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Das AST ist eine Ergänzung zu den Leistungen der Stadtlinie und verbessert das abendliche Angebot im ÖPNV.

Versuch endet Mai 2020

Limburger Anruf-SammelTaxi soll bleiben

Das Anruf-SammelTaxi (AST) soll zusammen mit dem Anschluss-Linien Taxi (ALT) in Limburg als dauerhaftes Verkehrsangebot eingerichtet werden. Dies empfehlen auf Initiative des 1. Stadtrats Michael Stanke der Magistrat und die Betriebskommission „Stadtlinie“ den Stadtverordneten.

Seit Frühjahr läuft das Angebot als ein Versuch, der mit einer in Anspruch genommenen Verlängerungsmöglichkeit Ende Mai 2020 endet. „Das Angebot hat sich in den zurückliegenden Monaten sehr positiv entwickelt, die Zahl der Fahrgäste hat deutlich zugenommen“, sagt der 1. Stadtrat Michael Stanke (CDU) in seiner Funktion als Betriebsleiter der „Stadtlinie“. AST und ALT fahren in den Abend- und Nachtstunden (von 19 bis 1.15 bzw. 3.15 Uhr), wenn die Stadtlinie ihren Betrieb mit den Bussen einstellt. Während die Busse der Stadtlinie nur in der Kernstadt verkehren, gilt das Abend- und Nachtangebot in allen Stadtteilen.

Seit Beginn des Jahres haben die Fahrgastzahlen von AST und ALT deutlich zugelegt, seit Juni nutzen pro Monat über 1000 Personen das Zusatzangebot. Ausschlaggebend für die Entwicklung sind verschiedene Neuerungen, die seit dem Fahrplanwechsel im Dezember vergangenen Jahres umgesetzt wurden. Die Vorbestellzeit wurde zunächst von 60 auf 45 Minuten und vor kurzem auf 30 Minuten reduziert, auf einen separaten Zuschlag auf den regulären Fahrpreis wird verzichtet, zudem kann man inzwischen an allen Haltestellen zusteigen.

Zusätzlich kam mit den Anschluss-Linien Taxi noch ein weiteres Angebot hinzu. Das ALT steht am Bahnhof der Limburger Innenstadt am Abend bei einigen ankommenden Zügen zur Verfügung und kann ohne Voranmeldung genutzt werden. Die verschiedenen Verbesserungen wurden zudem von einem Werbekonzept begleitet.

„Unsere Anstrengungen haben sich ausgezahlt“, sagt Stanke. Bei der ursprünglichen Konzeption waren aufgrund einer Umfrage rund 1500 Fahrgäste pro Monat als Ziel vorgegeben worden. Doch tatsächlich gab es in den folgenden Monaten nur 116 Fahrgäste pro Monat.

Nicht nur aufgrund der Entwicklung der Fahrgastzahlen wird der Stadtverordnetenversammlung die dauerhafte Einrichtung empfohlen. Im „Green City Plan“ der Stadt (Teil des Sofortprogramms „Saubere Luft“ der Bundesregierung) wird das Angebot erwähnt und empfohlen, es in die Region auszuweiten. „Auf jeden Fall ist erkennbar, dass das AST in unserer Region sich zum wichtigen Mobilitätsbaustein – gerade auch in den Randzeiten – entwickeln kann“, erläutert Stanke.

Die Kosten für die Verkehrsleistung bewegen sich aktuell in dem Bereich, der ursprünglich einmal für das AST zur Verfügung gestellt worden ist. Klar ist jedoch, dass sich die Ausgaben erhöhen werden, je häufiger das Angebot genutzt wird. Anfang des kommenden Jahres müssen zwei Ausschreibungsverfahren für die Vermittlung und die Verkehrsleistung auf den Weg gebracht werden. Aus diesem Grund sollen öffentlich auch keine konkreten Kosten genannt werden.

(red)

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