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Eine Parkour-Vorführung fand bei der offiziellen Eröffnung der Kalthalle in Lohrheim statt.

Einweihung

Neue Kalthalle ist ganzjähriges Übungsgelände für ganz unterschiedliche Sportarten

Im Rahmen eines Festwochenendes wurde von Freitag bis Sonntag die Eröffnung der neuen Kalthalle in Lohrheim gefeiert. Der Erste Vorsitzende des SV Lohrheim, Michael Schön, fand lobende Worte und dankte für das ehrenamtliche Engagement.

Nach längerer Planungsphase und knapp sechsmonatiger Bauzeit war es am vergangenen Wochenende soweit: Das „Projekt Kalthalle“ auf dem Sportgelände in Lohrheim, das der Förderung von Bildung, Kultur und Sport in der Aar-Region dienen soll und zusätzliche räumliche Ressourcen für Veranstaltungen schafft, wurde im Rahmen eines sportlich-kulturellen Wochenendes seiner Bestimmung übergeben.

Der Vorsitzende des SV Lohrheim, Michael Schön, konnte zur offiziellen Einweihung zahlreiche Gäste sowie Lohrheims Ortsbürgermeister Rudolf Kubitza, Horst Seelbach (Erster Beigeordneter der VG Hahnstätten) und Michael Schnatz, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Diez sowie Vorsitzenden der LAG Lahn-Taunus, begrüßen.

Mit modernen jugendkulturellen Bewegungsdisziplinen wie Parkour oder Sportarten wie Einradfahren sind der SV Lohrheim und das Kreml Kulturhaus in den vergangenen Jahren gemeinsam neue Wege gegangen, die vor allem junge Menschen ansprechen. Gleichzeitig wurde damit der altehrwürdige Fußballplatz in Lohrheim (der SV stellt seit Mitte der 2000er Jahre keine Fußballmannschaft mehr) einer neuen Nutzung zugeführt.

Dort entstand bereits in den letzten Jahren ein Übungsgelände für die unterschiedlichsten Parkour-Disziplinen sowie eine Spiel-, Wettkampf und Trainingsfläche für Einradfahrer, die multifunktional nutzbar ist. Damit diese und weitere Sport-, Freizeit-, Gesundheits- und Bewegungsdisziplinen nahezu das ganze Jahr auf der Sportanlage ausgeübt werden können, initiierte das Kreml Kulturhaus in Kooperation mit dem SV Lohrheim das „Projekt Kalthalle“, eine Stahlbauhalle mit variablen Windschutznetzen.

Die neue Kalthalle soll unter anderem den Engpässen bei den vorhandenen Räumlichkeiten in der Region begegnen, von denen das Kreml Kulturhaus, der SV Lohrheim wie auch weitere Vereine und Institutionen der Region betroffen sind. Durch die neue Kalthalle ist die Sportfläche in Lohrheim zukünftig nahezu ganzjährig nutzbar – zwar nicht beheizt, aber windgeschützt und trocken.

„Der Finanzierungsantrag auf Errichtung einer ,Stahlbauhalle mit variablen Windschutznetzen‘ wurde im Februar 2017 an die ,Leader LAG, Region Lahn-Taunus – Über Grenzen hinaus wachsen‘ gestellt“, erläuterte Schön. Das Projekt wurde in der LAG-Sitzung im April 2017 sehr positiv bewertet. Im Oktober 2017 erging der Zuwendungsbescheid der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier. Bei Gesamtkosten von knapp 500 000 Euro fördert die LEADER LAG das Projekt mit knapp 200 000 Euro aus Leadermitteln.

Michael Schnatz, Vorsitzender der LAG Region Lahn-Taunus zeigte sich ob der „hohen Geschwindigkeit“ und Umsetzung innerhalb von anderthalb Jahren beeindruckt. „Das Projekt wurde bewusst gefördert“, so Schnatz. „Da es den Kriterien entsprach und auch für andere Orte in der Region sehr interessant ist. Die Förderung wurde hier bestmöglich ein- und umgesetzt“, gratulierte der Verbandsbürgermeister von Diez. Auch Rudolf Kubitza, Bürgermeister von Lohrheim, lobte die „konstruktive Zusammenarbeit“. „Die Zuschüsse waren wichtig und maßgeblich für die Verwirklichung“, so Kubitza, der in der Kalthalle einen kulturellen und sportlichen Treffpunkt für Jung und Alt sieht.

Im Nachgang an die offizielle Einweihung fand eine Parkour-Darbietung, ein Einradhockeyturnier sowie ein Fußballturnier aus einzelnen Orts-Mannschaften statt. Die Lohrheimer Bevölkerung genoss bei Kaiserwetter, leckeren Essen und Getränken sowie musikalischer Begleitung die Atmosphäre im neuen Schmuckkästchen.

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