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Umbruch im Pastoralteam von Heilig Kreuz Oberlahn

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Frank Fieseler
Frank Fieseler © Kath. Pfarrei Heilig Kreuz Oberl

Pfarrer und Diakon kommen, Kooperator und Gemeindereferent verlassen Pfarrei

Weilburg/Mengerskirchen -Der Herbst bringt für die katholische Pfarrei Heilig Kreuz Oberlahn große Veränderungen im Pastoralteam: Zwei langjährige Seelsorger verabschieden sich; zwei Geistliche kommen neu ins Pastoralteam.

Zum 1. September wird Frank Fieseler durch Bischof Georg Bätzing zum neuen Pfarrer der Pfarrei ernannt. Fieseler ist 42 Jahre alt und kommt aus Limburg-Dietkirchen. Nach seinem Schulabschluss absolvierte er eine Ausbildung zum Verwaltungsbeamten im mittleren nichttechnischen Dienst, war mehr als zehn Jahre in Frankfurt und später bei der Stadtverwaltung Limburg tätig. Seit Kindheit war sein Leben von einem tiefen Glauben geprägt und er sehnte sich danach, später einmal Priester zu werden. Diese Sehnsucht war im Verlauf der Jahre in Phasen stärker und schwächer präsent, aber immer vorhanden. Besonders in den letzten Jahren vor dem Eintritt ins Priesterseminar kam diese Sehnsucht immer stärker in ihm auf und er begann, mich intensiv mit dem Thema Berufung auseinander zu setzen.

Der Weg seiner Priesterausbildung begann im September 2008 mit dem Eintritt in das interdiözesane Priesterseminar (für "Spätberufene") "Studienhaus St. Lambert" in Lantershofen bei Bad Neuenahr als Priesterkandidat für das Bistum Limburg.

Nach zwölf Trimestern schloss Fieseler im Juli 2012 sein Studium in Philosophie und Theologie mit einem kirchlichen Abschluss ab. Seit September 2012 war er neben den Pastoralkursen in Limburg, Aachen, Hamburg und Osnabrück im Pastoralen Raum Oestrich-Winkel/Eltville/Wallufthal als Pastoralpraktikant und seit seiner Diakonenweihe 2013 als Diakon tätig. 2014 wurde er durch den Apostolischen Administrator Weihbischof Manfred Grothe im Hohen Dom zu Limburg zum Priester geweiht.

Diakon Michael Schönberger wurde 1978 geboren und ist in Steinefrenz im Westerwald aufgewachsen. Sein Studium führte ihn nach Frankfurt/Sankt Georgen und Fremantle/Australien. Als Pastoralassistent arbeite er in der Pfarrei Herz-Jesu, Bad-Homburg. Von 2007 bis jetzt arbeitete er in der heutigen Pfarrei St. Blasius im Westerwald. 2019 wurde er zum ständigen Diakon geweiht. Er wohnt mit seiner Familie in Elbtal-Dorchheim und wird am 1. September hier seinen Dienst beginnen.

Blick zurück

auf zwei Jahrzehnte

21 Jahre lang war Gemeindereferent Hilmar Dutine in der Pfarrei Heilig Kreuz Oberlahn tätig. Er wird ab 1. September mit je halber Stelle in der Pfarrei St. Christophorus Diezer Land sowie in der katholischen Klinik- und Seniorenheimseelsorge Diez eingesetzt. Er schaue dankbar auf die beiden Jahrzehnte in der Pfarrei zurück und danke allen, die er in dieser Zeit begleiten durfte, zieht Dutine das Fazit seiner Arbeit. Eine prägende und spannende Zeit sei für ihn und die Gemeindemitglieder ab 2014 die Zusammenlegung der pastoralen Räume Weilburg und Mengerskirchen gewesen. 2019 folgte die Gründung der Pfarrei Neuen Typs Heilig Kreuz Oberlahn.

Besonders gerne sei er in die Seniorenheime gegangen. Er habe versucht, auch in Pandemiezeiten Gottesdienste und seelsorgliche Angebote in den Häusern aufrecht zu erhalten. Diese Erfahrungen waren mit ausschlaggebend, dass er sich auf eine Stelle als Klinik- und Altenheimseelsorger beworben habe. Dutine erklärt, dass er auch nach seinem Wechsel in Weilburg wohnen bleiben werde. Seine Frau arbeite auch weiterhin als Pfarrsekretärin in Weilburg.

Seit 2010 wirkte Pfarrer Walter Henkes vor allem im Mengerskirchener Raum der Pfarrei. In seinem Brief an die Gemeinden betont er, dass der Abschied zum 30. September für ihn schmerzhaft sei, da er sich stets wohlgefühlt habe. Auf Wunsch des Bistums wird er aber zum 1. Oktober in die neue Pfarrei "Heilige Katharina Kasper Limburger Land" wechseln.

Henkes erinnert sich, wie er zusammen mit vielen Ehrenamtlichen in Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat den Bau der beiden Kitas in Mengerskirchen und Waldernbach angeschoben habe. Sogar ein neues Gemeindehaus ist in Waldernbach entstanden "klein, aber fein". Zum Jahreswechsel 2018/19 wurden seine alten Pfarreien aufgelöst und es entstand die neue Pfarrei Heilig Kreuz Oberlahn. Wehmütig schreibt Henkes: "Leiter von zwei kleinen Gemeinden mit drei Dörfern ist anders als Mitarbeiter in der Seelsorge für 42 Dörfer und Städte." Er habe versucht, auch im Südteil anzukommen, bedingt durch die Corona-Pandemie ist ihm dies aber nur sehr bruchstückhaft geglückt. og

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