Was passiert mit dem Feuerwehrhaus in Mengerskirchen? Bei der Entscheidung soll ein Berater helfen.
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Was passiert mit dem Feuerwehrhaus in Mengerskirchen? Bei der Entscheidung soll ein Berater helfen.

Zukunft der Feuerwehr

Mengerskirchen: Streit um Beratung zum Feuerwehrstandort

  • vonRobin Klöppel
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SPD fühlt sich zu wenig eingebunden

Mengerskirchen -In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) des Marktfleckens Mengerskirchen gab es am Dienstagabend im Schloss Mengerskirchen Streit zwischen dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Tobias Eckert und Bürgermeister Thomas Scholz (CDU). Kommenden Dienstag im Gemeindevorstand soll darüber beraten werden, ob ein Berater der Freiherr-vom-Stein-Beratungs GmbH die Kommune in Sachen Zukunft der Feuerwehrhäuser Mengerskirchen und Waldernbach unterstützt. Doch die SPD-Fraktion fühlt sich, wie Eckert deutlich zum Ausdruck brachte, nicht genügend eingebunden.

Eckert hat nichts gegen einen Berater, sondern ist nicht mit der Person des vorgeschlagenen Beraters einverstanden, einem in der Feuerwehrarbeit erfahrenen, aber auch in der CDU aktiven Villmarer. Auch die Freien Wähler (FW) haben vor der Gemeindevorstandssitzung Bedenken geäußert. Ob es der FW auch nur um die Person des Beraters geht, konnte in der Sitzung am Dienstag nicht geklärt werden, da von der Fraktion der Freien Wähler niemand anwesend war.

Bürgermeister Scholz erklärte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass er noch nicht sagen könne, ob er dem Gemeindevorstand eine Beschlussempfehlung gebe und welche. Der Mengerskircher Verwaltungschef stellte aber klar, dass bei dem Vorschlag Parteipolitik keine Rolle spiele. Der Berater sei von der Beratungs-Gesellschaft vorgeschlagen worden. Er habe vorher mit besagtem Berater nie zu tun gehabt, betonte Scholz.

Die Feuerwehrverantwortlichen hätten gegen das vorgeschlagene Verfahren nichts einzuwenden. Nun muss im Gemeindevorstand endgültig diskutiert und entschieden werden, ob mit dem vorgeschlagenen Berater gearbeitet oder die Beratungsgesellschaft um den Austausch des Beraters gebeten wird. Laut Scholz ist noch offen, ob die vorhandenen Feuerwehrhäuser am alten Standort verbleiben und ertüchtigt werden, oder ob es zu Neubauten komme. Auch die Feuerwehraktiven seien darin nicht einheitlich in ihrer Meinung.

Wie Scholz erklärte, liegt auch ein erster Entwurf für die Neugestaltung des Maria-Magdalena-Platzes im Ortsteil Mengerskirchen vor, der im Ortsbeirat und auch mit Bürgern noch diskutiert werden soll. Die Gemeinde habe dort eine Fläche angekauft, so dass der Platz erweitert werden könne. Diskutiert werden soll über die Neukonzeption des Brunnens, aber auch, ob und wie viele Parkplätze erhalten bleiben, und ob die Bushaltestelle an den Brunnen verlegt werde. Das würde den Busfahrern nach Aussage von Scholz ersparen, weiter durch Nebenstraßen fahren zu müssen. Der Platz soll laut Bürgermeister mit Sitz- und Grünflächen ausgestattet sowie barrierefrei gestaltet werden. Ebenfalls soll ein fußläufiger Durchgang vom Brunnen bis zum Rathaus geschaffen werden.

Den Platz für Konzerte nutzen

"Der Platz könnte nach der Umgestaltung für kleinere Veranstaltungen genutzt werden, wie für Konzerte", so Scholz. Was die Umgestaltung des Platzes kosten wird, hängt von den Wünschen der Mandatsträger ab. Der Bürgermeister rechnet aber damit, dass es sich um einen sechsstelligen Betrag drehen werde.

Positiv konnte der Verwaltungschef berichten, dass sich die aus dem Landesinvestitionsprogramm "Kinderbetreuung" 2020-2024 angekündigte Förderung für den Umbau der Kita Winkels von rund 226 000 auf rund 242 000 Euro erhöhen werde. Einstimmig beschloss der HFA in Corona-Zeiten stellvertretend für die Gemeindevertretung, dass der Tennis-Club Waldernbach mit einem Zuschuss von 30 000 Euro für den Bau einer Tennis-Zelthalle auf einem seiner vier Plätze der Gemeinde erhält. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich laut Verein auf 220 000 Euro. Der Verein möchte das Zelt, um ganzjährig auf seinem Gelände Tennis spielen zu können, da die nächste Tennishalle 20 Kilometer entfernt sei und nähere Hallen nur bedingt geeignet seien. Wie Ausschussvorsitzender Jürgen Benke (CDU) berichtete, solle das stabile Zelt mit einer Gasheizung betrieben werden. Tobias Eckert findet das Konzept des Vereins gut. Die Gemeinde solle aber dem Verein eine Beratung anbieten, wie das Zelt möglichst klimafreundlich beheizt werden könne. Benke sagte, dass er die Idee des TC Waldernbachs auch unterstütze, da in Waldernbach immer mehr Aktive Tennis spielten. Der Zuschuss soll noch 2021 überplanmäßig zur Verfügung gestellt werden

Scholz verkündete auch, dass der Vertrag mit den neuen Pächtern des Waldsees auf die kommende Saison verlängert worden sei. Nach der Saison sollten dann auf dem Gelände noch einige nötige Umbauten, beispielsweise in der Küche, vorgenommen werden. Scholz berichtete außerdem, dass der Drang nach Natur der Menschen in der Corona-Zeit zu Problemen auf dem "Knoten" geführt habe. Dort seien teilweise Gäste mit Frankfurter oder Marburger Kennzeichen angereist. Probleme habe es vor allem auf den Parkplätzen gegeben, wo sich viele Menschen dann doch näher kämen, als sie eigentlich sollten.

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