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Auch die Stellvertretende Kommandeurin, Frau Generalarzt Dr. Almut Nolte, und der Diezer Stadtbürgermeister Frank Dobra halfen bei der Aushändigung der Beförderungsurkunden zum Leutnant.

Schloss Oranienstein

Der Menschlichkeit verpflichtet: 44 Offiziere befördert

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Bei der Zentralen Beförderung der Sanitätsoffizier-Anwärterinnen und -Anwärter im Diezer Schloss Oranienstein hob der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz den Mut der jungen Frauen und Männern zu ihrer Entscheidung heraus, einen Berufsweg eingeschlagen zu haben, der zwei Berufe miteinander vereinige: Soldat und Arzt.

Am vergangenen Mittwoch wurde in einer Feierstunde der Offiziernachwuchs aus dem unterstellten Bereich des Kommandos Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung (Kdo RegSanUstg) zentral befördert. 44 junge Sanitätsoffizieranwärterinnen und Sanitätsoffizieranwärter aus dem Zuständigkeitsbereich des Kommandos wurden durch den Kommandeur Generalstabsarzt Dr. Armin Kalinowski zum Leutnant befördert.

Zu dem Beförderungsappell freute sich Kalinowski, neben den Sanitätsoffizieranwärterinnen und Sanitätsoffizieranwärtern, zahlreichen militärischen Gästen und vielen Angehörigen der zukünftigen Offiziere auch den Bürgermeister der Stadt Diez, Frank Dobra, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Diez, Michael Schnatz, und als Ehrengast den rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz begrüßen zu dürfen.

„Sie haben einen interessanten, spannenden und vielseitigen Beruf gewählt, der mehr ist als nur Beruf – er ist eine Berufung!“ Kalinowski stellte fest, dass sich der Sanitätsoffizier in den verschiedenen Approbationen deutlich von den Pendants in der freien Gesundheitswirtschaft unterscheide. Der Beruf sei besonders facettenreich und fordernd, er verlange eine Einstellung, die konsequent der Verpflichtung zur Menschlichkeit folge, „auch unter den Bedingungen unserer Einsätze“, so der Kommandeur.

„Von Ihnen, die Sie hier angetreten sind, wird mehr verlangt als das Abarbeiten von Fällen oder medizinisch-pharmazeutischen Fragestellungen. Sie sollen und müssen führen, ein voll integriertes Gesundheitssystem weiterentwickeln. Sie haben Verantwortung für Menschen, mehr als jeder Chefarzt in zivilen Krankenhäusern.“

Auch Roger Lewentz hob den Mut zu der Entscheidung heraus, einen Berufsweg eingeschlagen zu haben, der mehrere Berufe miteinander vereinige. Die zukünftigen Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte und Apotheker würden in Zukunft auch als Vorgesetzter, als Ausbilder und als Erzieher eine hohe Verantwortung tragen müssen. Dies sei keine leichte Aufgabe, da Unterstellte sie auch immer als Vorbild sehen würden. „Im Mittelpunkt steht dabei immer der Patient“, verdeutlichte der Gast aus Mainz, dass die gesundheitliche Versorgung in Deutschland einen hohen Stellenwert besitze. Lewentz wörtlich: „Egal ob als Soldat oder als Arzt im zivilen Bereich: In der rheinland-pfälzischen Gesundheitspolitik ist die Orientierung an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten ganz klare Richtschnur.“ Er wünschte den zukünftigen Sanitätsoffizieren für die weiteren Schritte auf ihrem Berufsweg alles erdenklich Gute: „Seien Sie mutig und fleißig, und schauen Sie selbstbewusst in Vertrauen auf Ihr Können und Wissen in die Zukunft. Und seien Sie versichert, dass Ihr Land und seine Bevölkerung dabei hinter Ihnen stehen.“

Für den Tag ihrer Beförderungen sollten jedoch nicht die noch zu bewältigenden Klippen und Herausforderungen im Vordergrund stehen. Sowohl Lewentz als auch Kalinowski forderten die frischgebackenen Leutnante auf, den Tag im Kreise ihrer Familien und Lieben zu genießen. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch das Heeresmusikkorps aus Koblenz.

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