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Verkehrsstaatssekretär Andy Becht (links) überreichte Landrat Frank Puchtler, der auf dem Bildschirm zugeschaltet war, symbolisch den Förderbescheid.

Auf dem Drahtesel von Laurenburg nach Geilnau

2,6 Millionen Euro für Lahn-Radweg

Finanzierung für den letzten Lückenschluss steht

Der rheinland-pfälzische Verkehrsstaatssekretär Andy Becht hat dem Landrat des Rhein-Lahn-Kreises Frank Puchtler (SPD) einen Förderbescheid in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro für den knapp acht Kilometer langen Lückenschluss des Lahn-Radwegs zwischen Laurenburg und Geilnau überreicht. Die Übergabe fand virtuell und damit sowohl in Bad Ems als auch in Mainz statt.

Wie Puchtler auf Anfrage dieser Zeitung erklärte, werden aktuell die notwendigen Rodungsarbeiten vorbereitet, so dass bereits 2021 erste bauliche Schritte erfolgen könnten. Mit der Förderzusage aus Mainz und den Mitteln der Wirtschaftsförderungsgesellschaft sei die Finanzierung des 3,5-Millionen-Euro-Projekts nun gesichert. Nach jahrelangem Rechtsstreit mit Naturschutzverbänden liegt die Baugenehmigung vor.

"Die Stärkung des Radverkehrs und der Ausbau der Radwege ist der Landesregierung ein wichtiges Anliegen", sagte Becht. "Ich denke, unsere Förderzusage in Höhe von 2,6 Millionen Euro spricht Bände. Es ist gut investiertes Geld für mehr Radverkehr, für mehr Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger", sagte der Staatssekretär.

Auf einer Gesamtlänge von 7,8 Kilometern möchte der Rhein-Lahn-Kreis die letzte Lücke des Lahn-Radweges zwischen den Ortsgemeinden Laurenburg und Geilnau entlang des Flusses schließen. In diesem Abschnitt ist bislang kein Radweg vorhanden. Der Radverkehr muss dort bislang über die Kreisstraßen 23 und 25 umwegig über einen steilen Bergrücken von Laurenburg über Scheidt und Holzappel nach Geilnau geführt werden. Auf private Initiative von Bürgern wurde darüber hinaus der ehemalige Leinpfad an der Lahn so weit ertüchtigt, dass er zumindest während des Sommers nutzbar ist.

Die neue Radwegeführung entlang der Lahn soll den Radverkehr vom motorisierten Verkehr trennen. Insbesondere aus Gründen der Verkehrssicherheit, aber auch aus touristischen Gründen erfährt der Lahn-Radweg somit eine erhebliche Aufwertung. Der künftige Radweg in diesem Abschnitt soll steigungsarm und verkehrssicher gebaut werden, so dass er für den Alltagsradler, Touristenfahrer, Familien und Senioren geeignet ist. Der neue Radweg soll weitestgehend 2,50 Meter breit werden, in einzelnen Abschnitten zwei Meter. Im Verlauf des Radwegs wird die Lahn mit Radwegestegen zweimal überquert.

Der Lahn-Radweg ist einer von sieben Radfernwegen in Rheinland-Pfalz. Er beginnt im Rothaargebirge und verbindet auf einer Länge von 245 Kilometer die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. In Rheinland-Pfalz führt der Radweg durch eine landschaftlich reizvolle Flusslandschaft von der Oranierstadt Diez über den Kurort Bad Ems bis zur Mündung der Lahn in den Rhein bei Lahnstein. oho

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