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Mengerskirchen: "Wir sind richtig stolz, dass die Flöße schwimmen"

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Von: Tobias Ketter

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Die mutigen und fleißigen Heranwachsenden schipperten mit den selbstgebauten Flößen über den Seeweiher.
Die mutigen und fleißigen Heranwachsenden schipperten mit den selbstgebauten Flößen über den Seeweiher. © Tobias Ketter

Kinder dürfen bauen und paddeln - Ferien-Aktionstag kommt gut an

Beselich/Mengerskirchen/Waldbrunn -Was gibt es Schöneres, als bei sommerlichen Temperaturen eine Runde auf dem Seeweiher in Mengerskirchen zu paddeln? In diesen Genuss kamen am Donnerstagnachmittag rund 20 Kinder aus den Gemeinden Beselich und Waldbrunn. Die beiden Kommunen organisierten im Rahmen der Ferienspiele einen Aktionstag. Dabei durften die Mädchen und Jungen eigene Flöße bauen und anschließend testen, ob diese auch wirklich für eine Fahrt auf dem Wasser geeignet sind.

Zunächst fertigten die Heranwachsenden Skizzen an. Diese wurden dann genutzt, um die Flöße herzustellen. Dabei wurden Holzbalken und große Plastikfässer mit Spanngurten sowie Seilen miteinander verbunden. Nach etwa 45 Minuten waren die beiden Flöße, welche von bis zu acht Personen genutzt werden konnten, fertig. Nun folgte der spannendste Moment des kurzweiligen Nachmittags. Kann man mit den Flößen wirklich über den See paddeln? Diese Frage stellten sich sowohl die Betreuer als auch die Kinder. Letztlich hielten die Konstruktionen stand und die Mädchen und Jungen durften nach Herzenslust auf dem Seeweiher herumschippern. Nach dem erfrischenden Vergnügen bei knapp 40 Grad ging es dann erneut an die Arbeit. Die Flöße sollten nämlich nun wieder auseinandergebaut werden. Alle Heranwachsenden beteiligten sich, so dass nach nur wenigen Minuten die Materialien, die von den Gemeinden gestellt wurden, in die Fahrzeuge geladen werden konnten.

Die zehnjährige Melina aus Obertiefenbach war sichtlich begeistert von dem Tag am Seeweiher. "Die Arbeiten im Team haben jede Menge Spaß gemacht", sagte sie. Jeder habe während der Bauphase seine Meinung sagen dürfen. "Wir mussten zwar zwischendurch unser Floß nochmals umbauen. Das ging aber ziemlich schnell", so die Zehnjährige. Das Mädchen war zum ersten Mal bei der Errichtung eines Floßes mit dabei. "Die neue Erfahrung hat sich absolut gelohnt. Ich würde gerne schon bald wieder so ein Floß zusammenbauen", betonte die Obertiefenbacherin.

Auch die neunjährige Emma aus der Gemeinde Beselich genoss die Aktion am Seeweiher von Mengerskirchen. "Wir waren uns beim Bauen schnell einig. Es gab keinen Streit", sagte sie. Der Tag sei eine willkommene Abwechslung. "Ich mache hier mit, weil ich etwas Neues erleben möchte", so die Obertiefenbacherin weiter. Ein bisschen wackelig sei die Fahrt mit dem Floß dann aber doch gewesen. "Einige von uns sind zwischendurch immer wieder ins kühle Nass gesprungen", berichtete Emma. Und das ständige Füße ins Wasser halten habe den Vortrieb gebremst.

Auf dem Wasser im Kreis gedreht

Der elfjährige Jan, Bruder von Emma, betonte, dass ihm das Paddeln am meisten Spaß gemacht habe. Dabei sei es gar nicht so einfach gewesen, die richtige Richtung beizubehalten. "Manchmal haben wir uns im Kreis gedreht", sagte der Beselicher mit einem Schmunzeln. Trotz der kleineren Schwierigkeiten habe sich die Teilnahme an der Aktion gelohnt. "Es war eine absolut gelungene Veranstaltung."

"Wir sind richtig stolz darauf, dass die Flöße schwimmen", sagte eine sechsköpfige Gruppe aus der Gemeinde Waldbrunn. Zu ihnen gehörte auch der elfjährige Henri aus dem Ortsteil Ellar. "Es ist schön, dass wir hier auch mal etwas selbst bauen dürfen", sagte er. Das Paddeln auf dem Wasser war Henri dann aber zunächst nicht ganz geheuer. "Ich musste einige Zeit überredet werden, auf das Floß zu steigen", gab der Schüler zu. Letztlich sei der Tag aber ein voller Erfolg gewesen.

Das bestätigte auch Christiane Hahnel, Jugendpflegerin der Gemeinde Beselich. "Die Kinder sind mit viel Engagement bei der Sache. Die Motivation ist riesig", sagte sie. Beim Bauen und auch beim Paddeln werde die Teamfähigkeit gefördert. "Die Mädchen und Jungen müssen nämlich beispielsweise auf den Flößen selbstständig Kommandos geben, damit alle in die richtige Richtung paddeln", erklärte Hahnel, die in den kommenden Tagen und Wochen weitere Ferien-Aktivitäten organisiert. Die Jugendpflegerin wünscht sich übrigens, dass auch mehr ältere Kinder an dem Ferien-Programm teilnehmen. "Es ist auch einiges für Heranwachsende ab 13 Jahren mit dabei", sagte sie. Man müsse eventuell künftig darüber nachdenken, den Begriff Ferienspiele zu ersetzen. "Möglicherweise braucht es einen neuen Namen, der auch die Teenager anspricht."

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