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Mengerskirchen: "Man kann mit ehrenamtlicher Arbeit viel bewegen"

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Von: Tobias Ketter

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Marga Hilden aus Probbach präsentiert die Georgsplakette. Sie hat die Auszeichnung für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten innerhalb der Diözese erhalten. Unter anderem setzte sich die Rentnerin dafür ein, dass die Gottesdienste abwechslungsreicher gestaltet werden.
Marga Hilden aus Probbach präsentiert die Georgsplakette. Sie hat die Auszeichnung für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten innerhalb der Diözese erhalten. Unter anderem setzte sich die Rentnerin dafür ein, dass die Gottesdienste abwechslungsreicher gestaltet werden. © Tobias Ketter

Marga Hilden mit Georgsplakette ausgezeichnet - Schöne Erinnerungen an Kunstausstellung in Mengerskirchen

Probbach -Marga Hilden aus Probbach hat die Georgsplakette verliehen bekommen. Es handelt sich um die höchste Auszeichnung des Bistums für Frauen und Männer, die sich besonders aktiv ehrenamtlich für die Diözese engagieren. Die gebürtige Kölnerin, die 1973 in die Gemeinde Mengerskirchen zog, hat in den vergangenen Jahren mit ihrem unermüdlichen Einsatz einiges bewegt. Sie berichtet nun über die Bedeutung des Ehrenamtes, über ihre Tätigkeiten innerhalb der Diözese und über die Verleihung der Plakette.

"Man kann mit ehrenamtlicher Arbeit wirklich viel bewegen", betont Hilden. Damit dies gelingt, müssten die Mandate und Aufgaben unbedingt ernst genommen werden. Es sei wichtig, mit jeder Menge Leidenschaft an die einzelnen Themen heranzugehen. "Was auf der Bistumsebene beschlossen wird, sollte auch wirklich in den Pfarrgemeinden ankommen", ist sich die Frau aus Probbach sicher. Deshalb sei die Kommunikation zwischen den verschiedenen Ebenen innerhalb der Diözese besonders entscheidend.

Hilden hat in den vergangenen Jahren einige Positionen im Bistum inne gehabt. 2004 trat sie dem Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Michael in Probbach bei. Im selben Jahr wirkte sie zum ersten Mal im Bezirkssynodalrat Limburg mit, dessen Vorsitz Hilden von 2008 bis 2016 inne hatte. Anschließend war sie Teil des diözesischen Synodalrats und Mitglied der Diözesenversammlung. Außerdem wirkte die gläubige Frau aus der Kommune Mengerskirchen unter anderem auch im Hauptausschuss der Ökumene sowie im Hauptausschuss des pastoralen Dienstes mit.

Die Liste der ehrenamtlichen Tätigkeiten von Hilden ist freilich lang. Sehr gerne blickt sie auf das Kreuzfest 2007 in Hadamar zurück. "Damals haben wir den Diakon und Büttenredner Willibert Pauels eingeladen und die Andacht während des Kreuzfestes wurde von mehr als 1000 Leuten besucht. Das war etwas ganz besonders", erinnert sich die Rentnerin.

Bibel und Glauben ins Gespräch bringen

Hilden ist übrigens eine große Kunstliebhaberin. Auch deshalb organisierte sie im Jahr 2009 in Kooperation mit dem Turmmuseum e.V. eine Ausstellung in der Museumsscheune von Mengerskirchen. Das Motto lautete "Marc Chagall - Bilder aus der Bibel". Die Verantwortlichen veröffentlichten damals sogar ein Buch zu der Ausstellung. "Die Kinder der Franz-Leuninger-Schule haben darüber hinaus Chagall-Bilder nachgemalt, und es gab ein Musical zu Ehren des Künstlers", schwärmt Hilden. Franz-Peter Tebartz van Elst sei der Schirmherr der Ausstellung gewesen. "Wir wollten mit der Ausstellung die Themen Bibel und Glauben in Mengerskirchen ins Gespräch bringen und auch das Interesse von weniger bibelfesten Menschen wecken", berichtet Hilden.

Kreuz aus bunten Glasblättchen

Die Frau aus Probbach hat sich des Weiteren dafür eingesetzt, dass das Kreuzfest in Weilburg in 2014 unter dem Motto "KreuzFidel" abgehalten wird. "Der Begriff Fidel steht für eine andere Auffassung von der Kreuzigung Jesu", erklärt Hilden. "Durch den Tod Jesu wurden die Menschen von ihrer Erbschuld befreit und dadurch haben wir die Möglichkeit, nun befreit zu lachen." Für das Fest wurde übrigens auch ein ganz besonderes Kreuz aus bunten Glas-Blättchen angefertigt. Dies symbolisiere den Angaben von Hilden zufolge unter anderem die Transparenz der Kirche.

Die Christin hat sich auch dafür engagierte, dass die Gottesdienste in Probbach abwechslungsreicher werden und die Bürger neugierig machen. "Es gab Messen mit Musik und Tanz. Während eines Gottesdienstes ist der Pfarrer sogar mit Harfenmusik in die Kirche eingezogen", sagt Hilden, die auch dafür gesorgt hat, dass das Taizé-Gebet in Winkels eingeführt wurde. Darüber hinaus hat sie für die Erneuerung des Hildegardishofs in Waldernbach gekämpft und die Ausrichtung des Weltkindertages in Mengerskirchen ins Leben gerufen.

"Ich war erstmal sprachlos, als ich in einem Schreiben gelesen habe, dass ich die Georgsplakette bekomme", sagt Marga Hilden. Sie habe nie für eine solche Auszeichnung gearbeitet. Vielmehr sei es ihr stets um die "Sache Jesu" gegangen. Hilden erhielt die Georgsplakette während des Priesterseminars am Sonntag, 24. April. Die Übergabe wurde von Bischof Georg Bätzing vorgenommen. "Erst danach ist das alles für mich Wirklichkeit geworden, aber ich kann es bis heute eigentlich nicht begreifen", berichtet Hilden. Anschließend wurde im Limburger Dom der Gedenkgottesdienst zu Ehren des heiligen Georg gefeiert.

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