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Mengerskirchen: Den ländlichen Raum fit für die Zukunft machen

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Von: Tobias Ketter

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Volker Mühl (links) und Elke Anzion (Zweite von links) berichten Christoph Ullrich (Zweiter von rechts) und Thomas Scholz von den Projekten im Gründerzentrum.
Volker Mühl (links) und Elke Anzion (Zweite von links) berichten Christoph Ullrich (Zweiter von rechts) und Thomas Scholz von den Projekten im Gründerzentrum. © Tobias Ketter

Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich besucht Gründerzentrum und Wäller Camp

Mengerskirchen -Der Marktflecken Mengerskirchen blickt nach vorne. In der Kommune gibt es einige Einrichtungen, die den ländlichen Raum künftig weiter stärken sollen. Zu diesen gehören auch das Gründerzentrum im Ortskern von Mengerskirchen und das Wäller Camp am Seeweiher nahe Waldernbach. Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich (CDU) hat die beiden Orte nun besucht. Gemeinsam mit Ulrich Heep, Präsident der IHK Limburg, sowie mit Vertretern der Kreishandwerkerschaft und mit einigen Mandatsträgern aus der Gemeinde verschaffte er sich einen Überblick über einige vielversprechende Projekte.

Im Gründerzentrum haben sich mehrere Start-Up-Unternehmen niedergelassen, die Seite an Seite arbeiten. Auf einer Fläche von rund 5500 Quadratmetern stehen Büroräume sowie Werk- und Lagerstätten zur Verfügung. „Wir wollen vor der eigenen Haustür etwas bewegen und die Leute für die Selbstständigkeit motivieren“, sagte Volker Mühl vom Vorstand des Zukunftsforums, zu dem das Gründerzentrum gehört. Das Zentrum sei das Herzstück des Forums. Mühl lobte das Engagement der Gemeinde, die sich stets für die Weiterentwicklung von Mengerskirchen einsetze.

Elke Anzion, Leiterin des Gründerzentrums, erklärte dem Regierungspräsidenten, dass die Einrichtung von der Kommunikation zwischen den dort ansässigen Betrieben lebe. „Es werden während der Arbeitszeit und auch nach Feierabend konstruktive Gespräche geführt. Man tauscht sich aus“, berichtete sie. Dafür gibt es übrigens in dem Gebäude, das früher als Büromöbelfabrik genutzt wurde, einen separaten Raum. „Die Vielfalt in unserem Zentrum ist wichtig. Hier wurde bereits der Samen für große Unternehmen gesät“, so Anzion weiter. Besonders stolz ist sie darauf, dass sich kürzlich sogar ein Start-Up-Betrieb aus London in dem Marktflecken niedergelassen hat. „Dieser Betrieb hat deutlich verbesserte Fahrradketten entwickelt“, erklärte die Leiterin.

Unternehmer Frank Schäfer ist gleich mit mehreren Firmen in dem Gründerzentrum vertreten. Er stellt Computer-Chips her. Darüber hinaus hat Schäfer eine Firma gegründet, die sich mit dem autonomen Fahren beschäftigt. Und in dem Betrieb namens „Ringsdorf Energy“ geht es unter anderem um das Aufstellen von Photovoltaik-Anlagen sowie um Batteriespeicher. „Selbstständigkeit ist wirklich das Schönste, was es gibt“, betonte der Firmengründer.

„Wir benötigen dringend Gründer“

Christoph Ullrich war sichtlich begeistert von dem Gründerzentrum. „Die Einrichtung ist wichtig, um die Leute hier in der Region zu halten“, sagte er. Das Zentrum lebe von den vielen engagierten Menschen. Ullrich mache solche Besuche den eigenen Angaben zufolge sehr gerne, da er sehen wolle, was in den Kommunen passiere. „Der ländliche Raum braucht nämlich Unterstützung. Dazu zählt auch der ÖPNV und der Breitbandausbau“, weiß der Regierungspräsident. Ulrich Heep von der IHK ergänzte: „Wir benötigen dringend Gründer, die in einem geeigneten Umfeld miteinander kommunizieren sollten.“ Thomas Scholz (CDU), Bürgermeister von Mengerskirchen, betonte, dass viel Potenzial im ländlichen Raum stecke. Um dieses auszuschöpfen, sei eine gute IT-Infrastruktur entscheidend.

Nach dem Besuch des Gründerzentrums fuhren Ullrich, Heep und die Vertreter der Gemeinde zum Wäller Camp am Seeweiher. An Ort und Stelle berichtete Inhaber Patrick Kreuseler, der die Anlage im Juli 2021 übernommen hat, von seinem Projekt, das unter anderem einen Campingplatz mit Naturseebad beinhaltet. Das Camp befinde sich derzeit immer noch im Aufbau, sagte er. Aufgrund von Corona und dem nassen Winter hätten sich die Bauarbeiten verzögert. Dennoch konnten auch schon in diesem Sommer zahlreiche Gäste die Vorzüge des Wäller Camps genießen. Eine große Liegewiese, ein Natur-Camp sowie ein Wohnmobil-Hafen und der Campingplatz selbst laden zum Verweilen ein.

Durch die Pandemie gebe es mehr Menschen, die in der heimischen Region Urlaub machen, so Kreuseler. „Wir haben viele Stammkunden, die hier die Seele baumeln lassen“, so der Inhaber weiter. Er möchte mit seinem Camp den Tourismus in Mengerskirchen stärken. Um das zu erreichen, hat Kreuseler sich dazu entschlossen, primär Stellplätze für Touristencamper anzubieten. Nur noch ein kleiner Teil der Anlage sei für Dauercamper reserviert. Außerdem sei es wichtig, die Anlage auf den neusten Stand der Technik zu bringen. „WLAN ist definitiv nötig, um Kunden anzulocken.“

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