+
Die Musikfreunde Westerwald erschufen bei ihrem Jahreskonzert mit ihren Melodien Bilder im Kopf.

Musikfreunde Westerwald

Melodien verwandeln sich in Bilder

Die Musikfreunde Westerwald Niederzeuzheim hatten zu ihrem Jahreskonzert eingeladen. Mit ihren Film- und Musicalmelodien erzeugten sie nicht nur eine Vielfalt an Melodien, sondern richtige Bilder im Kopf. Langanhaltender Applaus war Lohn für dieses musikalische Feuerwerk.

Musik sind nicht nur einzelne Noten, die ins Ohr dringen und den Zuhörern Unterhaltung bieten. Musik ist so viel mehr. Sie kann unterhalten, Gefühle oder auch wie bei den Musikfreunden Westerwald Bilder im Kopf erzeugen. Bei „Gonna Fly me Now“ aus dem Film Rocky war der Dirigent Kai Tobisch lustig anzusehen, als er als Boxer auf die Bühne kam, doch sicher hatte jeder der Besucher des Jahreskonzerts am Samstag auch ein Bild von Sylvester Stallone im Kopf.

Mit den ruhigen, sanften, recht tiefen und dadurch warmen Tönen bei „Out of Africa“ war der Sonnenuntergang in einer sandigen Umgebung zu erfühlen. Den gemächlichen Elefanten, auf der Tuba von Sebastian Prang gespielt, sah sicher ein Großteil der Zuschauer auf den riesigen Füßen durch die Gegend stapfen, während die Posaunisten Jonas Abel und Sebastian Jaik das Gebrüll der Löwen beim „Carnival oft the Animals“ imitierten. Den Querflöten und Klarinetten fiel es leicht, die Anmut und Grazie des Schwans zu erzeugen.

Das Jahreskonzert war für die Musikfreunde Westerwald der Abschluss eines aufregenden Jahres, so Vorsitzende Ariane Jung zur Begrüßung. Auch wenn noch einige Auftritte folgen, läge die größte musikalische Etappe mit über 30 Auftritten und über 135 Stunden Musik hinter ihnen. Und auch wenn es mal Ärger gebe, lohne sich die Arbeit. „Aus Liebe und Leidenschaft zu unserem Hobby machen wir vielen Menschen eine Freude“, sagte Jung. Und sie bedankte sich auch bei den Niederzeuzheimer Vereinen und lobte die Gemeinschaft im Hadamarer Ortsteil, die das Leben hier erst so richtig bereichere.

Die Moderation des Abends übernahm dann sehr wortgewandt und humorvoll Sascha Jung. Er lobte die „filigrane Haltung beim Dirigenten“ oder „die Spitzentrompeter aus der letzten Reihe“. Er wusste zu jedem Stück etwas zu erzählen. Bei der „Overture to the Adams Family Musical“ gab er vorher noch eine Anleitung zum richtigen Mitschnipsen und er forderte von den Zuschauern „volle Konzentration“. Gänsehaut gab es beim letzten Stück vor der Pause aus dem Film „Spirit – Der wilde Mustang“. Die Musiker schafften es, das wilde und ungestüme eines Wildpferdes, lebendig gemacht durch die Noten von Hans Florian Zimmer, in den Saal zu transportieren und wer den Film kannte, sah das Pferd im Geiste durch die Prärie rennen.

Den Rahmen des Jahreskonzert nutzte der Vorstand auch, um langjährige Mitglieder auszuzeichnen. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Ottilie Dahlem, Burgi Frei, Angelika und Anton Hartmann, Winfried Heinzmann, Gerlinde und Andreas Jamin, Frank Jungmann, Verena Prang, Heinz Friedel, Liselotte Schäfer, Nicole Theis, Christine und Lucia Titz sowie Peter und Stefan Titz geehrt.

Im zweiten Teil ging es mehr in die charakteristische Blasmusik, angelehnt an böhmische und alpenländische Weisen. Da erklangen ein „Peter Alexander Medley“ mit Gesang, das „Steigerlied“ und „Böhmische Liebe“. Ohne Zugabe ließen die Zuhörer die Musiker nicht von der Bühne und so gab es zum Abschluss „Land Tirol“, „Vogelwiese“ sowie die heimliche Niederzeuzheimer Hymne „In die weite Welt“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare