die detaillierten Pläne über die einzelnen Gebäude werden noch vorgestellt und in den politischen Gremien beraten und beschlossen.

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Domplateau, Paul-Josef Hagen, zugleich Vorsitzender des Bauausschusses, rechnet mit einer Fertigstellung von Kiosk, Toilettenanlage, Besucherzentrum und Außengelände im Frühjahr 2021. Geplant seien zwei Bauabschnitte, die aber ineinander übergehen sollen. Zunächst gehe es um die Wegeführung und dann um den Bau der Gebäude.

Umstritten war zunächst der künftige Standort der öffentlichen Toilettenanlage. FDP, Grüne und Linke hatten sich im Ausschuss dafür eingesetzt, die Toilettenanlage im Schloss zu integrieren. Die Mehrheit von CDU und SPD entschied jedoch, die Toiletten am Kiosk zu belassen. 

red/dick

Für Negativ-Schlagzeilen hat allerdings das Bistum Limburg gesorgt. Dort ist ein Kind jahrelang missbraucht worden

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