Landeswohlfahrtsverbandes Hessen

Neuer Leiter der Gedenkstätte Hadamar

Nach der ersten Orientierungsphase startet Dr. Jan Erik Schulte nun mit der Neukonzeption der Hadamarer Gedenkstättenarbeit. „Geschichte muss man vermitteln“, sagt der neue Leiter. „Das ist nichts, was im stillen Kämmerlein passiert.“ Voraussichtlich im Herbst 2014 beginnt in Limburg in Zusammenarbeit mit dem dortigen Stadtarchiv eine Vortragsreihe unter dem Titel „Hadamar-Gespräche“.

Schulte hofft zudem, mit seinem Team in Zukunft noch mehr Besuchern eine Führung anbieten und die pädagogischen Angebote ausweiten zu können.

Der aus Altena im Sauerland stammende Dr. Jan Erik Schulte ist Experte für NS-Geschichte. Schon während des Studiums in Bochum und Liverpool beschäftigte er sich mit dem Nationalsozialismus. Er promovierte bei dem Historiker Hans Mommsen über das Wirtschafts-Verwaltungshauptamt der SS.

Gut zwei Jahre arbeitete er in der Abteilung für Kriegsverbrechen im kanadischen Justizministerium als Historiker. Zurück in Deutschland beteiligte er sich als wissenschaftlicher Leiter und Kurator an der Konzeption der Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg.

Nach Zwischenstationen als wissenschaftlicher Mitarbeiter und vertretungsweise als Assistent am Lehrstuhl für Zeitgeschichte der Ruhr-Universität Bochum und an der Marburger Philipps-Universität ging er 2010 zum Hannah-Arendt-Institut in Dresden, wo er weiter zur SS-Geschichte forschte. Ein von ihm mit herausgegebener wissenschaftlicher Sammelband zur Geschichte der Waffen-SS erscheint in Kürze.

Im Rahmen der internationalen Gedenkstättenbewegung war Dr. Schulte zwölf Jahre führend tätig: Zunächst als Sekretär, dann als stellvertretender Vorsitzender des Internationalen Gedenkstättenkomitees IC MEMO.

   

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