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Trinkwasser

Kosten für Wasser

Die Wasserkosten unterscheiden sich deutlich und sind teilweise stark gestiegen

Wasser ist nicht gleich Wasser, zumindest was die Preise in den einzelnen Kommunen betrifft. Das geht aus dem Frisch- und Abwassermonitor 2019 des Hessischen Industrie- und Handelskammertages hervor, der für den Kreis Limburg-Weilburg deutliche Unterschiede zeigt.

Für Bürger und Unternehmen können die gestiegenen Preise für Frisch- und Abwasser in einigen Kommunen im Landkreis Limburg-Weilburg im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr Mehrbelastungen von mehr als 10 Prozent ausmachen. Nur wenige Städte und Gemeinden der Region haben dagegen ihre Wasserpreise gesenkt. Zugleich sind die Kosten in der teuersten Kommune doppelt so hoch wie in der günstigsten. Das zeigt der Frisch- und Abwassermonitor 2019 des Hessischen Industrie- und Handelskammertages, der die Wasserpreise aller 423 hessischen Kommunen analysiert hat. Für Unternehmen sind die Wasserpreise ein wichtiges Standortkriterium.

Die Mehrbelastungen durch die Kostensteigerungen fallen zum Teil sehr deutlich aus. Besonders betroffen sind hiervon Elz, Löhnberg, Merenberg und Weilmünster, wo bis zu 10 Prozent höhere Ausgaben für Frisch- und Abwasser auf Bürger und Unternehmen zukommen. Von leicht gefallenen Kosten profitieren Limburger, Weilburger und Weinbacher.

Senkung nur in Limburg

Beim Frischwasser hat Löhnberg die Preise mit 59 Prozent am stärksten erhöht und liegt nun mit einem Kubikmeterpreis von 2,52 Euro deutlich über dem Schnitt im Landkreis. Eine spürbare Steigerung gab es auch in Weilmünster um 22 Prozent auf 1,90 Euro pro Kubikmeter. Hier macht sich zusätzlich noch die weitere Anhebung der monatlichen Grundgebühr auf 16,77 Euro bemerkbar. Sie liegt sonst nur in Weilburg mit 4,50 Euro pro Monat deutlich über einem Euro. Weitere Preiserhöhungen beim Frischwasser gab es zudem in Elz, Merenberg und Weinbach. Nur Limburg hat den Preis für Frischwasser gesenkt.

Insgesamt hat sich der Kubikmeterpreis für Frischwasser im Landkreis im Durchschnitt um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr weiter erhöht und liegt nun bei 2,26 Euro. Dabei haben zwölf von 19 Kommunen die Preise gegenüber 2018 unverändert gelassen. Den günstigsten Preis hat weiterhin Weilburg mit 1,60 Euro. Am meisten ist in Beselich zu zahlen (3,08 Euro).

Der Abwasserpreis ist im Landkreis gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken und liegt nun für den Liter im Durchschnitt bei 3,31 Euro. Grund hierfür sind leichte Senkungen in Weilburg und Weinbach sowie eine deutliche Preissenkung um 29 Prozent in Löhnberg. Diese Senkung relativiert sich aber durch die gleichzeitige Erhöhung des Preises für Niederschlagswasser um 35 Prozent. Beim Niederschlagswasser senkte Weinbach den Preis um 42 Prozent und zählt mit 0,34 Euro zu den günstigsten Kommunen. Dafür zahlen Unternehmen in Weinbach mit 5,72 Euro weiterhin den höchsten Abwasserpreis. Am günstigsten ist hier Limburg mit 2,02 Euro je Liter Abwasser.

Die Belastungen bei den Wasserkosten fallen im Landkreis je nach Standort sehr unterschiedlich aus. Zwischen den einzelnen Städten und Gemeinden bestehen Unterschiede von über 100 Prozent. Das kann für Unternehmen über 74 000 Euro im Jahr ausmachen, wie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Limburg mitteilt.

Eine Vergleichsrechnung zeigt: Für ein idealtypisches Unternehmen mit hohem Wasserverbrauch bewegt sich die jährliche Belastung zwischen 73 000 Euro in Limburg und 147 460 Euro in Weinbach. Unternehmen mit eher geringem Wasserbrauch würden in Mengerskirchen am wenigsten bezahlen (4873 Euro). Mit 8982 Euro pro Jahr liegen die Wasserkosten in Weinbach hingegen fast doppelt so hoch.

Der Frisch- und Abwassermonitor ist unter http://wassermonitor-hessen.wifor.com kostenfrei abrufbar. red

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