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Neue Kostenschätzung für Krankenhaus-Neubau zum Jahresende

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Von: Bernd Lormann

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Der Kreis will auf eine Sanierung des Altbaus des Kreiskrankenhauses Weilburg verzichten und stattdessen zusammen mit der Vitos-Klinik daneben am gleichen Standort einen Neubau errichten.
Der Kreis will auf eine Sanierung des Altbaus des Kreiskrankenhauses Weilburg verzichten und stattdessen zusammen mit der Vitos-Klinik daneben am gleichen Standort einen Neubau errichten. © Bernd Lormann

Mitarbeiter in Weilburg sind aktuell in Erstellung eines Raum- und Funktionsprogramms eingebunden.

Limburg-Weilburg -Ende des Jahres 2022 nach Vorlage des Entwurfkonzeptes könne auch eine Kostenschätzung für den Neubau des Kreiskrankenhauses in Weilburg zusammen mit dem Neubau für die Vitos-Klinik vorgenommen werden. Das sagte Landrat Michael Köberle (CDU) am Montagabend in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses des Kreistages Limburg-Weilburg im Bürgerhaus in Löhnberg. Der Landrat berichtete über den aktuellen Sachstand des Bauvorhabens, das der Kreistag bei seinem Beschluss als die größte Einzelinvestition des Landkreises bezeichnete. Von rund 110 Millionen Euro war die Rede. Verwirklicht werden soll ein gemeinsamer Neubau des Kreiskrankenhauses Weilburg zusammen mit der Vitos Weil-Lahn eGmbH mit den Bereichen Neurologie, Gerontopsychiatrie und Psychosomatische Medizin auf dem Gelände des Kreiskrankenhauses Weilburg.

Wie Landrat Köberle ausführte, werde aktuell mit externer Unterstützung ein Raum- und Funktionsprogramm mit Betriebskonzept erarbeitet. Dieses binde in den jeweiligen Workshops die Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses ein und erhöhe somit die Akzeptanz für anstehende Veränderungen. Später werde dieses die Grundlage für den Architekten sein, da dieser die für die Erstellung des Förderantrags notwendige Entwurfsplanung inklusive Kostenschätzung erstelle. Das Raum- und Funktionsprogramm sei von besonderer Bedeutung, da dort die späteren Abläufe sowie benötigten Kapazitäten abgebildet werden. Letzteres sei von immanenter Wichtigkeit, da der zunehmende Trend zur ambulanten Behandlung für das Kreiskrankenhaus bedeute, dass künftig vermehrt Flächen für die ambulante Versorgung vorgehalten werden müssten.

Abstimmung mit

Vitos läuft weiter

Weiterhin, so der Landrat, liefen parallel die Gespräche mit Vitos zur Verhandlung des Kooperationsvertrags auf Arbeitsebene weiter. Für den Bereich der gemeinsam betriebenen Notaufnahme sei bereits ein gemeinsames Statut erstellt und der Großteil der praktischen Fragen geklärt worden. Im nächsten Schritt erfolge die Abstimmung des Raum- und Funktionsprogramms des Kreiskrankenhauses mit dem von Vitos, um später baulich keine Doppelvorhaltungen zu schaffen. Aktuell gebe es zudem noch die Abstimmung mit der Landesregierung hinsichtlich der Form der Antragstellung. Vieles spreche für getrennte Anträge, da es auch zukünftig zwei rechtlich selbstständige Krankenhausträger gebe, sagte Köberle.

Er sei nach wie vor zuversichtlich, dass der Kreis nach Vorliegen der Entwurfsplanung mit dazugehöriger Kostenschätzung Ende des Jahres den Förderantrag beim Hessischen Sozialministerium stellen könne. In der Zwischenzeit sei das Herstellen des Baurechts durch die Stadt Weilburg zu klären. Dazu gebe es bereits Termine, so der Landrat.

Den Grundsatzbeschluss für den gemeinsamen Neubau Kreiskrankenhaus mit Vitos-Klinik hatten im Kreistag am 6. Mai dieses Jahres CDU, SPD, Grüne, Freie Wähler, FDP, AfD und Linke einstimmig gefasst. Ohne Vitos stünde der Kreis vor der Aufgabe, in den nächsten Jahren noch rund 50 Millionen Euro für Sanierungsmaßnahmen für den rund 50 Jahre alten Altbau des Kreiskrankenhauses zu investieren. Dafür gebe es auch keine Zuschüsse. Der Kreis rechne beim Neubau mit Fördermitteln in Höhe von 35 bis 45 Prozent. Für die Zeit des Neubaues könne das jetzige Krankenhaus weiter betrieben werden.

Einstimmig hat der Haupt- und Finanzausschuss den Antrag der CDU bewilligt und dem Kreistag empfohlen, das System "LahnStar" in Limburg (Taxi auf Bestellung zu festen Haltepunkten) im Rahmen der Erstellung des Nahverkehrsplanes weiter zu erörtern, weil zum jetzigen Zeitpunkt noch keine für den Kreis entstehende Kosten genannt werden könnten.

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