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André Pabst, Peter Schmitt, Harff-Dieter Salm kandidieren für die Linken. Auch Annika Börsch tritt an, die aber verhindert war.

Landtagswahlkampf

Linke nominieren Harff-Dieter Salm und André Pabst

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Harff-Dieter Salm und André Pabst kandidieren bei der Landtagswahl im Oktober als Direktkandidaten für die Partei „Die Linke“ im Landkreis Limburg-Weilburg.

Drei Minuten, um sich vorzustellen, fünf Minuten für Fragen und eine weitere Minute, um sie zu beantworten. Diesen strikten Vorgaben stellten sich die Kandidaten der Linken im Limburger Restaurant Roseneck an der Plötze. Dort wählten die Mitglieder des Kreisverbandes Limburg-Weilburg ihre Direktkandidaten für die Wahlkreise 21 und 22. Die beiden Wahlkreise entsprechen in etwa den beiden Altkreisen Limburg und Weilburg. Als Direktkandidaten treten nun bei der Landtagswahl Harff-Dieter Salm (Wahlkreis 21) und André Pabst (Wahlkreis 22) an. Ihre Ersatzkandidaten sind Peter Schmitt und Annika Börsch. Letztere war während der Wahl nicht anwesend, hatte aber vorab schriftlich ihre Zustimmung zur Kandidatur gegeben.

„Ich bin 61 Jahre alt, wohne in Bad Camberg, habe zwei Söhne und arbeite für einen großen Gesundheitskonzern“, stellte sich Harff-Dieter Salm vor. Außerdem sei er ein alter Kommunist. Was das genau denn bedeute, wollte ein Zuhörer wissen. „Ich bin damals nach dem Putsch in Chile von den Jusos zur DKP gewechselt“, erzählte er. Seit zwei Jahren gehört er der Linken an, außerdem engagiert er sich im Limburger Bündnis Courage gegen Rechts. Er gehe zwar nicht davon aus, in den Landtag einzuziehen, wolle sich dort aber im Fall der Fälle für Flüchtlinge und den Antifaschismus einsetzen sowie die Opposition gegen den politischen Mainstream stärken. Mit zehn Ja-Stimmen und einer Enthaltung bestätigten die Anwesenden seine Kandidatur. „Die Situation in Krankenhäusern und Pflegeheimen ist absolut unakzeptabel“, gab wiederum Ersatzkandidat Peter Schmitt (67) zu Protokoll. Vor anderthalb Jahren war er zusammen mit seiner Frau von Hamburg nach Niederselters gezogen, um in der Nähe seiner Tochter und den beiden Enkeln zu sein. Der Linken gehört er seit fünf Jahren an. „Eigentlich wollte ich hier gar nicht mehr in die Politik einsteigen, aber es muss sich was ändern.“

Finanziert werden solle die personelle Aufstockung im Pflegebereich durch Erhöhungen der Vermögenssteuer, der Erbschaftssteuer sowie des Spitzensteuersatzes. Letzterer sei unter Helmut Kohl höher gewesen und der stehe nicht im Verdacht ein Sozialist zu sein. Gewählt wurde er mit elf Ja-Stimmen.

Seit 2009 lebt Peter Schmitt (54) in Hessen, seit 2011 in Weilburg. 2017 trat er der selbstständige IT-Experte der Linken bei. „Ich komme aus der DDR. Bis zur Wende war ich Mitglied der SED, danach war ich noch etwa ein Jahr in der PDS.“ Nach einer Zeit bei der FWG wurde er auf den Limburger Stammtisch der Linken aufmerksam: „Das sind Leute, mit denen man was unternehmen kann.“

(koe)

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