Platz für 100 Kinder

Neuer Kindergarten: Bis Sommer 2019 soll der Neubau fertiggestellt sein

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Bis August kommenden Jahres soll der neue Katholische Kindergarten Neue Mitte in Mengerskirchen direkt hinter dem alten Gebäude fertiggestellt sein. Für das 2,4-Millionen-Projekt ist jetzt der symbolische erste Spatenstich vollzogen worden.

„Es geht um unsere Zukunft, die Entwicklung unserer Kinder“, sagte der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende der Pfarrgemeinde „Maria Magdalena“, Karl-Leo Schlicht, vor dem ersten Spatenstich für den Neubau des Vier-Gruppen-Kindergartens Neue Mitte in Mengerskirchen. Daher sei das Geld gut angelegt. 520 000 Euro investieren Bistum Limburg und Pfarrgemeinde Mengerskirchen in das Projekt. 400 000 Euro davon konnten durch einen Grundstücksverkauf erzielt werden. Den Rest zahlt die Zivilgemeinde. Bürgermeister Thomas Scholz (CDU) betonte aber, dass er noch einen Bundeszuschuss in Aussicht habe, der den Anteil der Gemeinde veringern würde. Über dessen Höhe könne er aktuell noch nichts sagen.

Der Limburger Architekt Thomas Wagner betonte, der neue Kindergarten sei für 100 Kinder ausgerichtet und habe 800 Quadratmeter Nutzfläche sowie 4000 Kubikmeter Gebäudevolumen. Das Gebäude – deutlich geräumiger als das alte – sei barrierefrei konzipiert, so dass man mit einem Kinderwagen genauso problemlos hineinkomme wie mit einem Rollator.

Der Bau werde einen niedrigen Energieverbrauch haben, ähnlich einem modernem Wohnhausstandard. Der Kindergarten werde in Holzrahmenbauweise gefertigt und habe folglich eine gesunde Baubiologie. Wagner denkt, dass der Kindergarten gut in die Topographie des Geländes passt. Jeder Gruppenraum bekomme noch eine kleine Terrasse. Zudem gibt es spezielle Themenräume, in dem die Kinder Sport treiben oder werkeln können. Der alte Spielplatz könne weiter genutzt werden, erläuterte Wagner. Peter Steinhauer, Abteilungsleiter Finanzen, Verwaltung und Bau beim Bistum Limburg, betonte, Kinder seien die Zukunft. Der Marktflecken Mengerskirchen sei auf diesem Sektor zukunftsfähig, mit Kindergärten, die sich vor modernen Einrichtungen im Rhein-Main-Gebiet nicht zu verstecken bräuchten. Steinhauer sagte aber, dass die Lage in der Baubranche für Bauwillige nicht einfach sei und man nur ein Angebot bekomme, wenn man 20 Firmen anschreibe. Karl-Leo Schlicht und Thomas Scholz bezeichnete er als Motoren dieses Projektes.

Bürgermeister Scholz erklärte, dass Mengerskirchen eine besonders kinder- und familienfreundliche Gemeinde sei. Das gehe durch eine enge Kooperation zwischen Gemeinde und Kirche und viel bürgerschaftlichem Engagement. Der Verwaltungschef wies auf die modernen pädagogischen Konzepte und vielfältigen Betreuungsmodelle hin. Aber auch darauf, dass nach Waldernbach nun auch Mengerskirchen ein neues Kindergartengebäude bekomme. All diese Investitionen sorgten dafür, dass Mengerskirchen einen überdurchschnittlichen Zuzug junger Familien habe.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Pia Seitz erinnerte sich, dass es anfangs nicht so einfach war, beim Bistum einen Neubau statt einer Altbausanierung mit Erweiterung durchzusetzen. Bei den ersten Gesprächen in Limburg seien die Mengerskirchener noch belächelt worden, so Seitz. Sie sei überzeugt davon, dass ohne Karl-Leo Schlichts Hartnäckigkeit heute noch nicht mal erste Pläne für einen Neubau existieren würden.

Pfarrer Walter Henkes segnete das Baugrundstück, damit die Arbeiten unfallfrei verlaufen mögen. Die künftigen Bewohner des Kindergartens erfreuten als Bauarbeiter verkleidet die Gäste mit Liedern. Wenn der neue Kindergarten steht, soll die Mitte in Mengerskirchen weiter umgestaltet werden. Nach dem dann Abriss des alten Kindergartens wird das Seniorenzentrum Katharina-Kasper-Haus nebenan erweitert. Bis zu 42 neue Wohneinheiten sollen dort entstehen.

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