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In den Klostergärten in Limburg wird derzeit kräftig gewerkelt. Insgesamt entstehen dort 51 Wohnungen und 21 Einfamilienhäuser.

Immobilienmarktbericht 2018

Häuser in Limburg-Weilburg sind teurer geworden, Grundstücke nicht

Wie steht es um den Immobilienmarkt im Landkreis Limburg-Weilburg? Das zeigt ein Bericht für das Jahr 2018. Darin gibt es einige Überraschungen. 

Limburg-Weilburg – Wie hat sich der Immobilienmarkt im vergangenen Jahr entwickelt? Was kosteten Bauplätze und Häuser in den verschiedenen Kommunen des Landkreise Limburg-Weilburg? Und wie stand die Region im Vergleich zu anderen hessischen Kreisen da? Der Immobilienmarktbericht für das Jahr 2018 vom Amt für Bodenmanagement gibt Aufschluss.

Die durchschnittlichen Bauplatzpreise für Wohn- und Mischgebiete haben sich gegenüber 2017 nicht verändert. In Bad Camberg kostete im vergangenen Jahr ein Bauplatz im Durchschnitt nach wie vor 215 Euro pro Quadratmeter. In keiner anderen Kommune des Landkreises musste so viel bezahlt werden. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Limburg (164 Euro pro Quadratmeter) und Selters (135 Euro). Besonders günstig konnten Bauplätze in den Gemeinden Merenberg (42 Euro pro Quadratmeter), Mengerskirchen (56 Euro) sowie Weinbach (ebenfalls 56 Euro) erworben werden.

Auch die Bauplatzpreise für die gewerbliche Nutzung blieben gleich. Mit 80 Euro pro Quadratmeter war die Stadt Bad Camberg auch hier am teuersten. Unternehmer konnten in Weilmünster Bauplätze für 40 Euro pro Quadratmeter kaufen. Die durchschnittlichen Preise für landwirtschaftliche Flächen lagen zwischen 0,64 und 2,09 Euro für einen Quadratmeter. In Mengerskirchen musste am wenigsten gezahlt werden, in Beselich waren die Kosten am höchsten.

Immobilienmarkt in Limburg-Weilburg: Preisanstieg in Bad Camberg

Große Unterschiede gab es bei den Preisen für Eigenheime. Freistehende Häuser kosteten in Bad Camberg im Schnitt 346 000 Euro und damit 30 000 Euro mehr als im Jahr 2017. Die Wohnfläche betrug im Mittel 166 Quadratmeter. Am zweitteuersten waren Eigenheime in Limburg und Hünfelden mit jeweils 275 000 Euro. Der Preis in der Kreisstadt veränderte sich kaum. In Hünfelden stiegen die Kosten dagegen im Vergleich zu 2017 um etwa 20 000 Euro. Die durchschnittliche Wohnfläche in Hünfelden lag bei 187 Quadratmetern. In der Domstadt waren es 163 Quadratmeter.

Um einiges günstiger konnten Häuser in Mengerskirchen und Waldbrunn gekauft werden. Aus dem Immobilienmarktbericht für das Jahr 2018 geht hervor, dass dort die Durchschnittspreise bei 115 000 Euro sowie 122 000 Euro lagen. In beiden Gemeinden konnte ein leichter Preisrückgang vermeldet werden. Doppelhaushälften kosteten in Limburg 2018 knapp 345 000 Euro im Durchschnitt. Der mittlere Kaufpreis in Hadamar lag mit 162 000 Euro deutlich darunter.

Obwohl in vielen Kommunen des Landkreises die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser anstiegen, ist es in den umliegenden Kreisen teilweise weitaus teurere. Mit einem Durchschnittspreis von über 750 000 Euro für ein Eigenheim führt Königstein die Rangliste der Städte und Gemeinden aus dem Hochtaunuskreis, dem Main-Taunus-Kreis, dem Rheingau-Taunus-Kreis und dem Kreis Limburg-Weilburg an. Bad Camberg liegt nur auf Platz 32.

Weniger Abschlüsse auf Immobilienmarkt in Limburg-Weilburg

Im vergangenen Jahr wurden im Landkreis insgesamt 2439 Grundstücksverträge abgeschlossen. Das entspricht einem minus von sechs Prozent im Vergleich zu 2017. Zwar stiegen die Vertragsabschlüsse für bebaute Grundstücke um zwei Prozent an. Jedoch wurden 14 Prozent weniger unbebaute Grundstücke verkauft. Allein in Limburg wurden 27 unbebaute Grundstücke weniger verkauft als noch 2017. Trotzdem lag die Stadt mit insgesamt 96 Vertragsabschlüssen an der Spitze des Kreises. Die Gemeinde Elbtal bildet das Schlusslicht mit 14 unterzeichneten Kaufverträgen für unbebaute Grundstücke.

Der Gesamtgeldumsatz 2018 betrug 363,6 Millionen Euro. Das sind knapp 23 Millionen Euro weniger als 2017. Auch der Gesamtflächenumsatz verringerte sich. Er fiel um etwa 25 Prozent auf 505,8 Hektar. Vergleicht man den Geldumsatz des Landkreises mit dem des Hochtaunuskreises, des Main-Taunus-Kreises und des Rheingau-Taunus-Kreises fällt auf, dass sich mit Limburg (zweiter Platz), Bad Camberg (neunter Platz) und Hünfelden (29. Platz) nur drei Kommunen unter den 30 Geldumsatzstärksten befinden. Allerdings tauchen 14 Gemeinden und Städte in der Liste der flächenumsatzstärksten Regionen der vier Landkreise auf. Mit über 450 000 Quadratmetern führt Löhnberg diese Statistik an. Limburg, Weilmünster, Bad Camberg und Brechen folgen auf den Plätzen sechs, sieben, acht und neun. Hünfelden liegt auf Position elf.

Die Grafik zeigt die Durchschnittspreise für Einfamilienhäuser in den Kommunen des Kreises. Für Elbtal lagen nicht genügend Daten vor.

Von Tobias Ketter

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