Bürgermeister Scholz hofft, dass die Bürger sich in zwei Wochen wieder im Seeweiher abkühlen können.
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Bürgermeister Scholz hofft, dass die Bürger sich in zwei Wochen wieder im Seeweiher abkühlen können.

Badespaß

Mengerskirchen: Im Seeweiher soll wieder geschwommen werden

  • vonRobin Klöppel
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Gemeinde hofft auf Einigung mit Pächterin. Ansonsten will sie aus Vertrag aussteigen.

Mengerskirchen -Der Mengerskirchener Seeweiher kann hoffentlich in zwei Wochen für den Badebetrieb wiedereröffnet werden. Bürgermeister Thomas Scholz (CDU) wünscht sich, bis dahin eine Einigung mit der bisherigen Betreiberin des Seeweihers, Kirsten Düngen, erzielen zu können. "Wir arbeiten mit Hochdruck an der Sache, können eine kurzfristige Wiedereröffnung aber heute noch nicht versprechen", erklärte Thomas Scholz am Dienstagabend in der Gemeindevertretersitzung im Mengerskirchener Schloss.

Scholz berichtete, dass Düngen die Saison 2020 noch habe durchziehen wollen. Doch sie sei nicht mehr vor Ort, so dass der Campingplatz nur im Notbetrieb laufe. Dies geschehe selbst organisiert durch einige Stammcamper sowie von Düngen benannte Personen. Wenn es irgendwo nicht laufe, habe die Gemeinde trotz Erbbaurechtsvertrags der Pächterin aber die Möglichkeit, aus dem Vertrag auszusteigen und einen sogenannten Heimfall zu beantragen, so Scholz.

Die Gemeinde wolle wieder in den Besitz der Fläche gelangen, um somit in Sachen Seeweiher wieder selbst das Heft des Handelns in der Hand zu haben. Denn es gebe mehrere ernsthafte Interessenten, die den Badebetrieb, das Restaurant und den Campingplatz am Seeweiher betreiben wollten.

Schäden im Wald

"wie noch nie"

Ein weiteres Thema, das Scholz aktuell Sorgen bereitet, ist der Zustand des Mengerskirchener Waldes, was nicht nur den Nadelwald betreffe. "Derzeit erleben wir Schäden wie noch nie. Da kann man schon Tränen in den Augen haben", erklärte der Bürgermeister. Wie er erläuterte, sei in den Bereichen Knoten, Am Bahndamm in Mengerskirchen, am Roßberg in Winkels sowie in einzelnen Bereichen von Waldernbach und Probbach derzeit eine Fachfirma aktiv, um insbesondere Fichten, die entweder trocken oder vom Borkenkäfer befallen seien, zu entfernen.

Dadurch würden voraussichtlich 3000 bis 4000 Festmeter Holz anfallen. Trotz der schlechten Marktlage sei es gelungen, das gesamte Holz zu verkaufen. "Wir hoffen, mit dem Erlös die Kosten decken zu können", sagte Scholz. Geld damit zu verdienen, sei derzeit nicht möglich. Über die Frage der Aufforstung sei noch nicht entschieden. Die werde voraussichtlich aber noch Herbst diesen Jahres erfolgen.

Die Zukunft

der Feuerwehr

Wie es mit den Feuerwehrhäusern in Mengerskirchen und Winkels weitergehen werde, solle am 9. Juli bei einer Sitzung mit den betreffenden Feuerwehrführungen besprochen werden, sagte der Bürgermeister. Ein weiteres Thema sei die künftige Ausrichtung der Wehren, was die Anschaffung von Fahrzeugen und Gerätschaften betreffe.

Kontrovers wird laut Scholz derzeit in Dillhausen diskutiert, ob der alte Löschteich erhalten werden solle. Er machte aber deutlich: "Für den Brandschutz wird er definitiv nicht mehr gebraucht." Die Feuerwehr habe, so Scholz, zwar eingewandt, dass der Teich weiter für die Sicherstellung des Brandschutzes für das Forsthaus und das Gestüt am Kahlenberg notwendig sei. Die Baugenehmigung für das Gestüt aus dem Jahr 2009 beinhalte jedoch die Auflage zum Bau von drei je sechs Kubikmeter Wasser fassenden Löschwasserzisternen, die auch errichtet worden seien.

Auflagen wie ein Weiher östlich des Forsthauses gebe es nicht. Daraus folge, dass die weitere Wasserversorgung durch Aufbau einer Leitung aus dem Wassernetz (Hydrant Ecke Forsthaus-/Waldbornstraße) erfolgen könne. Die Entfernung von dort zum Forsthaus betrage etwa 640 Meter entlang eines asphaltierten Weges. Vom Löschteich zum Forsthaus seien es auch 550 Meter, die überwiegend über einen unbefestigten Waldweg führten.

Der Löschteich solle, so Scholz, mit Erde verfüllt werden, dass er, falls er künftig doch noch einmal benötigt werden sollte, problemlos reaktiviert werden könnte. Gegen den Erhalt spreche auch die Haftungspflicht der Gemeinde bei Unfällen.

Förderung für das Rathaus

und das Inklusionshaus

Bürgermeister Thomas Scholz (CDU) berichtete in der Sitzung der Gemeindevertretung, dass er für zwei Projekte Förderzusagen aus dem Programm Zukunftsfonds Limburg-Weilburg habe. Anfang der 1980er Jahre sei das Rathaus zu einem Bürgerhaus und Rathaus umgebaut worden. Das Rathaus entspreche aber aufgrund sich ändernder Rahmenbedingungen, was Barrierefreiheit, Brandschutz und Breitband angehe, nicht mehr heutigen Anforderungen. Teilbereiche wie das Archiv hätten zudem aus Platzgründen bereits ausgelagert werden müssen.

"Im Zuge der anstehenden Überarbeitung des Brandschutzkonzepts soll daher die Möglichkeit zur Modernisierung genutzt werden", sagte Scholz am Dienstagabend. Bei veranschlagten Kosten in Höhe von 230 000 Euro ist laut Scholz eine Förderung von 75 000 Euro bewilligt.

Eine zweite Förderung in Höhe von 25 000 Euro erhält der Marktflecken Mengerskirchen für das Inklusionshaus Dorfmitte in Waldernbach. Vorgesehen sei die Anschaffung von Gastronomie-Einrichtungen für Küche, Café und Laden für insgesamt 70 000 Euro. 14 000 Euro davon übernehme die Gemeinde, die restlichen 31 000 Euro die Wohnungsbaugenossenschaft Inklusionshaus Dorfmitte, kündigte der Bürgermeister an. rok

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